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Nordwestmecklenburg 2019 soll Jahr der Investitionen werden
Lokales Nordwestmecklenburg 2019 soll Jahr der Investitionen werden
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13:10 01.02.2019
Das Gemeindehaus in Selmsdorf ist zentral gelegen. Im vorderen Trakt ist die Feuerwehr untergebracht. Ein Umbau zum Gemeindezentrum ist in der Diskussion. Quelle: Jürgen Lenz
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Selmsdorf

 Zahlreiche Investitionen auf der Liste: Das hat der Selmsdorfer Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) nach der Frage, welche Vorhaben die Gemeinde in diesem Jahr Wirklichkeit werden lassen will. Kreft erläutert: „Einige Dinge, die für das Jahr 2019 in der Umsetzung sind, hatten wir bereits 2018 in der Planung. Die Verwaltung ist durch die Aufstockung des Personals und die Umstrukturierung nun besser aufgestellt, sodass die alten, aber auch die neu geplanten Maßnahmen zeitnaher umgesetzt werden können.“ Als Beispiele nennt der Bürgermeister: „Die Renovierungen an den gemeindeeigenen Immobilien, wie das Forsthaus, in dem auch die Krippe untergebracht ist, die Maßnahmen an der Trauerhalle und die Neugestaltung des Vorplatzes.“

Risse durchziehen eine Straße im Selmsdorfer Gewerbegebiet "An der Trave". Sie ist notdürftig geflickt. Quelle: Jürgen Lenz

Als „eine große Maßnahme“ bezeichnet Marcus Kreft auf Anfrage die Erneuerung der Straße „An der Trave“. Mit ihr ließ die Gemeinde Anfang der 90er-Jahre das gleichnamige Gewerbegebiet erschließen. „Sie wird im Frühjahr 2019 vollständig saniert“, kündigt der Bürgermeister an. Weitere Straßen in der Gemeinde würden bei Bedarf nach und nach in einem besseren Zustand gebracht. Viele Straßen seien aber in einem guten Zustand, sodass die Gemeinde es bei Risssanierungen und Verfüllungen belassen könne.

Neben den bestehenden Gewerbegebieten in Selmsdorf hat der Bürgermeister auch ein geplantes im Blick. Er erklärt: „Dieses Jahr wird uns außerdem die Entwicklung des Gewerbegebietes Kurzstucken beschäftigen.“ Abstimmungen mit der unteren Naturschutzbehörde seien bereits erfolgt. Kreft kündigt an: „Im Februar wird ein gemeinsamer Termin mit dem Bauausschuss, der Ortsteilvertretung von Lauen und allen interessierten Bürgern stattfinden.“ Das Treffen solle nach Möglichkeit in Lauen stattfinden. Bei dieser Gelegenheit könnten Anregungen vorgebracht werden, kündigt Marcus Kreft an. Er erläutert: „In den ersten Planungen haben wir auch eine Anbindung des Ortsteils Lauen mit einem Fuß- und Radweg vorgesehen.“ Damit würde die Gemeinde einen Wunsch von Einwohnern des Dorfes erfüllen.

„Ich hoffe, dass wir zügig bei der Umsetzung der Neugestaltung des Schulhofes weiterkommen", sagt Marcus Kreft, Bürgermeister der Gemeinde Selmsdorf Quelle: Jürgen Lenz

Ein weiteres Vorhaben, das aus Sicht des Bürgermeisters in diesem Jahr Wirklichkeit werden soll: „Ich hoffe, dass wir zügig bei der Umsetzung der Neugestaltung des Schulhofes weiterkommen.“ Die Gemeinde hat die Planung zusammen mit Kindern, Lehrern, Schulförderverein und Elternvertretern vorbereitet. Marcus Kreft erklärt: „Durch den Denkmalschutz der Schule sind nun noch weitere Abstimmungen mit der unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis und der oberen Denkmalschutzbehörde beim Land notwendig.“ Er hoffe auf einen baldigen Termin mit der oberen Denkmalschutzbehörde, damit dieses Projekt, aber auch ein verbesserter Brandschutz in der Schule, erfolgreich abgeschlossen werden könne. Auf dem Schulhof ist eine große Kletterpyramide geplant.

Nicht ganz so viel Handlungsbedarf sieht Marcus Kreft bei den Spielplätzen. Er sagt: „Wir haben sie letztes Jahr alle vollständig auf den aktuellen Stand gebracht.“ 2019 gehe es noch darum, Geräte für die größeren Kinder anzuschaffen. Dieses Anliegen brachten fünf junge Bürger in Krefts Sprechstunde vor. Er sagt: „Ich finde es gut, dass auch Kinder zur Sprechstunde kommen. Ihr Anliegen war völlig berechtigt.“

Der Schulhof in Selmsdorf bietet bisher kaum Interessantes. Die Gemeinde will attraktiver gestalten. Quelle: Jürgen Lenz

Das Wohnbaugebiet „Am Mühlenbruch“ unweit der Kreuzung B 104/B 105 soll nach Auskunft des Bürgermeisters in diesem Jahr komplett vermarktet und abgerechnet sein. Marcus Kreft erläutert: „Wir gehen von einem Überschuss für den zweiten Bauabschnitt von etwas mehr als eine Million Euro aus.“ Beim ersten Bauabschnitt sei der Gewinn nicht so groß gewesen, teilte der Bürgermeister auf Anfrage mit.

Nicht locker lassen will Marcus Kreft nach eigenem Bekunden beim Bemühen, ein Gebäude für seniorengerechtes Wohnen möglich zu machen. Er erklärt: „Nachdem auch er letzte Versuch eines Investors zur Errichtung des seniorengerechten Wohnens gescheitert ist, werde ich mit unseren Fraktionen nun neue Wege diskutieren.“ Sowohl das DRK als auch die Diakonie hätten abgelehnt. Der Bürgermeister sagt: „Ein Modell wäre gegebenenfalls, dass die Gemeinde selber das Gebäude errichtet.“ Wie in der Vergangenheit, müssten auch dabei alle Vorteile, Nachteile und Risiken abgewogen werden. Marcus Kreft meint: „Aber wir sollten hier nichts unversucht lassen.“ Ähnlich wie der Ansiedelung des Netto-Einkaufsmarktes, bei der Hartnäckigkeit zum Erfolg geführt habe, wünsche er sich das beim seniorengerechten Wohnen und bei dem Wunsch, dass ein Ärztehaus entsteht. Der Bürgermeister sagt: „Solche Planungen dauern allerdings leider immer länger – sehr schwer für einen ungeduldigen Menschen wie mich.“

Als „Nebenschauplatz“ bezeichnet Marcus Kreft die verlotterte Forstscheune unweit des Ortsausgangs Richtung Lübeck. Er erklärt: „Ich unterstütze den neuen Eigentümer gerne bei seinen Vorhaben, hier etwas Neues zu gestalten.“ Seit Jahren störe nicht nur ihn der Anblick.

Kein Nebenschauplatz bleibt aus Marcus Krefts Sicht das Thema „Neubau eines Feuerwehrgerätehauses“. Seit vielen Jahren dient ein Trakt des Gemeindehauses als Gerätehaus. Der Bürgermeister sagt, der Grundsatzbeschluss zu einem Neubau für die Feuerwehr und damit zusammenhängend auch die Neugestaltung des Gemeindehauses zu einem Gemeindezentrum mit Festsaal sei im vorigen Jahr ja an einer Pattsituation gescheitert. Kreft bekräftigt: „Ich bleibe dazu mit den Fraktionen im Gespräch, weil ich dieses Ziel nach wie vor als sehr hoch ansehe.“

Schön findet der Bürgermeister nach eigenem Bekunden, dass die Gemeinde Selmsdorf auch in diesem Jahr wieder einen vollen Veranstaltungskalender habe. Kreft sagt: „Das ist nicht gottgegeben. Es braucht immer wieder viele Ehrenamtliche, die diese Veranstaltungen mit Leben erfüllen.“

Jürgen Lenz

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