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Nordwestmecklenburg 33 Bewerber für Stadtvertretung in Schönberg
Lokales Nordwestmecklenburg 33 Bewerber für Stadtvertretung in Schönberg
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16:08 14.05.2019
Mit dem Bürger auf Du und Du: Ein Plakat in Schönberg betont die Bedeutung jeder Stimme bei der Wahl. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Vor der Wahl am 26. Mai fällt eine politische Vereinigung im Stadtbild von Schönberg besonders auf. Nur die im Februar dieses Jahres gegründete Kommunale Wählergemeinschaft (KWG) hat großflächige Werbeträger aufgehängt, während sich alle anderen Bewerber auf kleinere Plakate beschränken. Die KWG fällt aber auch auf den Stimmzetteln auf. Sie stellt mit deutlichem Abstand die meisten Bewerber für die Stadtvertretung. 13 Männer und zwei Frauen kandidieren auf ihrer Liste. Neben Stephan Korn, der sich auch für den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters bewirbt, sind es Kati Eggert, Sebastian Busse, Jessica Dörre, Christian Zwiebelmann, Marco Lau, Torsten Boye, Ronny Arnold, Fred Hauser, Joachim Mozar, Thorsten Schlaberg, Mathias Tunsch, Andreas Behn, Daniel Schwabe und Ronny Freitag. Stephan Korn trat vor fünf Jahren als Parteiloser auf der Liste der SPD zur Wahl der Stadtvertreter an, Fred Hauser auf der Liste der Linken. Marco Lau, Daniel Schwabe und Ronny Freitag bewarben sich 2014 für die Liberale Wählergemeinschaft. Sie taucht auf den aktuellen Stimmzetteln nicht mehr auf. KWG-Kandidat Torsten Boye war bis Ende 2018 Gemeindevertreter in Lockwisch. Die Kommune wurde am 1. Januar von Schönberg eingemeindet.

Was bei der Stimmabgabe zu beachten ist

18 Stadtvertreter und ein Bürgermeister sind am 26. Mai in Schönberg zu wählen. Bei der Wahl der Stadtvertreter hat jeder Einwohner, der mindestens 16 Jahre alt ist, drei Stimmen. Er kann die Kreuze nach Belieben verteilen – zum Beispiel auf drei Bewerber, die unterschiedlichen Gruppierungen angehören – oder auch auf einen Kandidaten vereinen. Einem Bewerber zwei Stimmen zu geben und einem anderen eine, ist ebenfalls möglich. Auf dem Zettel für die Bürgermeisterwahl darf dagegen nur ein Kreuz gemacht werden.

Der frühere Lockwischer Bürgermeister Reiner Behrens und die ehemalige Gemeindevertreterin Heidrun Tomzik kandidieren am 26. Mai auf der Liste der CDU für die Schönberger Stadtvertretung. Ebenfalls für die Christlich Demokratische Union Deutschlands bewerben sich Annette Behr, Sarah Burmeister, Günter Krüger, Marian Stickel, Nicole Wagnitz und Frank Mietzsch.

Sechs Schönberger gehen als Kandidaten der SPD ins Rennen. Auf Listenplatz eins: Lutz Götze, der sich bei der Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren als Parteiloser auf der Liste der Sozialdemokraten mit 53,83 Prozent der Stimmen gegen seinen Vorgänger Michael Heinze (Die Linke) durchsetzen konnte. Er ist Anfang dieses Jahres in die SPD eingetreten. Ebenfalls auf der Liste der Sozialdemokraten bewerben sich Annemarie Schoodt, Jörn Callies, Felix Oeser, Dirk Kappel und Jörg Kappel.

Für die Partei „Die Linke“ kandidieren diesmal zwei Bewerber. Neben Michael Heinze hofft auch Michael Lange auf zahlreiche Stimmen.

Zwei Schönberger, die Stadtvertreter werden wollen, haben sich keiner Partei oder Wählergemeinschaft angeschlossen. Als Einzelbewerber kandidieren Burkhard Golla und Rainer Jörke, der sich 2014 auf der Liste der Liberalen Wählergemeinschaft um die Gunst der Wähler bewarb und Stadtvertreter wurde.

Von den 33 aktuellen Kandidaten gehören 13 der derzeitigen Stadtvertretung an. Der langjährige Stadtvertreter Jörn Stange (SPD-Fraktion) tritt nicht wieder an.

Der Frauenanteil im kommunalen Parlament von Schönberg beträgt momentan 20 Prozent. Männer dominieren zahlenmäßig auch bei den Kandidaten. Unter den Bewerbern sind sieben Frauen. Auf die höchste Frauenquote kommt die CDU. Von ihren acht Bewerbern sind vier weiblich. Auf der Liste der Christdemokraten finden sich auch die jüngste Bewerberin und der älteste Kandidat: die Verwaltungsbeamtin Sarah Burmeister, die mit ihrem Geburtsjahr 1990 vor fünf Jahren die jüngste Bewerberin im ganzen Amt Schönberger Land war, und der Rentner Günter Krüger, Jahrgang 1947.

In Schönberg dominiert die KWG das Stadtbild. Nur sie verwendet großformatige Werbeträger vor der Kommunalwahl am 26. Mai. Quelle: Jürgen Lenz

Nahe zusammen liegen dagegen die Wahlprogramme in Schönberg. Häufige erklärte Ziele: den Mangel an Kitaplätzen beenden, die Vereinsarbeit unterstützen, zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum schaffen, die Infrastruktur in Schönberg erhalten und ausbauen, vorhandene Freizeiteinrichtungen sichern, Ordnung und Sauberkeit gewährleisten und auch die Belange älterer Einwohner berücksichtigen. Die KWG steht nach eigenem Bekunden auch für „frischen Schwung für die Zukunft“. Die SPD hebt dagegen besonders die Erfahrung von Lutz Götze hervor. Er ist seit 1994 Stadtvertreter. Von 2009 bis 2012 war er amtierender Bürgermeister. 2014 wurde er direkt von den Bürgern gewählt.

Jürgen Lenz

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