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Nordwestmecklenburg Wie man einen Papageientaucher zeichnet
Lokales Nordwestmecklenburg Wie man einen Papageientaucher zeichnet
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13:53 15.03.2019
Anne Kubik mit ihrem gerade neu erschienenen Zeichenbuch „50 x zeichnen“. Quelle: Annett Meinke
Grevesmühlen

Es passiert auch Westmecklenburgern – sie sind als kreative Menschen mit ihren Hobbys in den sozialen Medien im Internet präsent, und ganz plötzlich wird jemand Entscheidendes auf sie aufmerksam, das Schicksal nimmt seinen wundersamen Lauf. Genau das ist Journalistin Anne Kubik (31) – OZ-Leser kennen sie als Autorin vieler Artikel –, vergangenen November passiert. Neben ihrem Beruf, in dem es um das Schreiben und Fotografieren geht, zeichnet sie ausgesprochen gern, und tut das seit 2015 auf Facebook und Instagram auch öffentlich. Inzwischen so professionell, dass ein Verlag aus München sie entdeckte und ihr vorschlug, gemeinsam ein Zeichenbuch zu veröffentlichen.

Einfach nachzuvollziehende Arbeitsschritte

Die Konditionen waren, – zumindest gemessen an dem, was derzeit auf dem Buchmarkt so üblich ist –, fair, berichtet Kubik. Die Zusammenarbeit mit dem süddeutschen Verlag lief reibungslos. Anfang Februar bereits erschien das Ergebnis, – das erste Zeichenbuch unter Anne Kubiks Namen: „50 x zeichnen“ heißt es. Und weil es in jeder Hinsicht gelungen ist – und offenbar viel Anklang findet, will ein Partner-Verlag der Münchener es nun auch in der französischen Sprache verlegen.

In einfach nachzuvollziehenden Arbeitsschritten wird gezeigt, wie man zum Beispiel Papageientaucher, eine Schildkröte, einen Pinguin und noch viele andere Tiere und Pflanzen malen kann. 50 Motive insgesamt, in jeweils fünf Schritten, – dazu gibt es noch jede Menge kleiner, nützlicher Tipps.

Anne Kubik hat schon als Kind gern gezeichnet. Quelle: Annett Meinke

„Ich habe schon als Kind gern gezeichnet und 2015 dann wieder verstärkt damit begonnen“, erzählt die junge Journalistin, die zurzeit als Pressesprecherin für die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet, „quasi als Ergänzung zum Beruf.“ Sie begann damit, sich täglich bewusst eine kleine Auszeit zu gönnen, zunächst mit Handlettering (gemalte Buchstaben). Oder sie bastelte oder zeichnete, vorzugsweise Pflanzen und Tiere. Mit der regelmäßigen Übung wurde sie von Monat zu Monat immer besser. „Inzwischen kann ich gar nicht mehr ohne mein Zeichenmaterial, sogar in den Urlaub muss es mit.“, sagt sie.

Be-Zeichnend entspannt

Im Vorwort ihres Buches erzählt die Autorin, dass es um die kleinen, alltäglichen Wunder geht, die man so einfach mit Bleistift, Finelinern und in Aquarell festhalten kann – und um die Entspannung. Inzwischen gibt die Autorin auch Kurse für Handlettering.

Das Buch ist für Jeden geeignet, der schon immer zeichnen lernen wollte – oder seine Fähigkeiten einfach auch nur wieder auffrischen will, – vielleicht auch, um bei Kindern und Enkeln auf diesem Gebiet endlich mal zu punkten.

Sinn macht Anne Kubiks Buch allerdings auch für Menschen, die Entspannung suchen, – für die komplizierte Leibesübungen oder gegen eine Wand meditieren irgendwie so gar nichts hat.

Konzentriertes Zeichnen von Mandalas zum Beispiel (kommt aus dem Hinduismus und Buddhismus: quadratische oder kreisrunde Formen, die mit verschiedenen Mustern gefüllt werden) dient auch einigen modernen, westlichen Menschen schon länger zur Sammlung des Geistes. Was spricht dagegen, dass einen Flamingo malen, einen Kaktus, eine Rose oder Ähnliches denselben Effekt hat?

Annett Meinke

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