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Nordwestmecklenburg Startschuss für Glasfaserverlegung in Elmenhorst
Lokales Nordwestmecklenburg Startschuss für Glasfaserverlegung in Elmenhorst
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15:06 04.06.2019
Im Steinbecker Weg in Elmenhorst im Klützer Winkel beginnt der Glasfaserausbau durch die Wemacom, die Firma Lehmsiek mit Tiefbauleiter Volker Modrow ist dort mit 46 Mann im Einsatz.
Im Steinbecker Weg in Elmenhorst im Klützer Winkel beginnt der Glasfaserausbau durch die Wemacom, die Firma Lehmsiek mit Tiefbauleiter Volker Modrow ist dort mit 46 Mann im Einsatz. Quelle: Michael Prochnow
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Elmenhorst

Langsam frisst sich der Bohrer in den Sandboden am Steinbecker Weg in Elmenhorst. Fast geräuschlos geht das vor sich, nur das Brummen des Motors ist zu hören. Knapp 100 Meter weiter steht ein Bauzaun an der Straße. „Dort kommt der Bohrer wieder raus wenn alles nach Plan läuft“, erklärt Volker Modrow, Bauleiter der Firma Lehmsiek, die für die Wemacom eines der derzeit größten Projekte umsetzt. „Und in der Regel läuft alles nach Plan.“

Tiefbauleiter Volker Modrow ist mit 46 Mann im Einsatz. Quelle: Michael Prochnow

Insgesamt verlegen die 46 Männer der Lübecker Tiefbaufirma auf einer Strecke von 190 Kilometern in der Region Glasfaserleitungen, setzen die Verteilerkästen und schließen die Häuser und Wohnungen an. „Bei uns bleibt alles in einer Hand“, sagt Volker Modrow. „Und bislang klappt das ganz gut.“ Dass der Auftrag nicht allein mit einheimischen Arbeitskräften zu bewältigen sei, das liege auf der Hand, erklärt der Bauleiter. Ein Teil der Belegschaft kommt aus Osteuropa. „Aber um einmal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, das sind nicht nur gute Leute, sie werden auch entsprechend bezahlt. Wer denkt, dass wir die Mitarbeiter aus Osteuropa mit einem Hungerlohn abspeisen, der kennt die Gesetze nicht.“ Und ignoriert die Regeln des Marktes, denn Fachleute sind auch im Tiefbau Mangelware. „Wir müssen unsere Leute schon gut behandeln.“

Der Bohrer gräbt sich in die Erde. Quelle: Michael Prochnow

Bislang laufen die Arbeiten, in Gägelow und Klütz haben sie bereits vor Wochen begonnen, weitgehend störungsfrei. Laut Volker Modrow sei die Bodenbeschaffenheit im Klützer Winkel für die Tiefbauer überhaupt kein Problem. In rund zwei Metern Tiefe gräbt sich der Bohrkopf von einem Punkt zum nächsten, bis zu 200 Meter schafft die Maschine so an einem Stück. „Wenn alles gut läuft, aber wenn wir 100 Meter schaffen, dann ist völlig ok.“ In der Gemeinde Kalkhorst werden in den nächsten Wochen 660 Hausanschlüsse umgesetzt, in Grevesmühlen sollen die Arbeiten im Juli beginnen. Bis Ende 2020 soll das Glasfasernetz in Nordwestmecklenburg laufen.

Michael Prochnow