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Nordwestmecklenburg Ammoniak-Alarm im Arla-Werk Upahl
Lokales Nordwestmecklenburg Ammoniak-Alarm im Arla-Werk Upahl
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15:24 03.11.2019
Das Ammoniak ist im Maschinenhaus der Kälteanlage ausgetreten. Quelle: Jana Franke
Upahl

Überall Blaulicht vor dem Haupttor des Arla-Werkes in Upahl. Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis fädelten sich im Gewerbegebiet auf.

Der Schichtleiter im Arla-Werk hatte den Notruf gewählt, weil in der Verpackung Ammoniak in Gasform ausgetreten war. Zunächst waren es nur die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Upahl, die von der Rettungsleitstelle Schwerin zum Einsatzort geschickt wurden. Vor Ort war dann entschieden worden, andere Wehren, den Katastrophenschutz Nordwestmecklenburg sowie den erweiterten Löschzug des Landkreises hinzuzuziehen.

Mitarbeiter evakuiert

68 Einsatzkräfte waren am Ende gezählt worden, darunter Kameraden aus Upahl, Grevesmühlen, Dassow, Bernstorf, Selmsdorf, Rehna, Hanshagen, Gadebusch, Dorf Mecklenburg, Warin, Neukloster, Neuburg, Wismar-Altstadt und Friedenshof. Der Großteil der Produktion im Arla-Werk ist nach dem Alarm unterbrochen worden, etwa 20 Mitarbeiter wurden evakuiert.

„Die Mitarbeiter haben den betroffenen Bereich verlassen und sich in die Kantine begeben, die sich in einem sicheren Bereich des Gebäudekomplexes befindet“, erklärte Arla-Sprecher Markus Teubner noch am Abend. Es habe zu keinem Zeitpunkt Gesundheitsgefahr für die Angestellten bestanden.

Amtswehrführer und Einsatzleiter Andreas Arndt. Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Amtswehrführer und Einsatzleiter Andreas Arndt bestätigte, dass es sich bei dem ausgetretenen Ammoniak um eine ungefährliche Konzentration gehandelt hat. Waren zunächst der Katastrophenschutz und Kameraden mit speziellen Schutzanzügen auf dem Gelände, standen etwa 20 Fahrzeuge auf Abruf vor dem Werkstor. Einige durften nach Feststellung der ungefährlichen Konzentration aufs Gelände, andere rückten ab. Auch die Lkw, die Milch in ihren Tanks führten und vor dem Werkstor den Dingen harrten, durften nach zwei Stunden wieder auf das Gelände in Richtung Anlieferungshalle fahren.

Leck in sechs Metern Höhe

Wie sich herausstellte, stammte das Ammoniak aus einem Leck in sechs Metern Höhe im Maschinenhaus der Kälteanlage, die für die Kühlung des Kühllagers zuständig ist. Jeweils ein Feuerwehrkamerad aus Upahl und aus Hanshagen orteten es unter Atemschutz mit einem speziellen Gasmessgerät der Grevesmühlener Feuerwehr, sodass es geschlossen werden konnte. Beide Einsatzkräfte sind technische Mitarbeiter im Werk und kannten sich demnach bestens aus.

Nach Lüftung des Gebäudes und Freigabe durch die Feuerwehr, konnte die Produktion noch in der Nacht wieder aufgenommen werden. „Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz hat gut funktioniert“, sagte Markus Teubner abschließend. „Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde.“

Mehrere Stunden dauerte der Einsatz am Samstagabend auf dem Gelände des Arla-Werkes in Upahl (Nordwestmecklenburg). 68 Einsatzkräfte waren vor Ort. Personen kamen nicht zu Schaden.

Einige der anwesenden Feuerwehrkameraden konnten sich an einen ähnlichen Alarm im April 2007 erinnern. Seinerzeit war das Unternehmen noch als Hansa-Milch im Upahler Gewerbegebiet geführt worden. Ein Lastwagen hatte damals Salpetersäure angeliefert, die in verdünnter Form zum Reinigen der Tanks und Rohrsysteme verwendet wurde. Der sogenannte Gaswäscher war defekt. Dieses Gerät fängt die Gase auf, die die Säure im Tank entwickelt. So drang das Säuregas über die Entlüftung direkt an die Luft. Beißender, dunkler Qualm waren die Folge.

Feuerwehren aus Grevesmühlen, Upahl, Neuburg, Rehna und der ABC-Zug aus Dassow rückten seinerzeit an. Mit 45 Helfern wurde der Schaden behoben. Auch damals wurde zum Glück niemand verletzt.

Von Jana Franke

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