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Nordwestmecklenburg Schüler aus Wismar siegt mit Fantasy-Roman
Lokales Nordwestmecklenburg Schüler aus Wismar siegt mit Fantasy-Roman
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17:32 29.01.2019
Im Literaturhaus Uwe Johnson in Klütz fand der Kreisentscheid für den Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen aus Nordwestmecklenburg und Wismar für 2019 statt. Gewinner Anton Naab (11) von der IGS "Johann Wolfgang von Goethe" im Kreis der anderen Teilnehmer. Quelle: MALTE BEHNK
Klütz

Mit einer Geschichte über Magie und altägyptische Götter hat Anton Naab (11) von der Integrierten Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Wismar den Kreisentscheid im 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels gewonnen. Der Elfjährige war einer von 13 Teilnehmern, die als beste Vorleser ihrer Schulen zum Wettbewerb ins Literaturhaus „Uwe Johnson“ in Klütz geschickt wurden.

Im Wettbewerb mussten die Sechstklässler erst einen Text vorlesen, den sie zuhause bereits üben konnten. Außerdem mussten sie eine Passage aus einem Buch lesen, dass sie noch nicht kannten. Aus diesen beiden Vorträgen bewertete die Jury dann die Lesetechnik und die Interpretation der Geschichte.

Da die Schulen schon ihre besten Vorleser nach Klütz geschickt hatten, ging es bei der Bewertung teilweise um wenige Punkte Unterschied und Feinheiten des Vorlesens. „Manche Kinder haben sehr schnell gelesen“, sagt die Klützer Bibliotheksleiterin Ulrike Gagzow-Schultheiß bei der Auswertung. Ebenso gab es Schüler, die fast etwas theatralisch gelesen hatten und dadurch nicht die höchste Punktzahl erhielten.

Die meisten Punkte der Jury bekam nach den zwei Vorlesedurchgängen schließlich Anton Naab. Sein dreiminütiger Text aus dem ersten Buch der „Kane-Chroniken“ war sehr lebendig und flüssig vorgetragen. „Das liegt bei manchen Kindern aber daran, dass sie ihren eigenen Text sehr ausgiebig zuhause üben“, sagt Ulrike Gagzow-Schultheiß. Doch in der zweiten Runde, in der alle Kinder aus dem Buch „Luzifer junior - Zu gut für die Hölle“ vorlesen mussten, zeigte sich, dass der Schüler aus Wismar einen ihm unbekannten Text annähernd genauso gut vorlas, wie seine Geschichte zuvor.

„Mir gefällt am Lesen, dass man sich die Geschichte selber erarbeiten kann“, sagt Anton nach der Siegerehrung. „Ich glaube, durch das Lesen vergrößert sich auch der Wortschatz und es hilft beim schreiben von Aufsätzen. Mir fällt der Deutschunterricht auf jeden Fall nicht so schwer“, sagt der Elfjährige, bevor ihm seine stolzen Eltern gratulieren. Sein aktuelles Lieblingsbuch ist der fünfte Band der Percy-Jackson-Reihe. „Fantasy und spannende Geschichte, die auch witzig sind, lese ich am liebsten“, sagt Anton. Etwas im Mittelpunkt zu stehen, gefällt ihm ganz gut. Außer dem Lesen hat er weitere kreative Hobbys: „Ich spiele Blockflöte und Klavier, mache im Theater mit und spiele Tischtennis.“ Und auch seiner kleinen Schwester liest er ab und zu etwas vor. Die nächste Station als Vorleser im Wettbewerb des Deutschen Buchhandels ist für den Schüler aus Wismar im Mai der Landesentscheid, der voraussichtlich im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin stattfindet.

Anja-Franziska Scharsich, Leiterin des Literaturhauses in Klütz, ermutigte alle Kinder, dem Lesen und Vorlesen als Hobby weiter treu zu bleiben. „Ihr bekommt auch alle eine Urkunde und einen Preis, weil ihr alle Gewinner seid. Ihr seid ja auch schon alle Gewinner eurer Schulen“, sagt sie zum Abschluss des Wettbewerbs für Nordwestmecklenburg.

Bereits seit 1959 wird der Vorlesewettbewerb vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Etwa 600 000 Sechstklässler beteiligen sich daran. Damit ist er der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. Ziel des Vorlesewettbewerbs ist es unter anderem, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken.

Vorlesewettbewerb seit 60 Jahren

Seit 1959 veranstaltet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den bundesweiten Vorlesewettbewerb für Schüler der sechsten Klassen. Nachdem an den Schulen die besten Vorleser ermittelt wurden, nehmen sie am Kreisentscheid und der Gewinner schließlich am Landesentscheid teil.

Einige Teilnehmer des Kreisentscheids in Klütz haben es als Vorleser weit gebracht: Julius Langreder von der Regionalen Schule in Schönberg gewann 2012 erst den Vorlesewettbewerb in Klütz, danach den Landesentscheid in Schwerin und beim Bundesentscheid belegte er schließlich den zweiten Platz.

Informationen zum Wettbewerb im Netz: www.vorlesewettbewerb.de

Teilnehmer am Kreisentscheid in Klütz: Henning Steinbrenner (Evangelische Schule Robert Lansemann, Wismar), Kai Damerius (freie Schule Wismar), Lena Jasmin Oeser (Regionalschule Schönberg), Luisa Lodwig (Regionalschule Lüdersdorf), Nina Scharnweber (Regionalschule Klütz), Martha Wreng (Regionalschule Neukloster), Emily Giese (Regionalschule Dassow), Tessa Schubert (Regionalschule Schlagsdorf), Collin Elias Merla (Regionalschule Rehna), Elisa Auer (Ostseeschule Wismar), Anton Naab (IGS „Johann Wolfgang von GoetheWismar), Katharina Krawack (Bertolt-Brecht-Schule Wismar) und Elisabeth Radelof (Regionalschule Neuburg)

Das Literaturhaus „Uwe Johnson“ in Klütz veranstaltet zudem jedes Jahr im Herbst einen Vorlesewettbewerb für die dritten und vierten Klassen der Grundschulen in Kalkhorst und Boltenhagen.

Malte Behnk

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