Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Bald kostenlose Grünschnittentsorgung für alle Grevesmühlener?
Lokales Nordwestmecklenburg Bald kostenlose Grünschnittentsorgung für alle Grevesmühlener?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:28 04.07.2019
Recyclinghöfe nehmen den Grünschnitt an, doch die Entsorgung ist kostenpflichtig. Quelle: Michaela Krohn
Grevesmühlen

Grevesmühlen ist grün, ein Blick vom Kirchturm zeigt, dass etliche Parks, Alleen, Grundstücke und Gärten die 11 000 Einwohner zählende Stadt bereichern. Doch wo viel wächst, müssen auch die Überreste entsorgt werden. Zehn Euro kostet der Kubikmeter zur Entsorgung im Recyclinghof von GER in Neu Degtow. Einige Kleingärtner nutzen eine Gesetzeslücke und verbrennen im Frühjahr und im Herbst ihre Abfälle auf ihren Parzellen. Das ist, wenn man den Landkreis als zuständige Behörde befragt, weder komplett verboten, noch ist es wirklich erlaubt. Damit diese rechtliche Grauzone kein

Stefan Baetke (38), Fraktionsvorsitzender der SPD. Quelle: GVM

Dauerzustand bleibt, braucht es Lösungen. Die SPD-Fraktion in Grevesmühlen hat sich damit beschäftigt und einen Weg gefunden. „Wir brauchen eine vernünftige Regelung in der Stadt“, sagt Fraktionschef Stefan Baetke. „Immer wieder haben uns Leute angesprochen, warum man beispielsweise Bauschutt kostenfrei entsorgen kann, Gartenabfälle jedoch Geld kosten.“ Das sei schwer nachvollziehbar. Die Sozialdemokraten haben sich in anderen Kommunen umgeschaut und eine Lösung gefunden, wie sie beispielsweise in Rehna und Selmsdorf praktiziert wird. „Dort hat die Kommune dafür gesorgt, dass alle Einwohner ihre Gartenabfälle zu Sammelpunkten bringen können. Und zwar kostenfrei.“

Die Kosten für die Entsorgung auf dem Recyclinghof würde die Stadt beziehungsweise der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises übernehmen. „Wir werden auf der nächsten Stadtvertretersitzung einen entsprechenden Antrag einbringen“, kündigt Stefan Baetke an. „Aus meiner Sicht müssen wir uns als Kommune dieses Service einfach leisten.“ Die Regelung könnte dann so laufen, dass die Einwohner von Grevesmühlen, Ortsteile eingeschlossen, bei der Entsorgung ihren Ausweis bei GER vorzeigen und dann den Service in Anspruch nehmen. „Dann hätten wir nach einer gewissen Zeit auch einen Überblick, wie groß der Bedarf ist. Was aus meiner Sicht nicht geht, ist, dass wir die Bürger damit allein lassen.“

Andere Kommunen sind da schon deutlich weiter. Wie eine Nachfrage beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises ergab, gibt es tatsächlich Geld vom Landkreis für diese Entsorgung. Der Abfallwirtschaftsbetrieb stellt einen Euro pro Einwohner als Kofinanzierung zur Verfügung. Das Modell funktioniert bereits in etlichen Kommunen wie beispielsweise in Boltenhagen, Klütz, Warin und eben Rehna und Selmsdorf. Und vielleicht bald auch in Grevesmühlen.

Michael Prochnow

Nach der Wahl haben die Klützer Stadtverteter in ihrer ersten Sitzung Bürgermeister Jürgen Mevius (UWG) ernannt. Sein Vorgänger Guntram Jung (CDU) wurde zum ersten Stellvertreter gewählt

03.07.2019
Nordwestmecklenburg Deutsch-russische Partnerschaft MV - Abenteuer im Plüschower Zauberschloss

Im Rahmen der ersten deutsch-russischen Jugendwoche in MV nehmen am diesjährigen Sommerferien-Kreativworkcamp im Künstlerhaus in Plüschow sechs Gymnasiasten aus St. Petersburg teil.

04.07.2019

Die Preise für Bauland und für den Hausbau schießen durch die Decke. Wie Grevesmühlen trotz dieser Entwicklung jungen Familien eine Zukunft ermöglichen will, das erklärt Bürgermeister Lars Prahler.

03.07.2019