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Nordwestmecklenburg Kantersieg für Korn und KWG
Lokales Nordwestmecklenburg Kantersieg für Korn und KWG
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21:17 27.05.2019
Lukas Baldeweg leert in Grieben einen Behälter mit den Stimmzetteln der Bürgermeister- und Gemeindevertreterwahlen. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Die Stadt Schönberg bekommt einen neuen Bürgermeister. Stephan Korn von der in diesem Jahr gegründeten Kommunalen Wählergemeinschaft (KWG) löst Lutz Götze (SPD) ab. Korn erhielt bei der Wahl am Sonntag 63,06 Prozent der gültigen Stimmen. Lutz Götze kam diesmal auf 36,94 Prozent. Bei der Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters 2014 hatte Götze 54 Prozent bekommen, sein Mitbewerber Michael Heinze (Die Linke) 46 Prozent.

Mit Abstand am erfolgreichsten bei der Wahl der Schönberger Stadtvertreter am Sonntag: die KWG mit 46,71 Prozent, gefolgt von der SPD (19,85 Prozent), CDU (16,73 Prozent) und Die Linke (12,74 Prozent).

In allen anderen größeren Kommunen im Schönberger Land sind die alten Bürgermeister auch die neuen. Am deutlichsten ist das Ergebnis in Dassow. Hier setzt sich die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD) mit 83,50 Prozent der Stimmen von der CDU-Kandidatin Katharina Stinnes ab. Am erfolgreichen bei der Wahl der Stadtvertretung in Dassow: die SPD (40,17 Prozent) vor der Wählergemeinschaft Ostseestrand (WGO), die ihren Anteil auf 31,47 Prozent steigern konnte, dann die CDU (19,49 Prozent) und Bündnis 90/Grüne (8,87 Prozent).

Einen klaren Sieg fährt Marcus Kreft (SPD) in der Gemeinde Selmsdorf ein. Er erhielt bei der Wahl des Bürgermeisters am Sonntag 68,73 Prozent der gültigen Stimmen. Damit liegt er deutlich über dem Ergebnis von 2014. Damals kam Kreft auf 52 Prozent, Udo Gutschke (Wählergemeinschaft „Bürger für Selmsdorf“, BfS) auf damals auf 42 Prozent und Karl-Heinz Kniep (CDU) auf sechs Prozent. Diesmal gaben 31,27 Prozent der Wähler in Selmsdorf ihre Stimme dem Bürgermeisterkandidaten Udo Gutschke. Karl-Heinz Kniep trat nicht erneut an.

Für viel Gesprächsstoff sorgte in der Gemeinde Selmsdorf ein kurz vor der Wahl verbreitetes Flugblatt des ehemaligen Bürgermeisters Detlef Hitzigrat, er schrieb: „In meiner Amtszeit von 1994 bis 2014 ist durch mein Wirken das heutige Selmsdorf entstanden.“ Hitzigrat kritisiert Kreft und appelliert an die Bürger: „Es wird Zeit, dass sich wieder etwas ändert. Fünf Jahre Stillstand reichen. Entscheiden Sie für Selmsdorf.“ Eine große Mehrheit entschied sich nicht im Sinne Hitzigrats.

Erfolgreich war die SPD in Selmsdorf auch bei der Wahl der Gemeindevertretung. Sie hat die Mehrheit. Ihre Kandidaten bekamen insgesamt 54,85 Prozent der Stimmen. Die BfS erhielt 35,11 Prozent, die CDU 10,04 Prozent.

In der Gemeinde Lüdersdorf ist Erhard Huzel (CDU) wiedergewählt. Er bekam am Sonntag 51,81 Prozent der gültigen Stimmen. Eine Stichwahl wird es damit nicht geben. Petra Zacharias (Die Initiative) kam auf 27,88 Prozent, Frank Rathke (SPD) auf 20,31 Prozent. Bei der Wahl der Gemeindevertreter erhielt die SPD 16,82 Prozent der Stimmen, „Die Initiative“ 21,61 Prozent, die CDU 39,66 Prozent, die Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ (BfS) 12,51 Prozent, die Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt, Landwirtschaft“ (LUL) 3,89 Prozent und Sigrid Sandmann, einzige Kandidatin der Partei „Die Linke“, 5,52 Prozent.

Bei der Bürgermeisterwahl in der am Sonntag neu gebildeten Gemeinde Siemz-Niendorf erhielt Anne Haberkorn von der Wählergemeinschaft „Bürger für Siemz-Niendorf“ (BFSN) 76,22 Prozent der Stimmen. Sie war die einzige Bewerberin in der Kommune, die durch den Zusammenschluss von Groß Siemz und Niendorf entstanden ist. Für den Gemeindenamen „Siemz-Niendorf“ stimmten bei einem Bürgerentscheid 68,28 Prozent. 31,72 Prozent der Wähler lehnten den einzigen Vorschlag ab, über den am Sonntag zu entscheiden war.

Wiedergewählt wurden die Bürgermeister der drei kleinsten Gemeinden im Schönberger Land. Dort stellten sich nur die Amtsinhaber der Wahl. In Grieben kam Frank Lenschow (Wählergemeinschaft Grieben und Zehmen) auf 74,36 Prozent Ja-Stimmen. In Menzendorf erhielt Anke Goerke (Anwohnerinteressengemeinschaft Menzendorf) 82,44 Prozent Zustimmung. In Roduchelstorf erreichte Petra Kassow (Wählergemeinschaft Roduchelstorf Cordshagen) 85,93 Prozent.

Hochburgen der Parteien

Überdurchschnittliche Ergebnisse erreichten Parteien im Schönberger Land bei der Wahl des Kreistags dort, wo sie auch bei den Wahlen der Bürgermeister und Gemeindevertreter erfolgreich waren. Bei der Kreistagswahl erreichte die CDU ihr bestes Ergebnis im Amt Schönberger Land in der Gemeinde Lüdersdorf (33,77 Prozent). Die SPD ist besonders stark in Dassow (42,28 Prozent) und Selmsdorf (40,31 Prozent). Bündnis 90/Grüne bekam viele Stimmen in den Gemeinden Lüdersdorf (22,55 Prozent) und Grieben (18,37 Prozent). Beste Ergebnisse der AfD bei der Kreistagswahl im Schönberger Land: 13,65 Prozent in Selmsdorf, 12,25 Prozent in Dassow, 10,89 Prozent in Schönberg. Die Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt, Landwirtschaft“ (LUL) war bei der Wahl des Kreistags besonders erfolgreich in Grieben (27,04 Prozent) und Siemz-Niendorf (20,45 Prozent).

Die Beteiligung an den Wahlen der Stadt- und Gemeindevertretungen im Schönberger Land lag am Sonntag in allen Städten und Gemeinden in den einzelnen Wahllokalen über der von 2014. Am höchsten war sie diesmal (ohne Briefwahl) mit 70 Prozent in Roduchelstorf, gefolgt von Siemz-Niendorf (64,66 Prozent) und Lüdersdorf, wo 61,57 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgaben. 60,35 Prozent machten das in Selmsdorf, 57,82 Prozent in Dassow. Am geringsten war die Beteiligung in Schönberg: 55,90 Prozent.

Jürgen Lenz

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