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Nordwestmecklenburg „Camping im Winter ist gemütlich“
Lokales Nordwestmecklenburg „Camping im Winter ist gemütlich“
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00:00 25.01.2013
Carla (62) und Günter Krawinkel (64) aus Niedersachsen genießen mit Hund „Niña“ (3) Winterurlaub in Boltenhagen. Quelle: Sylvia Kartheuser
Boltenhagen

Winter ist für Carla und Günter Krawinkel die ideale Zeit zum Campen. „Im Sommer dürfen gern andere fahren, jetzt können wir die Gemütlichkeit in unserem Wohnmobil so richtig genießen“, sagt der 64-Jährige. Derzeit stehen die etwa zwölf Quadratmeter Wohnfläche auf Rädern im Regenbogencamp in Boltenhagen. Das war nicht so geplant, erklärt das Ehepaar aus dem niedersächsischen Langenwedel im Kreis Verden. „Eigentlich hatten wir geplant, den Jahreswechsel in Göhren zu erleben. Das machen wir seit Jahren“, erzählt Carla Krawinkel.

Aus familiären Gründen musste das Paar die Fahrt absagen und wollte sie nun nachholen. Das Regenbogencamp auf Rügen hat im Winter jedoch geschlossen. „Die Zentrale hat uns dann Boltenhagen empfohlen — und wir haben uns in den Platz und in den Ort verliebt“, sagt die 62-Jährige. Boltenhagen habe es nach der Wende „ganz toll“ hinbekommen und sei von gravierenden Bausünden verschont geblieben.

„Besonders schön sind natürlich die alten Villen in Richtung Tarnewitz“, schwärmt Günter Krawinkel. Zudem gäbe es Geschäfte, Restaurants, Strand und viel Natur. „Niña“, die drei Jahre alte Hündin mallorquinischer Abstammung, würde den Auslauf am Strand genießen. „Danach schläft sie immer ganz entspannt“, sagt Carla Krawinkel.

Auch auf dem Campingplatz würden sie sich sehr wohl fühlen. Alle Mitarbeiter seien sehr nett und hilfsbereit und jeden Morgen würden frische Brötchen geliefert. Außerdem genieße sie die Wellness-Einrichtungen auf dem Platz. „Was will man mehr?“, so die 62-Jährige.

Ralf Hoffmann hört solche Worte gern. „Wir bemühen uns immer, es unseren Gästen so angenehm wie möglich zu machen“, sagt der 42-jährige Chef des Boltenhagener Regenbogencamps. Das hat sich bei Campern offensichtlich rumgesprochen. „Bei schönem Wetter haben wir im Winter an den Wochenenden zwischen 20 und 30 Wohnmobile hier stehen“, erklärt er. Silvester seien es sogar mehr als 100 Camper gewesen — ein Rekord. Auch die Schwedenhäuser auf dem Gelände würden gut angenommen.

Jetzt, unter der Woche, sind Carla und Günter Krawinkel fast die einzigen Camper. „Schließlich ist keine Ferienzeit“, sagt Ralf Hoffmann. Das Ehepaar genießt die Ruhe. „Im Winter Urlaub zu machen, bekommt mir besser als im Sommer“, erklärt Carla Krawinkel. Außerdem sei ein bisschen Abenteuer dabei, ergänzt Ehemann Günter. „Man muss schon aufpassen, dass das Wasser, besonders das Abwasser, nicht einfriert. Aber da gibt es ein paar Tricks.“ Kühlerfrostschutzmittel sei nur einer. Außerdem müsse die Heizung funktionieren. Sie tut es. Im Wohnmobil ist es mollig warm. So warm, dass Günter Krawinkel ein Fenster aufmacht.

„Es ist doch kuschelig hier“, stellt Carla Krawinkel fest und nippt an ihrem Glühwein. Überhaupt habe das Reisen im Wohnmobil, das das Ehepaar vor 30 Jahren für sich entdeckt hat, nicht nur den Vorteil der eigenen vier Wände, sondern auch der Mobilität. „Wenn es uns irgendwo nicht gefällt, können wir weiterfahren.“ Möglichst auf der A 20, das sei die Lieblingsautobahn ihres Mannes.

Günter Krawinkel nickt: „Auf der A 20 fängt für mich der Urlaub an.“

Boltenhagen wird einen festen Platz im Urlaubskalender der Krawinkels bekommen. „Es sind nur zweieinhalb Stunden Fahrt, wir sind zwar zum ersten, aber ganz sicher nicht das letzte Mal hier gewesen“, sagt der 64-Jährige. Doch als nächstes geht es erstmal auf die Insel Poel. „Das ist im Frühjahr und Sommer unsere Lieblingsinsel.“

Aus der Geschichte des Regenbogencamps
1991 die Regenbogen AG, Hauptsitz Kiel, übernimmt im September die Leitung des Campingplatzes in Boltenhagen.

Nur Campen ist anfangs auf dem Platz zwischen Ostseeallee und dem sogenannten Urwald möglich. Nach und nach wird der Platz saniert.

1995 der Bau von Ferienhäusern im schwedischen Stil beginnt. Inzwischen stehen laut Website der Regenbogen AG 81 skandinavische und 15 Tipi-Ferienhäuser auf dem Campingplatz. Davon sind einige in Privatbesitz.

422 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen gibt es. Alle haben Strom-, teilweise auch Wasser- und Abwasseranschluss.

2006 wird das „Paradies“, die öffentliche Wellness-Oase, auf dem Campingplatz eröffnet. Auf 300 Quadratmetern stehen verschiedene Saunen und Bäder, Besucher können sich massieren und kosmetisch behandeln lassen.

Das Regenbogencamp Boltenhagen ist ausgezeichnet worden für Familienfreundlichkeit, Umweltmanagement und wird zu 100 Prozent mit Öko-Strom versorgt.

Sylvia Kartheuser

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