Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg DRK will das Gesundheitsmobil retten
Lokales Nordwestmecklenburg DRK will das Gesundheitsmobil retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 07.01.2019
Gesundheitsmobil des Landkreises Nordwestmecklenburg Quelle: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Dass das Gesundheitsmobil des Landkreises Nordwestmecklenburg im Dezember sämtliche Touren aufgrund eines technischen Defekts, wie es offiziell hieß, absagen musste, passte durchaus ins Bild. Denn mit dem Jahr 2018 endete auch die Ära des Transporters, der in den vergangenen Jahren über die Dörfer gefahren war, um die Menschen zu erreichen, die keine Arztpraxis in der Nähe haben. 2012 hatte die Lübecker Christiansen-Stiftung den Kauf des Fahrzeugs ermöglicht, seitdem hatte der Landkreis das Projekt betrieben – und nun mit Ende der vertraglichen Laufzeit eingestellt. Jetzt hat sich der DRK-Kreisverband Nordwestmecklenburg zu Wort gemeldet. „Wir können uns sehr gut vorstellen, das Gesundheitsmobil zu betreiben“, sagt Vorstandschef Ekkehard Giewald. Ob in Eigenregie oder als Kooperationspartner des Landkreises, das sei derzeit noch völlig offen. „Es ist bisher nur eine Idee, aber intern haben wir bereits darüber gesprochen. Denn die Leistungen, die mit dem Gesundheitsmobil angeboten wurden, passen sehr gut zu dem, was wir in der Region machen“, betont Giewald. Allerdings sind sich die Beteiligten auch darüber einig, dass das bisherige Konzept so nicht fortgeführt werden kann.

Ekkehard Giewald Quelle: M. Prochnow

Zu den bisherigen Beratungs- und Serviceangeboten des Gesundheitsmobils müssten noch weitere Leistungen hinzukommen, die das DRK in Nordwestmecklenburg bereithält. Beispielsweise Informationen zu den ehrenamtlichen Aktionen, zu den Pflegeangeboten und auch eine Erweiterung der medizinischen Dienstleistungen seien durchaus denkbar. „Wie gesagt, von unserer Seite her ist vieles möglich. Wir bieten unsere Hilfe an.“ So könnte man auch Apotheker mit ins Boot holen, das DRK-Krankenhaus in Grevesmühlen und einige andere Partner.

Ein Problem der Serviceleistung, die durch den Landkreis von 2012 bis Ende 2018 angeboten wurde, war die bescheidene Resonanz. Während an einigen Orten durchaus Nachfrage bestand, warteten die Mitarbeiter des Gesundheitsmobils in manchen Dörfern vergeblich auf Interessenten. Wie Ekkehard Giewald betont, sei eine Kontinuität eine der Bedingungen, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. „Und wir müssen mit den örtlichen Seniorenvereinen, den Bürgermeistern und allen, die als Zielgruppe infrage kommen, in Kontakt treten. Dann, denke ich, kann das durchaus funktionieren.“

Andreas Walus Quelle: SPD

Die SPD hatte bereits zum Jahresende eine Fortführung des Gesundheitsmobils gefordert, den entsprechenden Antrag in der Dezembersitzung des Kreistages aber wieder zurückgezogen, um die Haushaltsdebatte nicht zu sprengen. Dennoch halten die Sozialdemokraten an ihrer Forderung fest, wie der Kreisvorsitzende Andreas Walus in einer Pressemitteilung klarstellte: „Gerade ältere Menschen in den Dörfern unseres Landkreises, aber auch junge Familien, brauchen eine sehr gute medizinische Versorgung. Das Gesundheitsmobil ist ein wichtiger Baustein dieser Gesundheitsversorgung: Es entlastet unsere Ärzte und Arzthelfer. Es hilft vor Ort im Dorf. Beratung und Vorsorge sind kostenlos.“ Mitte Januar will die SPD ein neues Konzept für das Gesundheitsmobil vorstellen. Denn auch in den Reihen der Sozialdemokraten ist man sich über einen Punkt einig: Genauso weiter geht es nicht.

Thomas Grote, CDU-Fraktionschef. Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-WIS

Ähnlich sieht es bei der CDU aus. Denn auch in den Reihen der Christdemokraten kann man sich eine Zukunft des Projektes durchaus vorstellen. „Allerdings nicht so, wie es in den vergangenen Jahren gelaufen ist“, sagt Thomas Grote, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag. „Wir haben uns die Zahlen angesehen, kein Wunder, dass es kaum Zulauf gab, wenn vor allem Kommunen angefahren wurden, wo es ohnehin schon medizinische Versorgung gab.“ Dass das Projekt Ende 2018 zu den Akten gelegt wurde, hänge laut Grote mit der Laufzeit zusammen. „Der Vertrag lief bis zum Dezember 2018. Insofern war es normal, dass es auslief.“ Auch die Christdemokraten würden einer weiteren Finanzierung durchaus positiv gegenüberstehen. „Aber nur, wenn das Gesundheitsmobil dann auch die Aufgaben erfüllt, für die es eigentlich einmal vorgesehen war. Nämlich in Regionen unterwegs zu sein, wo es Probleme mit der Versorgung gibt“, betont der CDU-Fraktionschef.

Michael Prochnow

Nordwestmecklenburg Fasching geht in die zweite Runde - Karneval in Damshagen wiederbelebt

Nach einer Schaffenspause haben sich 2018 Damshagens Karnevalisten mit den Narren aus Roggenstorf zusammengetan um wieder zu feiern. Die zweite Faschingsparty wird am 26. Januar in Damshagen gefeiert.

07.01.2019

Die Freiwillige Feuerwehr Dassow hat 2018 110 Einsätze absolviert. Um zu helfen, rückte sie auch häufig in andere Kommunen aus.

07.01.2019
Nordwestmecklenburg Was für ein Jahr für die Feuerwehr: - Großbrände, Brandstiftungen und Fehlalarme

176 Einsätze zählt die Feuerwehr Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) im Jahr 2018 – deutlich mehr als die Jahre zuvor. Allein 26-mal musste sie zur DRK-Wohnanlage fahren – umsonst.

07.01.2019