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Nordwestmecklenburg Dassow übernimmt Parkplatz nahe Ostsee
Lokales Nordwestmecklenburg Dassow übernimmt Parkplatz nahe Ostsee
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08:00 27.09.2019
Neben dem Eingang zum Parkplatz Seestern in Barendorf steht bisher ein Kassenhäuschen. Quelle: Jürgen Lenz
Dassow/Barendorf

Nach zwei Jahren Diskussionen und einem Klageverfahren zum Bodenordnungsverfahren hat Dassow den privaten Parkplatz „Seestern“ in Barendorf gekauft, um ihn in Zukunft als öffentlichen Parkplatz zu betreiben. Das erklärte Ziel der Stadt: „Ganzjährig ausreichend Parkplätze für Strandbesucher zur Verfügung stellen zu können.“

Minizinsen für Finanzierungskredit

Zur Debatte stand nun noch, ob Dassow den Platz nahe der Ostsee mit einer Schrankenanlage oder nur mit Parkscheinautomaten betreibt und welches Kreditangebot sie annimmt, um 337 100 Euro für Grundstückskauf und technische Ausstattung zu finanzieren. Sylvia Liedtke vom Amt Schönberger Land sagte vor dem Beschluss zur Kreditvergabe: „Ich freue mich sehr über die Angebote der Banken.“ Die beste Offerte kam von der DKB: 0,01 Prozent Zinsen für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren. Damit würde Dassow in den zehn Jahren nach einer Berechnung des Amtes insgesamt 171 Euro Zinsen zahlen. Dieses Angebot nahmen die Stadtvertreter einstimmig an. Der Kreditvertrag wurde noch am Sitzungsabend unterschrieben und gesiegelt.

Einen Parkplatz besitzt die Stadt Dassow bereits: am Ortseingang von Rosenhagen. Quelle: Jürgen Lenz

Ebenfalls einstimmig entschieden die Stadtvertreter, nur Parkscheinautomaten anzuschaffen und keine Schrankenanlage, weil diese relativ reparaturanfällig sei. Dass die Autofahrer Parkgebühren zahlen, könne durch Kontrollen sichergestellt werden.

Die Stadtvertreter haben bereits am 3. Juli 2018 entschieden, wie viel das Parken auf dem Platz „Seestern“ nach der Übernahme aus privater Hand kosten wird. Sie beschlossen, dass für ein Auto, ein Motorrad und einen Kleinbus pro Stunde ein Euro fällig ist und für eine Tageskarte fünf Euro. Wer ein Wohnmobil auf dem Parkplatz „Seestern“ abstellt, muss für eine Tageskarte fünf Euro zahlen. Einen Stundensatz für Wohnmobile gibt es nicht.

„Was wir uns dringend wünschen, ist, dass Dassower Bürger dort kostenlos oder deutlich günstiger parken können“, sagt Ekkehard Maase (CDU-Fraktion). Quelle: Jürgen Lenz

Stadtvertreter Ekkehard Maase (CDU-Fraktion) sagte vor dem Beschluss zur Einrichtung des Parkplatzes „Seestern“ als öffentlicher Parkplatz: „Was wir uns dringend wünschen, ist, dass Dassower Bürger dort kostenlos oder deutlich günstiger parken können.“ Das solle Einheimischen auch auf dem städtischen Parkplatz im Ortsteil Rosenhagen ermöglicht werden. Die bisherige Parkgebührenordnung der Stadt Dassow sieht keine Sonderbehandlung ihrer Bürger vor.

Mit der Übernahme des privaten Geländes in kommunale Hand haben die Stadtvertreter nicht nur im Sinn, langfristig Parkmöglichkeiten in Barendorf sicherzustellen. Es geht auch um Geld. Eine etwas ältere Wirtschaftlichkeitsberechnung geht von 250 Stellplätzen und vier Euro pro Tageskarte aus – also ein Euro weniger, als die Stadtvertreter später für den Parkplatz „Seestern“ in Barendorf beschlossen. Für die Monate November bis März geht die Kalkulation davon aus, dass fünf Prozent der Stellplätze genutzt werden – und das nur an den Wochenenden. April und Oktober werden mit zehn Prozent Auslastung an zehn Tagen berechnet, Mai, Juni und September mit 25 Prozent an zwölf Tagen. Für die Hauptsaison geht die Wirtschaftlichkeitsberechnung von einer 50-prozentigen Auslastung an 21 Tagen aus.

Ordnungsamt soll kontrollieren

Insgesamt entstünden der Stadt somit 33 200 Euro Einnahmen pro Jahr. Das reicht nach Einschätzung des Amtes Schönberger Land aus, um die Folgekosten für den Erwerb des Grundstückes einschließlich Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten zu decken. Die Kalkulation unterstellt, dass jeder, der parkt, dafür zahlt. „Der Ordnungsdienst hat Möglichkeiten, es zu kontrollieren“, sagte Annett Pahl vor dem Beschluss zur Einrichtung des Parkplatzes als öffentlicher Parkplatz. Das gelte auch für den Fall, dass fürs Zahlen der Parkgebühr eine Smartphone-App eingesetzt wird. Juliane Steinhagen (SPD-Fraktion) gab zu bedenken: „Die Netzabdeckung in Barendorf ist wirklich schlecht.“

Von Jürgen Lenz

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