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Nordwestmecklenburg Dassower Wehr gefragt wie nie zuvor
Lokales Nordwestmecklenburg Dassower Wehr gefragt wie nie zuvor
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18:10 09.01.2017
Seltene Auszeichnung: Eckhard Schulz (r.) erhält aus den Händen des stellvertretenden Kreiswehrführers Heinz Hinzmann das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. Mit dem Dassower Feuerwehrmann freuen sich die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl und Wehrführer Daniel Selzer. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
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Dassow

Wenn die Pflicht ruft, dann machen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dassow sofort auf den Weg und helfen anderen Menschen. Im zurückliegenden Jahr haben sie diese Aufgabe so oft erledigt wie nie zuvor in der Geschichte der 1903 gegründeten Wehr: 119-mal. Und immer ohne viel Aufhebens. Auf die Feststellung, dass die 119 Einsätze ein Rekord sind, legt Wehrführer Daniel Selzer keinen Wert. Er erklärte in der durchweg ruhigen und sachlichen Jahreshauptversammlung: „Wir haben die Einsätze abgearbeitet und dann ist gut.“

Die Dassower Feuerwehr hat eine starke aktive Abteilung.Kerstin Weiss (SPD), Landrätin

Ebenfalls für gut befinden die Mitglieder der Dassower Wehr die Arbeit ihres Leiters. Sie bestätigten den 42-Jährigen in geheimer Wahl ohne Gegenstimme in dem Ehrenamt, das er seit 2005 ausübt.

Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden zwei weitere Dassower Feuerwehrmänner wiedergewählt, die seit zwölf Jahren dem Vorstand angehören: der stellvertretende Wehrführer Peter Müller und Kassenwart Bernd Jürß. Neue Jugendfeuerwehrwartin wurde Claudia Brötzmann. Ihr Vorgänger Marco Mätzing stellte das Amt aus privaten Gründen zur Verfügung. Er engagierte sich seit 2007 als Jugendfeuerwehrwart in Dassow.

In die Ehrenabteilung aufgenommen wurde Eckhard Schulz. Der heute 66 Jahre alte Dassower gehört seit 50 Jahren einer Feuerwehr an. 1973 trat er in die Dassower Wehr ein. Von 1983 bis 2003 leitete er sie. Auch engagierte er sich auf Kreisebene. Wegen seiner besonderen Verdienste um den Brandschutz erhielt er nun eine der höchsten Auszeichnungen, die ein Mitglied einer Wehr bekommen kann: das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. Der stellvertretende Kreiswehrführer Heinz Hinzmann überreichte die Auszeichnung während der Versammlung im Dassower Gerätehaus im Auftrag des Deutschen Feuerwehrverbands. An Peter Müller übergab Hinzmann ebenfalls wegen besonderer Verdienste um den Brandschutz die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands in Silber. Befördert wurden Christian Stapel und Marvin Pormetter. Zum Ehrenmitglied ernannte die Wehr Lilo Arndt. Drei junge Männer wurden offiziell in die Reihen der Einsatzabteilung aufgenommen.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) lobte in der Jahreshauptversammlung: „Die Dassower Feuerwehr hat eine starke aktive Abteilung.“ Ihr gehören nach Daniel Selzers Auskunft 55 Männer und Frauen an.

Die Reserveabteilung zählt elf Mitglieder.

Kerstin Weiss hob in ihrer Rede hervor, dass sich die Feuerwehr in Dassow nicht nur im Brandschutz und bei technischen Hilfeleistungen engagiert, sondern auch im Katastrophenschutz und – zur Unterstützung des Rettungsdienstes – als „First Responder“ bei der medizinischen Ersthilfe. Außerdem fördere die Ortswehr das gesellschaftliche Leben in der Stadt. Sie organisiert Osterfeuer und Tage der offenen Tür, veranstaltet zusammen mit der Kita „Deichspatzen“ alljährlich Laternenumzüge, beteiligt sich am Heimat- und Vereinsfest und unterstützt Vereine.

In der Jahreshauptversammlung betonte Frank Lenschow (parteilos) als Amtsvorsteher des Amtes Schönberger Land: „Es war und ist hier immer eine Kontinuität auf hohem Niveau.“ Lenschow hob auch hervor, dass sich Daniel Selzer zusammen mit den Wehrführern der Stadt Schönberg, der Gemeinde Selmsdorf und der Gemeinde Lüdersdorf auch auf Amtsebene engagiert.

Die amtierende Dassower Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD-Fraktion) nutzte die Versammlung, um der Feuerwehr und dem Förderverein zu danken. Daniel Selzer erläuterte: „Der Förderverein ist eine wertvolle Unterstützung besonders für die Jugendfeuerwehr, aber auch für die freiwillige Feuerwehr.“ Der Verein unterstütze insbesondere die Jugendabteilung „in nicht unbeträchtlicher Höhe“ und sei offen für alle Freunde und Förderer der Wehr. Der Vorsitzende Sascha Kuhfuß betonte, dass die Brandschützer ihrerseits den Förderverein unterstützen würden und: „Die Anerkennung gebührt eigentlich den Kameradinnen und Kameraden, denn sie machen die Arbeit.“

Marie Edelhäuser verlas einen Bericht der Jugendfeuerwehr, der zahlreiche Aktivitäten aufführt. Die jungen Brandschützer dankten ihren Ausbildern und dem Förderverein. Sie treffen sich freitags um 16 Uhr.

Die Erwachsenen rückten 2016 vor allem wegen technischer Hilfeleistungen bei Stürmen und nach Verkehrsunfällen aus: 63-mal. Höhepunkt war ein Sturm am 24. Juni mit 43 Einsätzen. Die Stützpunktfeuerwehr mit erweiterter Ausstattung arbeitete sie innerhalb von knapp 24 Stunden teilweise parallel ab. Daniel Selzer erläutert: „Das ist nur möglich gewesen durch die hohe Einsatzbereitschaft der Kameraden und die vorhandene Technik.“

Jürgen Lenz

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