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Nordwestmecklenburg Die Geschichte der Grenze erfahren
Lokales Nordwestmecklenburg Die Geschichte der Grenze erfahren
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20:10 29.06.2018
Jugendliche und Erwachsene erreichen das Grenzhus. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schlagsdorf

Mit dem Fahrrad die Geschichte der deutschen Teilung erfahren: Das machen in diesen Tagen 29

Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern, darunter 19 Schüler aus Rostock, Lübz und Malchin. Die erste Etappe verband Ratzeburg und das Grenzhus in Schlagsdorf. Beim Start mit auf Tour:

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU).Während die Politikerin nur von Ratzeburg nach Schlagsdorf fuhr, ist die 16-jährige Johanna Boldt bei der kompletten 200 Kilometer langen Tour dabei. Die Schülerin aus Malchin sagt: „Geschichte macht mir Spaß.“ Das Thema innerdeutsche Grenze interessiere sie. Ihre Großeltern und ihr Vater sprechen häufig darüber, berichtet die Schülerin. Ebenfalls 16 Jahre alt ist Mitschülerin Tiffany Düvier. Auch sie findet das Thema der Radtour interessant. Sie sagt: „Ich denke, dass man so mehr lernen kann als in der Schule.“An der ehemaligen Grenze entlang zu fahren, das findet auch der 17-Jährige Philipp Schmidt reizvoll. Für ihn spielt aber noch ein Aspekt der Tour eine Rolle: „Das Fahrradfahren macht mir sehr viel Spaß.“

Gestern Nachmittag werden die jungen Geschichtsinteressierten ihr Ziel, Wittenberge, erreicht haben. Bürgermeister Oliver Hermann wird sie empfangen. Danach befassen sich die Schüler mit dem Thema „Von der DDR zur BRD – Der Übergangsprozess am Beispiel Wittenberge.“

Grenzhusleiter Andreas Wagner begleitet die Tour. Über die Tour sagt er: „Es stehen dabei generationenübergreifende Gespräche.“ Für das Grenzhus sei es wichtig, in solche Veranstaltungen miteinbezogen zu werden. Landschaften zu erkunden und Geschichte zu erfahren, sei eine gute Mischung.

„Es ist die fünfte Tour dieser Art“, erklärt Burkhard Bley, stellvertretender Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Es ist eine gemeinsame Grenzradtour der Landesbeauftragten, der Landeszentrale für politische Bildung und des Vereins Politische Memoriale, der auch Träger des Grenzhus ist. Die Schüler haben sich schon vor der Tour mit den Schicksalen von jungen Menschen beschäftigt, die an der Grenze ums Leben gekommen sind. In Seminaren, Vorträgen, Filmen und Gesprächen haben sie die Gelegenheit, sich mit der deutschen Geschichte und mit dem Naturraum „Grünes Band“ zu beschäftigen. Jürgen Lenz

LN

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