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Nordwestmecklenburg Nach tödlichem Brand: Erste Spenden eingetroffen
Lokales Nordwestmecklenburg Nach tödlichem Brand: Erste Spenden eingetroffen
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17:28 23.01.2019
Im Dach der Brandruine in Klein Voigtshagen klafft ein riesiges Loch. Quelle: Jürgen Lenz
Klein Voigtshagen

Das Entsetzen über das tragische Unglück am vergangenen Wochenende in Klein Voigtshagen, bei dem eine Mutter und ihr zweijähriges Kind durch einen Brand ums Leben kamen, ist nach wie vor groß. Der Familienvater liegt weiterhin in der Lübecker Uniklinik, der Mann hat eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten. Derweil rollt die Welle der Hilfsbereitschaft an. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Dassow Annett Pahl, zu der Klein Voigtshagen gehört, hat zusammen mit Landrätin Kerstin Weiss und DRK-Kreisgeschäftsführer Ekkehard Giewald zu einer Spendenaktion aufgerufen. Vor allem Kerstin Weiss, die ganz in der Nähe lebt, hat eine besondere Verbindung zu dem Unglücksort, sie hat selbst einmal in dem Doppelhaus gelebt, das durch das Feuer vollkommen zerstört wurde.

Annett Pahl Quelle: Jürgen Lenz

Innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Aufruf sind bereits 1165 Euro zusammengekommen, teilt das DRK mit. 14 Spender haben diese Summe eingezahlt. „Das Geld ist für die Familie der Opfer gedacht, und für die Nachbarn, die auch ihr Zuhause verloren haben“, sagt Annett Pahl. „Es ist ein furchtbares Unglück, aber es ist gut zu wissen, dass Menschen helfen. Wie wir das Geld aufteilen, darüber entscheiden wir, wenn es soweit ist. Aber es kommt zu den richtigen Stellen.“

Hier können Sie spenden

Spendenkonto des DRK

Kontoinhaber: DRK-Kreisverband NWM e.V. IBAN: DE46 1405 1000 1000 030357 SWIFT-BIC: NOLADE21WIS

Kennwort „Wohnhausbrand“

Auch das junge Paar, das in der zweiten Hälfte des Doppelhauses lebte und nun eine Wohnung sucht, bekommt Hilfe von der Stadt. „Aber es ist in Dassow nicht so einfach, eine passende Wohnung zu finden. Wir haben kaum Leerstand. Aber wir stehen in Kontakt“, so die stellvertretende Bürgermeisterin.

Die Brandursache ist nach Angaben der Schweriner Staatsanwaltschaft aller Wahrscheinlichkeit nach ein vergessener Topf auf dem eingeschalteten Herd in dem Haus. Wie ein Brandexperte gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte, sei diese Version durchaus nachvollziehbar. Der Inhalt des Topfes beginne irgendwann zu brennen, wenn er eine gewisse Temperatur und Konsistenz erreicht habe. Die genauen Fakten zur Unglücksursache sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Zwei Menschen sind bei dem tragischen Unglück ums Leben gekommen

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