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Nordwestmecklenburg Die letzte Feier mit der Volkssolidarität
Lokales Nordwestmecklenburg Die letzte Feier mit der Volkssolidarität
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20:55 08.12.2017
Lüdersdorf

25 Jahre eine Gemeinschaft leiten – und das bis ins hohe Alter von 88. Das haben nur wenige Menschen geleistet. Rosemarie Mroczek aus Lüdersdorf hat es als Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität geschafft. Nun geht es nicht mehr. Aus Altersgründen und weil sich die immer kleiner gewordene Gruppe zum Jahresende auflöst.

Rosemarie Mroczek leitete 25 Jahre die Ortsgruppe Lüdersdorf der Volks- solidarität, der sie seit 1963 angehört.

Von dem Aus für die Ortsgruppe erfuhren am Donnerstagnachmittag zahlreiche Senioren, die sich zu einer Weihnachtsfeier im Hofcafé in Petersberg getroffen hatten. Edith Last, Beiratsvorsitzende des Anfang dieses Jahres aus dem BRH-Ortsverbands Lüdersdorf hervorgegangenen Seniorenclubs Lüdersdorf, informierte die Gäste: „Es ist die letzte Weihnachtsfeier mit der Volkssolidarität.“ Bisher hatten der Seniorenclub, die Volkssolidarität und die Gemeinde Lüdersdorf gemeinsam zu Festen eingeladen.

Das funktionierte sehr gut. Isolde Kessin, in der Ortsgruppe der Volkssolidarität für Finanzen zuständig, betont: „Wir hatten immer eine gute Zusammenarbeit mit dem BRH, jetzt Seniorenclub Lüdersdorf.“ Dem stimmt Rosemarie Mroczek zu.

Die Feste für Senioren in der Gemeinde Lüdersdorf wird es in jedem Fall weiter geben. Der Seniorenclub Lüdersdorf besteht fort und will wie bisher mit der Kommune zusammenarbeiten.

Zu Beginn der jüngsten Weihnachtsfeier begrüßte Edith Last auch Mädchen und Jungen, die die Grundschule in Herrnburg besuchen. Der Chor der Schule, die Flötengruppe und Rezitatoren unterhielten die Zuhörer mit einem weihnachtlichen Programm unter der Leitung von Petra Pelz und Heike Lenz. Wenzel Hübner erfreute die Senioren mit seinem Cellospiel.

Auch Rosemarie Mroczek hörte es. Bereits seit 1963 ist sie in der Volkssolidarität. Sie erinnert sich auch an die ersten Jahre nach der Wende. „Zu Anfang waren wir 90 Mitglieder“, erzählt sie.

Im Laufe der Zeit wurden es weniger. Frauen und Männer verstarben, erkrankten schwer oder wechselten zu anderen Organisationen. Vor ihrer Auflösung gehören der Ortsgruppe Lüdersdorf nur noch elf Mitglieder an. Drei schließen sich der Ortsgruppe Grevesmühlen an, erläutert Isolde Kessin.

44 Ortsgruppen der Volkssolidarität gibt es im Kreisverband Schwerin/Nordwestmecklenburg, dem rund 1900 Frauen und Männer angehören. „Einige Ortsgruppen haben sich zusammengeschlossen“, sagt Heidi Johannißon-Martens. Sie arbeitet seit März dieses Jahres als Mitgliederbetreuerin für die Volkssolidarität. Heidi Johannißon-Martens erklärt, es sei wichtig, sich zu treffen, Zusammenhalt zu haben und sich gegenseitig zu helfen, doch es sei schwierig, neue Mitglieder zu gewinnen.

Im Gebiet des Kreisverbands Nordwestmecklenburg/Schwerin hat die Volkssolidarität nicht nur Ortsgruppen. Sie bietet Betreutes Wohnen, Sozialstationen, Begegnungsstätten, ein Pflegeheim, Kurzzeitpflege, eine Kita und Essen auf Rädern an.

Miteinander-Füreinander: Volkssolidarität in MV

41000 Mitglieder sind im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Volkssolidarität organisiert. Nach seiner Auskunft sind landweit mehr als 4000 ehrenamtliche und fast 3200 hauptamtliche Mitarbeiter in der Kinder-, Jugend-, Alten- und

Familienhilfe tätig. In

mehr als 800 Mitgliedergruppen gebe es eine

vielfältige Arbeit.

Der Landesverband versteht sich als gemeinnütziger, mildtätiger Sozial- und Wohlfahrtsverband, der parteipolitisch und konfessionell unabhängig ist. Sein Leitmotiv lautet:

„Miteinander-Füreinander“. Er ist offen „für alle Bürger, denen Solidarität und Nächstenliebe am Herzen liegt“ und gehört dem Paritätischen Wohlfahrtsverband an.

Jürgen Lenz

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