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Nordwestmecklenburg Gartenfeuer und das Verbot Abfälle zu verbrennen
Lokales Nordwestmecklenburg Gartenfeuer und das Verbot Abfälle zu verbrennen
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13:39 24.09.2019
Ein Blick über die Kleingartenanlage am Questiner Weg in Grevesmühlen. Quelle: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Pünktlich zum Ende des Winters und mit Beginn des Herbstes keimt die Debatte neu auf: Dürfen Gartenabfälle verbrannt werden, oder dürfen sie es nicht? Die Antwort lautet nach wie vor: Jein. Zwar gibt es nach dem Abfallwirtschaftskreislaufgesetz die Regelung, dass Abfall – in welcher Form auch immer – keinesfalls verbrannt werden darf. Allerdings gibt es bei organischem Material, wie es in Kleingärten anfällt,

Mathias Diederich, 1. Stellvertreter der Landrätin Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen Quelle: Michael Prochnow

Ausnahmeregelungen. „Aber die sind so eng gestrickt, dass es im Grund genommen kaum eine Möglichkeit gibt, diese Ausnahmegenehmigungen zu erteilen“, sagt Mathias Diederich, stellvertretender Landrat und zuständig für die Ordnungsangelegenheiten in Nordwestmecklenburg. „Und deshalb gilt Landkreis das Verbot für das Verbrennen von Gartenabfällen, unabhängig von der Jahreszeit.“ Allerdings, so Diederich, müsse man auch unterscheiden zwischen „einem Feuer im Garten, das natürlich erlaubt ist, und dem Verbrennen von Abfall“. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Gartenfeuer:

Wie können Haus- und Grundstücksbesitzer ihre Gartenabfälle entsorgen?

Erstens über die Biotonne, die GER zur Verfügung stellt. Der Landkreis stützt finanziell die Entsorgung. Zweitens über die gewerblichen (und kostenpflichtigen) Entsorgungsstellen, das sind der Recyclinghof von GER in Neu Degtow und Gollan in Rosenhagen. Drittens über die Kompostierung auf dem eigenen Grundstück. Viertens über kommunale Sammelstellen wie es sie in vielen Kommunen bereits gibt. Grevesmühlen arbeitet derzeit an einer solchen Lösung, damit Einwohner der Stadt und der Ortsteile Grünschnitt kostenlos abgeben können.

Was ist, wenn Gartenbesitzer keine dieser vier Möglichkeiten nutzen können?

Dann können sie beim Landkreis anrufen und eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Allerdings, so heißt es aus der Kreisverwaltung, sei auch dann das vorrangige Ziel, das Verbrennen zu verhindern. Dies sei absolut die letzte Lösung.

Was passiert, wenn trotzdem jemand Gartenabfälle verbrennt?

Beim Landkreis gingen im vergangenen Jahr rund 100 Anzeigen ein, bei denen Anwohner illegale Gartenfeuer in der Nachbarschaft angezeigt haben. In 37 Fällen wurde ein Verfahren eingeleitet. In diesem Jahr gab es bislang 20 Verfahren.

Wie hoch sind die Strafen für illegale Gartenfeuer?

Die liegen nach Angaben des Landkreises bei 55 bis 100 Euro.

Welche Feuer sind erlaubt?

Sogenannte Brauchtumsfeuer wie beispielsweise Osterfeuer können bei den Behörden vor Ort angemeldet werden. Ansonsten gilt, dass sogenannte Kleinstfeuer auf privaten Grundstücken, die auf einer Feuerstelle, deren Durchmesse einen Meter nicht übersteigt, genehmigungsfrei sind. Gleiches gilt für Feuerkörbe und -schalen, Grills und Kamine.

So soll es demnächst in Grevesmühlen laufen

In fast allen Ämtern Nordwestmecklenburgs gibt es bereits Regelungen für die kostenfreie Entsorgung von Grünschnitt. In einige Fällen nimmt der Bauhof die Abfälle an, in anderen Fällen übernehmen Kleingartenvereine die Aufgabe. Hintergrund ist, dass der Landkreis diese Art der Entsorgung mit einem bis zwei Euro pro Einwohner fördert. Nur in Grevesmühlen gibt es diese Lösung bislang nicht. Vor der Sommerpause hat die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag eingebracht, der jetzt durch die Verwaltung geprüft und in den nächsten Sitzungsrunden in den Ausschüssen besprochen werden soll. Ziel ist es, dass ab dem kommenden Jahr die Einwohner der Stadt und der Ortsteile ihre Gartenabfälle kostenlos zu GER in Neu Degtow bringen können.

Wer kontrolliert die Feuer?

Der beste Schutz, so heißt es aus der Kreisverwaltung, sei immer noch ein aufmerksamer Nachbar. Das gilt für das Verhindern von Einbrüchen ebenso wie für die Einhaltung des Verbrennungsverbots für Abfälle. Denn die Ordnungsbehörde des Landkreises ist personell nicht in der Lage, die Kleingartenanlagen zu überwachen. Beim Landkreis landen lediglich die Anzeigen aus der Bevölkerung, die anschließend bearbeitet werden.

Von Michael Prochnow

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