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Nordwestmecklenburg Diskussion um eingewanderte Pflanzenarten
Lokales Nordwestmecklenburg Diskussion um eingewanderte Pflanzenarten
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20:10 05.09.2018
Grevesmühlen/Klütz

Das Thema Einwanderung sorgt auch in der Flora für Diskussionen. Die Klützer Imker und Naturschützer Dietrich Schmoldt und Wolfgang Kaletta setzen sich seit Jahrzehnten dafür ein, neue Lebensräume für Insekten zu schaffen. Vor allem bei Neuanpflanzungen fordern sie mehr Vielfalt bei den Pflanzenarten. Doch die Untere Naturschutzbehörde, sprich der Landkreis, lehnt ab und verweist auf die offiziellen Richtlinien. Eine Anfrage der Redaktion beantwortet der Landkreis wie folgt: „Im Rahmen von naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen in der freien Landschaft ist grundsätzlich nur die Verwendung von einheimischen und standortgerechten Pflanzen zulässig, siehe dazu auch entsprechende Regelungen in den Hinweisen zur Eingriffsregelung M-V von 2018 (HzE). Dies schließt Arten aus, die in Mecklenburg-Vorpommern nicht ihr natürliches Verbreitungsgebiet haben, wie z.B. die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus), da diese in Nordamerika heimisch ist und nicht in Europa.“

Der Landkreis weist zudem darauf hin, dass es hinsichtlich der Ausbringung von nicht gebietsfremden Pflanzen verschiedene Regelungen gäbe wie beispielsweise das Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz der Ökosysteme, Biotope und Arten durch nicht heimische und invasive Arten. „Gerade das Thema invasive Arten gerät dabei zunehmend in den Fokus der Betrachtung, als Beispiele seien hier u.a. der Riesenbärenklau, verschiedene Knöteriche oder die Robinie angeführt“, teilt die Behörde mit. Gärtner Wolfgang Kaletta, der über Jahrzehnte den Park von Schloss Bothmer gepflegt hat, fordert eine Neuausrichtung dieser Richtlinien. Denn weil die großen Felder für die Insekten keine Nahrungsgrundlage mehr böten, müsste Ausgleich geschaffen werden durch Hecken und Blühflächen. Nur seien das Arten, die erst in den vergangenen Jahrhunderten nach Europa gekommen und nicht gelistet seien.

M. Prochnow

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