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Nordwestmecklenburg Dorffest in Brook seit Ende der 1960er
Lokales Nordwestmecklenburg Dorffest in Brook seit Ende der 1960er
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10:25 23.05.2019
Dorffest Brook, 1960er DDR-Jahre. Hier die Motorradstaffel der Ortsgruppe GST (Gesellschaft für Sport und Technik) in Vorbereitung auf ihren Auftritt. Quelle: privat
Brook

Auf ihr Dorffest sind die Brooker stolz. Seit 51 Jahren wird es gefeiert und viele aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde Kalkhorst feiern mit. Einer, der gemeinsam mit anderen seit Jahren dieses Dorffest organisiert – das in diesem Jahr am 15. Juni wieder in und um die Zwiebelscheune von Gut Brook stattfinden wird – ist Harald Wiechert (64).

Harald Wiechert, stellvertretender Bürgermeister von Kalkhorst, ist in Brook aufgewachsen, - lebt jetzt in Warnkenhagen, - und organisiert das Brooker Dorffest mit. Quelle: Annett Meinke

Er kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als die ersten Dorffeste stattfanden. Damals war er noch ein Kind. „Begonnen hat alles als kleines Parkfest, zuerst auf dem Kinderspielplatz des Kindergartens. Nach drei Jahren zog das Ganze dann in den Park direkt, weil man mehr Platz brauchte.“

Bushaltestellenhäuschen wird zum Ausschank. Tanz im Brooker Park zu den Dorffesten in den 1960er-Jahren. Quelle: privat

Auch andere Alteingesessene, wie die Familie Qualmann, erinnern sich noch gut an die Zeit, als im Brooker Park das Bushaltestellenhäuschen kurzerhand zum Ausschank wurde und eine große Tanzfläche davor entstand.

Luftgewehrschießen auf dem Brooker Dorffest, 1960er-Jahre, DDR. Quelle: privat

Nach der Wende zog das Dorffest für zwei Jahre in die Kartoffellagerhalle von Gut Brook. 1998 ging es dann in die Zwiebelhalle, die wesentlich größer war. Nach der Wende, erzählt Harald Wiechert, der auch stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Kalkhorst ist, wurde das Dorffest auf einmal sehr viel größer, als man es auf Dauer stemmen konnte.

GST-Motorradstaffel-Auftritt Dorffest Brook, 1960er-Jahre, DDR. Quelle: privat

„Viele, die weggegangen waren, nach dem Mauerfall, kamen, um mitzufeiern und so ihre Erinnerungen an damals wieder aufleben zu lassen. Wir brauchten in dieser Zeit sogar einen Sicherheitsservice, um die Sicherheit der vielen Menschen, die auf einmal Jahr für Jahr beim Dorffest auftauchten, gewährleisten zu können.“ Auch der Planungs- und Organisationsaufwand im Vorhinein, sagt Wiechert, war einfach nicht mehr zu bewältigen. Man musste einiges zurückfahren, das Dorffest wieder etwas kleiner halten.

Besonderer Höhepunkt der Brooker Dorffeste noch zu DDR-Zeiten war unter anderem ein Auftritt der Motorradstaffel der örtlichen GST-Truppe (Gesellschaft für Sport und Technik, vormilitärische Jugendorganisation der DDR), erinnert sich Wiechert.

Wer kennt einen dieser Jungs, die Anfang der 1970er-Jahre mit Motorradakrobatik auf dem Dorffest Brook auftraten? Quelle: privat

Annett Meinke

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