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Nordwestmecklenburg ESV Dresden gewinnt den 21. Seebrücken-Cup in Boltenhagen
Lokales Nordwestmecklenburg ESV Dresden gewinnt den 21. Seebrücken-Cup in Boltenhagen
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14:36 23.06.2019
Die Gäste aus Dresden mit Verstärkung aus Grevesmühlen, Karl Lederer (blaues Trikot) und Christoph Voge (gelbes Trikot) studieren in der Elbmetropole und spielen dort auch Handball. Zum Beach-Cup kommen sie mit ihrer Mannschaft regelmäßig nach Boltenhagen. Quelle: Michael Prochnow
Boltenhagen

Mit einem Überraschungssieger endete am Sonnabend der 21. Seebrücken-Cup im Beachhandball in Boltenhagen. Der ESV Dresden setzte sich überraschend bei den Männern durch. Bei den Frauen hingegen wurde der SV Warnemünde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Gastgeber vom SV Blau-Weiß Grevesmühlen landeten jeweils auf dem letzten Platz. Die Männer der TSG Wismar gingen als Favorit ins Rennen, starteten allerdings mit zwei knappen Niederlagen in das Turnier an der Seebrücke und wurden am Ende Dritter. Bei idealen äußeren Bedingungen hatten sich 20 Mannschaften, sieben Männer und 13-Frauenteams, für das Event angemeldet. „Es sind weniger als in den Vorjahren weil andere Beach-Turniere gleichzeitig an diesem Wochenende stattfanden“, so Christoph Uhle vom Gastgeber Blau-Weiß Grevesmühlen. „Aber wir sind sehr zufrieden, das war ein tolles Turnier mit ausgeglichenen Mannschaften.“

Und tatsächlich waren die einzelnen Partien vor allem im Männerbereich so spannend wie lange nicht. Die TSG Wismar, spielerisch zwar deutlich überlegen, musste sich gleich zu Beginn zweimal geschlagen geben. Die Mannschaft hatte eine überzeugende Saison in der Halle gespielt, war Vizemeister geworden, und zeigte am Sonnabend in Boltenhagen, dass derzeit der Spaß am Handball im Vordergrund steht. Mit sehenswerten Tricks und Spielzügen sorgten die Wismarer für einige Höhepunkte des Turniers.

Mit einigen Erwartungen waren in diesem Jahr die Gastgeber aus Grevesmühlen in das Turnier gestartet. Denn die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern bot beste Voraussetzungen, um die Gegner aus Matzlow-Garwitz, Massen oder Plau zu schlagen. Doch am Ende musste sich die Mannschaft gleich mehrfach im Penalty-Werfen (Beide Halbzeiten werden beim Beachhandball einzeln gewertet, gewinnt jedes Team eine Halbzeit, wird der Sieger im Penalty-Werfen ermittelt) geschlagen geben.

Gewonnen hat der SV Blau-Weiß dennoch, zumindest auf Umwegen: Denn zwei Handballer aus Grevesmühlen gehören zum Siegerteam des ESV Dresden. Torhüter Karl Erik Lederer und Rückraumschütze Christoph Voge spielen bei dem Verein, da sie derzeit in Dresden studieren. Vor allem Karl Erik Lederer lieferte ein klasse Turnier ab, der Keeper sorgte im Angriff mit seinen Toren aus dem Rückraum für den Erfolg der Gäste aus Sachsen.

Der Turniersieger überzeugte vor allem durch die geschlossene Mannschaftsleistung und die Tatsache, dass sie sich auch durch Rückstände nicht beeindrucken ließen. Gespielt wurden bei den Herren nach dem Modus „Jeder gegen jeden“, so dass am Ende sechs kräftezehrende Partien zu überstehen waren. „Es hätte wenig Sinn gemacht, die sieben Teams in zwei Staffeln aufzuteilen, um Halbfinale und Finale spielen zu können“, so Jens Paulsen vom Orga-Team der Beachhandballer. „Ich denke, wir haben auf diese Weise die beste Lösung für alle gefunden.“

Wenig zu holen war für das Frauenteam des SV Blau-Weiß Grevesmühlen am Sonnabend. Das mit 13 Mannschaften deutlich größere Starterfeld war zudem gespickt mit Teams aus höheren Ligen. So bekamen die Zuschauer einige spannende und vor allem hochklassige Partien zu sehen. Die Gastgeberinnen mussten sich anfangs deutlich geschlagen geben, holten im Verlauf des Turniers dennoch einige Punkte, doch mehr als die Favoriten zu ärgern, war an diesem Tag nicht drin.

Die Ergebnisse des 21. Seebrücken-Cups

Die Platzierungen der Männer: 1. (ESV Dresden), 2. SG Eichstädt/Eisenach, 3. TSG Wismar, 4. SV Matzlow-Garwitz, 5. Plauer SV, 6. Germania Massen, 7. SV Blau-Weiß Grevesmühlen.

Die Frauen: 1. SV Warnemünde, 2. TSV Bützow, 3. Germania Massen, 4. Meißen, 5. Rostocker Beach Club, 6. SV Eichstädt 1949, 7. BW Neukloster, 8. TSG Wismar, 9. ESV Dresden, 10. GW Schwerin, 11. Union Bad Oldesloe, 12. MSV Dorf Mecklenburg, 13. BW Grevesmühlen

Die Grevesmühlener Handballer gehen mit dem Beach-Cup in die Sommerpause, ab August beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Bezirksliga-Saison. Zielstellung für die neue Spielzeit ist ein Platz im Mittelfeld. Aus dem Spielbetrieb zurückgezogen haben sich die Frauen des SV Blau-Weiß Grevesmühlen, der Mangel an Spielerinnen hat die Vereinsführung zu diesem Schritt gezwungen.

Michael Prochnow

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