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Nordwestmecklenburg Ein Kommunikationszentrum als Dreh- und Angelpunkt
Lokales Nordwestmecklenburg Ein Kommunikationszentrum als Dreh- und Angelpunkt
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00:00 26.01.2013
Das DRK plant, im Gebiet An der Bamburg eine Kindertagesstätte mit Krippe, eine Einrichtung für Betreutes Wohnen, eventuell auch für Demenzkranke sowie Betriebswohnungen zu bauen. Dafür müssen die Kleingärten und Gartenhäuser verschwinden. Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser (3), Privat
Klütz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat Großes vor im Bereich an der Bamburg in Klütz. In Kooperation mit dem Landesverband will der Kreisverband Nordwestmecklenburg dort ein soziales Zentrum errichten. Obwohl die Planungen ganz am Anfang stehen und es kaum Konkretes gibt, hat die Leiterin der DRK-Projektgruppe, Angelika Palm, schon mal umrissen, was auf dem Gelände gebaut werden soll. „Wir wollen dort eine moderne Kindertagesstätte mit 135 Plätzen errichten, ein Pflegewohnhaus, ein Haus mit Betriebswohnungen und es soll — als Dreh- und Angelpunkt der Anlage — ein Kommunikationszentrum entstehen, in dem wir die intergenerative Zusammenarbeit fördern wollen“, erklärte Angelika Palm gestern auf LN-Anfrage. Zu den Kosten könne sie derzeit nichts sagen, fuhr sie fort: „Da müssen wir uns noch ein paar Wochen gedulden.“ Fest steht hingegen seit längerem, dass für die Bebauung die Gärten weichen müssen.

Die Mitglieder des Klützer Bauausschusses haben am Donnerstagabend schon mal die Aufstellung eines Bebauungsplans einstimmig empfohlen. Begrenzt wird das Gebiet durch Wohnbebauung, zum Beispiel Garagen und Dreigeschosser, sowie durch die Landesstraße. Planer Ronald Mahnel geht daher davon aus, dass der B-Plan im Rahmen der städtischen Innenentwicklung aufgestellt werden kann, das heißt im beschleunigten Verfahren. Ein Ausufern in den Außenbereich erfolge nicht, betonte er. Die Grundflächen der Gebäude würden trotz der Größe des Projektes insgesamt 20 000 Quadratmeter nicht überschreiten, erklärte Ronald Mahnel. „Das entspricht einem Drittel der etwa sechs Hektar großen Fläche. So eine bauliche Verdichtung ist im Innenbereich durchaus normal.“

Bauamtsleiterin Maria Schultz erklärte, dass das DRK bereit wäre, die gesamten Planungskosten zu übernehmen, „wenn die Stadt diese Kosten bei den Grundstückspreisen gegenrechnet“. Das höre sich ja gut an, dass das DRK die Planungskosten übernehmen wolle, so Stadtvertreter Jens Nevermann (SPD), der als Gast bei der Ausschusssitzung war. „Wenn aber der Grundstückspreis gegengerechnet wird, zahlen letztendlich doch wir als Stadt dafür“, gab er zu bedenken. Ausschussmitglied Nico Maerz (UWG) hatte Bedenken, dass bereits jetzt Kosten auf die Stadt zukommen könnten. Erst als der Ausschussvorsitzende Hartwig Holst (sachkundiger Einwohner) ihm versicherte, dass der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan noch nichts koste, stimmte auch er zu.

Am Montag, 28. Januar, werden die Klützer Stadtvertreter über die Aufstellung entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal des Amtes Klützer Winkel, Schloßstraße 1.

Träger vieler Kitas und Seniorenheime
Das Deutsche Rote Kreuz ist ein großer Träger von Kindertagesstätten im Landkreis. Dazu gehören „Die jungen Weltentdecker“ in Grevesmühlen, die „Schloßspatzen“ in Klütz und die „Strandkinnings“ in Boltenhagen. Das DRK ist auch Träger der Kitas „Landmäuse“ in Upahl, der Kita Am Holzhafen in Wismar und seit Jahresbeginn der „Landpiraten“ in Beckerwitz.

Die Seniorenbetreuung ist ein weiters großes Thema beim DRK. 1995 übernahm es das Alten- und Pflegeheim am Tannenberg in Grevesmühlen.

1994 ist „Uns Hüsung“, die Seniorenwohnanlage am Lindenring in Klütz fertig. 2002 ist Grundsteinlegung für die Erweiterung.

2003 wird in Boltenhagen die Seniorenanlage an der Klützer Straße eingeweiht. 2004 sind in Schönberg 32 seniorengerechte Wohnungen bezugsbereit.

Sylvia Kartheuser

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