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Nordwestmecklenburg Eklat beim Kreisschützenverband
Lokales Nordwestmecklenburg Eklat beim Kreisschützenverband
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08:18 07.03.2019
Roland Mann bedankt sich bei Reinhard Kallaene, Mathias Fett aus Grevesmühlen und den Schatzmeister Willi Koch aus Neukloster Quelle: Maik Freitag
Rehna/Grevesmühlen

Alles war nach diesem Paukenschlag denkbar: Die Auflösung des Kreisschützenverbandes, ein neuer Präsident und damit der Erhalt des Verbandes oder eine Doppelspitze bestehend aus dem Schatzmeister und dem stellvertretenden Präsidenten ganz vorne. Das Beben hatte der seit 2012 amtierende Präsident Roland Mann ausgelöst. Mann wolle mit dieser Aktion gegen die Passivität der 13 Schützenvereine im Kreisschützenverband von Nordwestmecklenburg protestieren, hieß es zur Begründung.

Der Rehnaer ist seit 27 Jahren ehrenamtlich tätig, zunächst in der Rehnaer Schützenzunft, seit 1997 im Kreisschützenverband. 2011 wurde er als Vizepräsident gewählt, ein Jahr später übernahm er die Amtsgeschäfte. „Niemand will mehr das Ehrenamt übernehmen, alle wollen nur noch haben, aber nichts mehr geben. Das ist eine Katastrophe. Ich habe daraus die Konsequenzen gezogen“, erklärte der 53-Jährige auf der in Gadebusch durchgeführten Jahreshauptversammlung. Dann trat er zurück.

Ähnlich sah es auch der erste Vizepräsident des Landesschützenverbandes, Reinhard Kallaene. „Die Schützenvereine haben an Engagement verloren. Niemand will sich engagieren“, erklärte er. Dennoch halte er an der Verbandsarbeit fest und rufe die Vereine auf, sich zu präsentieren und die Schützenzunft würdig zu vertreten. Die Statistik der Mitgliederzahlen sei vor allem zum Ende des Jahres 2018 etwas gesunken. Von fast 700 Mitgliedern in Nordwestmecklenburg seien 3,3 Prozent ausgetreten, sagte Kallaene. Allerdings bezweifelte nicht nur er die Statistik, denn die Mitgliedsvereine seien oft zu träge, die Mitgliederzahlen ordnungsgemäß und zum richtigen Zeitpunkt zu melden.

Am Ende entschieden sich die Delegierten für eine Fortführung der Amtsgeschäfte durch den stellvertretenden Vorsitzenden Mathias Fett aus Grevesmühlen und den Schatzmeister Willi Koch aus Neukloster. Beide werden künftig an der Spitze des Kreisschützenverbandes stehen und versuchen, den Kreisschützenverband wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Ein neuer Präsident hingegen fand sich nicht. Niemand wollte den alleinigen Vorsitz übernehmen.

Bevor die Neuwahlen den Verband erstmal vor dem Aus bewahrten, ließ es sich der designierte Chef nicht nehmen, einige Aktive zu ehren. Dazu gehörten nicht nur Matthias Fett und Willi Koch, sondern auch die für die Roggendorfer Schützengilde engagierten Michaela Janschick und Dieter Großmann. Beide erhielten die Ehrenplakette des Landesschützenverbandes in Bronze.

Maik Freitag

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