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Nordwestmecklenburg Endlich: Südliche Altstadt wird saniert
Lokales Nordwestmecklenburg Endlich: Südliche Altstadt wird saniert
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14:46 24.05.2019
Im Zuge der Altstadtsanierung darf künftig nicht mehr in der Straße Ziegenhorn geparkt werden. Insgesamt fallen in der südlichen Altstadt etwa 20 Stellflächen weg. Quelle: JANA FRANKE
Grevesmühlen

Für die Bewohner der südlichen Altstadt wird es in naher Zukunft zwar deutlich schöner vor der Haustür, aber der Weg dorthin ist nicht problemlos – und auch über die Sanierung von sechs Straßen hinaus wird es nicht unbedingt einfacher.

Welche Straßen werden erneuert?

Im ersten Bauabschnitt werden die Kirchstraße, die Schulstraße und der Ziegenhorn erneuert. Längst ist diese Maßnahme überfällig. Die Bürgersteige sind kaum nutzbar, die Kirchstraße hat Querrisse und auch die Gehwegbeleuchtung ist sanierungsbedürftig.

Im zweiten Bauabschnitt sind der Mönchhof, die Neustadt und die Kleine Alleestraße an der Reihe. Die Planungen liegen seit 1999 in der Schublade, wurden immer wieder aufgeschoben.

In großen Teilen wird es in allen sechs Straßen eine Asphaltstrecke bleiben, nur in Kreuzungsbereichen ist Betonpflaster geplant. Die Bürgersteige werden überfahrbar gestaltet.

Mit der Baumaßnahme werden zeitgleich die Kabel für den Breitbandausbau verlegt. Sollten sich Anwohner danach für einen Hausanschluss entscheiden, muss der Gehweg wieder aufgenommen werden.

Alle, die hofften, die Schulstraße wird wieder zur Einbahnstraße, werden enttäuscht. Sie bleibt beidseitig befahrbar. Das wird nach monatelanger Sperrung in der Vergangenheit auch eine Umstellung für die Autofahrer in der August-Bebel-Straße, die dann den Rechtsverkehr beachten müssen.

Wie wird die Sanierung finanziert?

Das 2,1 Millionen Euro teure Projekt ist ausgeschrieben worden, den Zuschlag hat eine Firma aus Lübz bekommen. Der Mammutanteil wird aus Fördermitteln bezahlt, fast 70 Prozent. Der städtische Haushalt wird mit etwa 700 000 Euro belastet. Weiter aufgeschoben werden kann das Vorhaben nicht, da die Fördermittel dann wegfallen und die Stadt alles selbst zahlen müsste.

Welche Kosten kommen auf die Anwohner zu?

Finanziell beteiligt werden die Anwohner an der Baumaßnahme selbst nicht. Allerdings ermittelt ein Gutachter die Wertsteigerung des Grundstücks. Die Anwohner haben einen sogenannten sanierungsrechtlichen Ausgleichsbetrag zu zahlen. Der richtet sich unter anderem nach der Grundstücksgröße, der Geschossigkeit des Gebäudes und dem Ursprungs- (Mitte der 1990er Jahre) und Jetztzustand.

Wann beginnen die Arbeiten?

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Baumaterials voraussichtlich Ende Juni, Anfang Juli – 26. oder 27. Kalenderwoche. Entsprechende Wurfzettel werden rechtzeitig verteilt. Denn mit den Bauarbeiten gehen Vollsperrungen einher. „Die Anwohner werden zeitweise nicht mit ihren Fahrzeugen bis zum Grundstück kommen“, verdeutlicht Bauplaner und -leiter Nikka Bürau. Auch die Tiefgarage des neuen Wohnparks Ecke Schulstraße/August-Bebel-Straße kann zeitweise nicht genutzt werden.

Der erste Bauabschnitt soll Ende September beendet sein. Für die anderen drei Straßen ist Februar oder März 2020 anvisiert.

Die Müllabfuhr wird in der Zeit der Vollsperrungen gesichert sein. Die Tonnen, die mit Adressen versehen werden müssen, werden von den Mitarbeitern des Baubetriebes an Sammelstellen und nach der Abfuhr wieder an die Haustür gebracht.

Wo parken die Anwohner in der Bauphase?

Ein kostenloser Ausweichparkplatz wird an der Sparkasse geschaffen. Auf der unbefestigten Fläche, die derzeit vor allem von Lehrern der Reuterschule und Mitarbeitern der Bank genutzt wird, sollen etwa 30 Parkflächen eingerichtet werden. Fürs Parken notwendig ist eine Genehmigung vom Ordnungsamt, die ab Ende Juni eingeholt werden kann.

Weitere 26 Flächen sind im Badstüberbruch auf dem Gelände, das einst zu Autohaus Martens gehörte. „Der Parkplatz ist eingezäunt, kostet aber Geld“, erläutert Bauamtsleiter Holger Janke. Nutzer zahlen 20 Euro im Monat. Zudem verweist er auf die Möglichkeit, Fahrzeuge in anderen Straßen, wie der Parkstraße oder am Gerberhof, abzustellen.

Zudem wird geprüft, ob der Marktplatz für die Zeit der Sanierung zum Parken genutzt werden kann.

Wie ist die Parksituation nach der Bauphase?

Derzeit ist es für Anwohner schon schwierig. Kurzum: Besser wird es nicht. Mit der Sanierung fallen in der südlichen Altstadt 20 Parkflächen weg. Vor allem in der Kirchstraße wird reduziert, im Ziegenhorn darf künftig nicht mehr geparkt werden. Auch vor dem Pfarrhaus darf kein Auto mehr stehen, hier werden Granitpoller platziert.

Oberste Priorität haben die Rettungsfahrzeuge, lautet die Begründung. Denn in den Straßen sei es eng und schon jetzt schwierig für Feuerwehr & Co.

Jana Franke

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