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Nordwestmecklenburg Neue Pläne für mehr Leben in Christinenfeld
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Pläne für mehr Leben in Christinenfeld
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16:04 04.10.2019
Die Firma Landal Green Parks aus den Niederlanden wollte in Christinenfeld bei Klütz einen Ferienpark namens „Bad Boltenhagen“ bauen. Das komplette Projekt wurde jetzt verkauft. Quelle: Malte Behnk
Christinenfeld

Die Einwohner im kleinen Dorf Christinenfeld warten schon seit Jahren auf eine weitere Entwicklung ihres Ortes. Viel wurde schon versprochen, wenig ist bislang eingetreten. Das Land will seit Jahren die Ortsdurchfahrt erneuern, in dem Zusammenhang soll der Radweg durch Christinenfeld gebaut werden und auch auf modernere Straßenbeleuchtung warten die Einwohner seit Langem.

Hoffnung auf mehr Infrastruktur

Hoffnung hatten die Christinenfelder 2017 in die geplante Ferienhaussiedlung „Bad Boltenhagen“ gesetzt, die auf dem Gelände neben dem historischen Speicher geplant wurde. Doch die van Wijnen Groep aus den Niederlanden hat das Projekt jetzt an einen neuen Investor verkauft, wie der Klützer Bürgermeister Jürgen Mevius (UWG) auf Nachfrage bestätigt.

Pläne seit 2006 rechtskräftig

Für das Gebiet um den alten Speicher in Christinenfeld gibt es einen zweiteiligen Bebauungsplan, der bereits seit 2006 rechtskräftig ist. Er ist als Mischgebiet geplant, in dem sowohl Ferienwohnungen als auch Häuser zum dauerhaften Wohnen vorgesehen sind.

Das Projekt „Bad Boltenhagen“ sollte 113 Ferienhäuser umfassen, die in mehreren Bauabschnitten erreichtet werden sollten.

Neuer Investor stellt Pläne vor

Jetzt gab es einen Ortstermin der Klützer Ausschüsse für Bauen sowie für Wirtschaft, Tourismus und Umwelt, die sich über die aktuelle Entwicklung des Projektes informierten. „Der neue Investor hat seine Ideen vorgestellt“, sagt Jürgen Mevius. „Teilweise gibt es jetzt etwas andere Vorstellungen und es muss geprüft werden, ob das mit den bisherigen Plänen konform geht.“ Bevor das geprüft ist, könne noch nicht über den neuen Investor informiert werden.

Die Pläne für das Ferienhausdorf „Bad Boltenhagen“ sind erstmal hinfällig. Quelle: Annett Meinke

Grundsätzlich will der neue Investor das bestehende Projekt wie vorgesehen umsetzen. Aber der bislang benutzte Name „Bad Boltenhagen“ für das Ferienresort in Christinenfeld könnte Geschichte sein. Er hatte vor allem im benachbarten Ostseebad für Unmut gesorgt. Es wurde unter anderem kritisiert, dass mit dem Namen „Boltenhagen“ falsche Versprechen an Urlauber gemacht würden, die in Christinenfeld nicht direkt am Strand gewohnt hätten.

Gewerbe soll kommen

Jürgen Mevius erklärt weiter: „Im mittleren Teil am alten Speicher soll weiterhin ein Mischgebiet bleiben, in dem auch Gewerbe angesiedelt wird.“ Wie lange sich jetzt erneute Planungen oder Planänderungen hinziehen werden, kann der Bürgermeister nicht einschätzen. „Der B-Plan ist schon recht alt und ihn noch mal zu ändern birgt auch Risiken“, sagt er.

Ortsdurchfahrt wird erneuert

Jürgen Mevius ist zuversichtlich, dass sich Christinenfelds Ortsbild in nächster Zeit zumindest etwas verbessern wird. „Der Ausbau der Ortsdurchfahrt ist für das zweite Halbjahr 2020 vorgesehen. Das sehe ich sehr positiv“, sagt der Bürgermeister. Christinenfeld sei einer der letzten Ortsteile von Klütz, in dem bislang wenig erneuert wurde.

Die Ortsdurchfahrt in Christinenfeld soll im zweiten Halbjahr 2020 erneuert werden. Quelle: Annett Meinke

Gebiet ist seit 2006 geplant

Schon seit 2006 ist ein zweiteiliger Bebauungsplan rechtskräftig. Er sieht vor, dass in verschiedenen Bereichen sowohl Ferienwohnungen, kleinere Gewerbe als auch Häuser zum dauerhaften Wohnen vorgesehen sind. 2011 wurden Pläne für ein Seniorendorf mit Golfplatz in Christinenfeld vorgestellt, die aber bis 2014 nicht umgesetzt werden konnten. 2017 wurden Pläne für das Ferienhausdorf vorgestellt. Baubeginn sollte 2018 sein. Mehrfach kam es zu Verkaufsveranstaltungen für Interessenten, die ein Ferienhaus als Investitionsobjekt kaufen sollten.

Von Malte Behnk

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