Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Viel Arbeit für Feuerwehren
Lokales Nordwestmecklenburg Viel Arbeit für Feuerwehren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:52 23.02.2019
Torsten Gromm leitet den Kreisfeuerwehrverband Nordwestmecklenburg. Quelle: Jürgen Lenz
Grevesmühlen

Die Feuerwehren in Nordwestmecklenburg sind stark gefordert. Das machte Kreiswehrführer Torsten Gromm am Freitagabend in der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands deutlich. Er sagte: „Wie wichtig die Gewährleistung des Brandschutzes und die technischen Hilfeleistungen in unseren Städten und Gemeinden sind, zeigen uns in jedem Jahr die Einsatzzahlen.“ 2018 fuhren die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren in Nordwestmecklenburg zu 1871 Einsätzen.

Aber nicht nur dadurch sind die Ehrenamtlichen stark gefordert. Ihre Ausbildung erstreckt sich über Jahre. Dafür opfern sie viel Freizeit. Torsten Gromm erklärte am Freitagabend: „Wir merken immer wieder, dass Feuerwehrmann zu sein wie ein zweiter Beruf ist.“

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Klütz spielte während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands im Saal des Kreistags. Quelle: Jürgen Lenz

Besonders gefragt waren die Brandschützer in der warmen und außergewöhnlich trockenen Jahreszeit. Landesbrandmeister Hannes Möller erklärte vor 138 Delegierten im Kreistagssaal in Grevesmühlen: „Es war hervorragend, was die öffentlichen Feuerwehren im Sommer 2018 geleistet haben.“ Einige Wehren seien bis an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gegangen. Das bestätigte Mathias Diederich (CDU), erster Stellvertreter der Landrätin. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren. Sie seien aber nicht nur eine „große und einsatzfähige Kraft“, sondern auch „Motor des örtlichen Zusammenlebens.“

Feuerwehrleute geben ihre Stimmzettel für die Wahl von Vorstandsmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbands ab. Quelle: Jürgen Lenz

Hannes Möller betonte, es sei für die Wehren wichtig, „vernünftige Einsatztechnik zur Verfügung zu haben.“ Der flächendeckende Brandschutz müsse gewährleistet sein. Geld müsse in jedem Fall sinnvoll und zielgerichtet ausgegeben werden. Der Landesbrandmeister betonte auch: „Das eigentliche Pfund bei uns in den Feuerwehren sind die Menschen.“

Für deren Einsätze bedankte sich am Freitagabend der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Nordwestmecklenburg, Jörg Haase. Er sagte, gerade im letzten Sommer habe sich gezeigt, wie wichtig ihre Hilfe sei.

Torsten Gromm gratuliert den Gewählten Andreas Vagt aus Wismar, Heinz Hinzmann aus Utecht und Eckhard Dankert aus Dassow (v. l.). Quelle: Jürgen Lenz

In Nordwestmecklenburg engagieren sich 3353 Frauen und Männer in 96 freiwilligen Feuerwehren, zwei betrieblichen Feuerwehren und einer Werksfeuerwehr. In 77 Jugendfeuerwehren lernen 880 Mädchen und Jungen die Grundlagen des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen. Kreisjugendfeuerwehrwart Meik Hopfengart sagte am Freitagabend: „Bedanken möchte ich mich bei allen Jugendfeuerwehrwarten und deren Helfern für die geleistete Jugendarbeit und Ausbildung von 14 208 Stunden unserer jungen Kameraden.“

Hohe Auszeichnung

Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ehrte Landesbrandmeister Hannes Möller am Freitagabend in Grevesmühlen vier Brandschützer: Hans-Uwe Börner aus Neukloster, Winfried Gerhard aus Stove sowie Udo Gutschke und Eckhard Schulz, die beide der Freiwilligen Feuerwehr Dassow angehören. Die vier Ausgezeichneten erhielten für ihr besonderes Engagement das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbands Mecklenburg-Vorpommern am Bande.

Kreisjugendfeuerwehrwart Meik Hopfengart berichtet über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Quelle: Jürgen Lenz

Die sehr gute Nachwuchsarbeit ist ein wesentlicher Grund dafür, dass in Nordwestmecklenburg die Mitgliederzahlen der Feuerwehren insgesamt gesehen steigen. Am 31. Dezember 2017 waren es 4372 Mitglieder, am 31. Dezember 2018 bereits 4406. Zuwächse weist die Statistik vor allem bei den Jugendfeuerwehren und bei der Zahl der Feuerwehrfrauen aus.

Deutlich wurde in der Jahreshauptversammlung aber auch, dass gerade kleine Feuerwehren ein Problem haben: die Einsatzbereitschaft tagsüber zu gewährleisten. Montags bis freitags arbeiten viele Brandschützer außerhalb. Für sie springen dann häufig größere Wehren ein.

Torsten Gromm lobte am Freitagabend nicht nur die aktiven Kameraden. Er sagte: „Auch ihre Familien und Arbeitgeber machen es möglich, dass Menschen in Not jederzeit durch ehrenamtliche Helfer geholfen werden kann.“

Heinz Hinzmann wurde am Freitagabend als stellvertretener Kreiswehrführer wiedergewählt. Ebenfalls gewählt wurden zwei Beisitzer: Eckhard Dankert und Andreas Vagt.

Jürgen Lenz

Die Gemeinde Damshagen möchte einen Neubau für die Kita im Ort, um mehr Betreuungsplätze anzubieten. Fachleute vom Landkreis erklären plötzlich, dass die vorhandenen Plätze ausreichen.

22.02.2019

Selmsdorf kommt trotz hoher Gewerbesteuereinnahmen nicht aus den Miesen. Die Gemeinde fordert vom Schweriner Landtag die Einführung einer dauerhaft zu gewährenden Infrastrukturpauschale.

22.02.2019

Das Einzelhandelsunternehmen Norma investiert in seinen Standort in der Grevesmühlener Straße in Dassow. Es errichtet einen neuen Markt. Der Altbau wird abgerissen.

22.02.2019