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Nordwestmecklenburg Boltenhagens Feuerwehr rückte 145-mal aus
Lokales Nordwestmecklenburg Boltenhagens Feuerwehr rückte 145-mal aus
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15:40 30.01.2019
Neu in die Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen aufgenommen: v.l. Georg Lützner, Rabea Lieske und Matthias Hackauf Quelle: FREIWILLIGE FEUERWEHR BOLTENHAGEN
Boltenhagen

Die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen hat 2018 vermutlich das Jahr mit den meisten Einsätzen in der 80-jährigen Geschichte erlebt. So sagt es Wehrführer Sebastian Hacker, der für die Jahreshauptversammlung der Brandschützer einen kurzen Rückblick gehalten hat. Insgesamt wurde die Feuerwehr des Ostseebads im vergangenen Jahr 145-mal alarmiert. Das waren 63 reguläre Feuerwehreinsätze und 79 Einsätze für die First-Responder, die neue medizinische Einheit der Feuerwehr.

„Wir waren teilweise sehr gefordert“, sagt Sebastian Hacker. „Ich bin froh, dass unsere Leute trotzdem immer weiter mit anpacken.“ Vor allem in der Sommersaison, als Boltenhagen voller Urlauber und Strandbesucher war, hatten die Ehrenamtler viel zu tun. „Wir hatten im August eine Spitze mit 32 Einsätzen“, sagt Sebastian Hacker. Statistisch war das etwa ein Einsatz pro Tag. „Wir hatten auch Tage mit zwei oder drei Einsätzen“, ergänzt Zugführer Mathias Hacker. Zum Vergleich: Im Juli hatte die Feuerwehr 16 und im September 20 Einsätze. Das zeige, dass sich durch das hohe Aufkommen an Gästen in Boltenhagen auch die Einsatzzahl der Retter erhöht.

Zu den Einsätzen, die die Brandschützer 2018 bewältigt haben, gehörten auch drei Großfeuer. Im März war es der Brand eines Reetdachhauses in Pohnstorf, den mehrere Feuerwehren löschten. „Vom 7. bis 12. August waren wir beim Brand des Landwirtschaftsbetriebs in Dorf Gutow, gleich im Anschluss vom 13. bis 15. August waren wir in Rosenhagen beim Brand einer Recyclinganlage eingesetzt“, zählt Sebastian Hacker auf.

In Boltenhagen selber wurde die Feuerwehr hauptsächlich zu technischen Hilfeleistungen wie Türöffnungen, medizinischen Einsätzen oder kleineren Bränden gerufen. „Wir konnten einen Küchenbrand in einem Ferienappartement noch im Entstehen löschen“, sagt der Wehrführer.

Die Einheit der First Responder, die immer dann zu medizinischen Notfällen gerufen wird, wenn ein Rettungswagen nicht schnell genug am Einsatzort sein kann, war 2018 erstmals das ganze Jahr im Einsatz. „Wir hatten dabei zwei schwerwiegende Fälle“, sagt Sebastian Hacker. So waren die First Responder auf den Parkplatz eines Supermarktes gerufen worden, wo ein Patient reanimiert werden musste. „Da waren wir tatsächlich erst 30 Minuten alleine und haben dann noch 20 Minuten weiter mit dem Rettungsdienst gearbeitet, bis wir den Patienten kreislaufstabil übergeben haben“, berichtet der Wehrführer. Häufig treffe der Rettungsdienst aber kurze Zeit nach den Kräften der Feuerwehr ein. „Dann hilft oft unsere Ortskenntnis, dass wir den Rettungswagen schnell zum Patienten lotsen können“, so Sebastian Hacker.

Er freut sich, dass die Gemeinde für die First-Responder-Gruppe ein neues Fahrzeug leasen will. Außerdem ist die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs vorgesehen und es wird der Neubau eines Gerätehauses für die Feuerwehr geplant. Das sei nicht in allen Gemeinden des Landkreises selbstverständlich, hat der stellvertretende Kreiswehrführer Heinz Hinzmann bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in Boltenhagen gesagt.

Die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen besteht derzeit aus 71 Mitgliedern. Davon gehören 37 zur Einsatzgruppe, 23 Mädchen und Jungen gehören zur Jugendfeuerwehr und die Ehrenabteilung hat elf Mitglieder. Zwei Mitglieder der Einsatzabteilung wurden in der eigenen Jugendfeuerwehr ausgebildet: Georg Lützner und Matthias Hackauf wurden zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernannt und dürfen sich jetzt in Lehrgängen auf Löscheinsätze vorbereiten. Außerdem ist Rabea Lieske in die Einsatzabteilung aufgenommen worden. Sie ist vor kurzem nach Boltenhagen gezogen und war vorher Mitglied einer anderen Feuerwehr.

Befördert wurden Toni Niehus und Jan Klapproth jeweils zum Hauptfeuerwehrmann sowie Jonas Wehr zum Oberlöschmeister. Sabine Gehse wurde für 30 Dienstjahre ausgezeichnet.

Malte Behnk

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