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Nordwestmecklenburg Endlich wieder mobil: Firma aus Schönberg sponsert Autolift für Jens Richter
Lokales Nordwestmecklenburg Endlich wieder mobil: Firma aus Schönberg sponsert Autolift für Jens Richter
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09:28 15.11.2019
Bauten – sehr zur Freude von Antje Richter – den Lift ein: Marco und Andreas Lau (r.) Quelle: Jana Franke
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Schönberg/Klein Siemz

Überwältigt ist Antje Richter von der Geste der Familie Lau von der Bosch Service Lau GmbH in Schönberg: Für ihren an ALS erkrankten Mann Jens Richter stiftete Geschäftsführer Andreas Lau einen Lift für das Familienauto. Ohne diesen ist ein gemeinsamer Ausflug nicht möglich, da Jens Richter nicht mehr allein einsteigen kann.

Vor vier Jahren erhielt der 50-Jährige die Diagnose amyotrophe Lateralsklerose: eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Zunächst war der Vater eines Sohnes noch arbeiten gegangen, doch mehr und mehr war er in seiner Bewegung eingeschränkt. Heute sitzt er im Rollstuhl und kann nicht einmal mehr den Kopf bewegen. Da Antje Richter arbeitet, hat sie ihren Mann auf der Intensivpflege-Wohngruppe im Hospiz in Bernstorf untergebracht. Regelmäßig fährt sie ihn besuchen – und nun sind auch wieder gemeinsame Ausfahrten möglich.

„Warum nicht helfen, wenn es einem selber gut geht“, begründet Andreas Lau sein Engagement. Jens Richter kennt der Unternehmer noch aus Kindertagen. „Seine Eltern haben in meiner Schulzeit oft auf mich aufgepasst. Weil meine Eltern noch arbeiten waren, habe ich dort Mittag bekommen und wurde am Nachmittag abgeholt“, erinnert er sich. Aus Düsseldorf holte er den Lift und baute ihn unter anderem mit seinem Sohn Marco Lau ein.

Freut sich über den Lift im Auto: der an ALS erkrankte Jens Richter. Quelle: privat

Beim Deutschen Roten Kreuz war auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Siemz/Niendorf ein Spendenkonto eingerichtet worden. Fast 12 000 Euro gingen dort ein. „Es war eine der stärksten Spendenaktionen, die wir in den vergangenen fünf Jahren begleitet haben“, sagte Ekkehard Giewald, Geschäftsführer der DRK-Kreisverbands nach der symbolischen Scheckübergabe im Oktober.

Gedacht war das Geld für die Rampe im Auto. Doch nach der großzügigen Spende der Familie Lau kann das Geld nun für andere wichtige Dinge eingesetzt werden. „Unter anderem habe ich davon bereits Monatsbeiträge für das Hospiz bezahlt“, erklärt Antje Richter dankbar.

Kurz nach dem Einbau: Antje Richter und Andreas Lau probieren die Rampe aus. Quelle: privat

Von Jana Franke

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