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Nordwestmecklenburg Grevesmühlenerin absolviert FSJ auf Intensivstation
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlenerin absolviert FSJ auf Intensivstation
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11:03 26.02.2019
Annalena Wiek, FSJ im DRK-Krankenhaus in Grevesmühlen Quelle: E-Mail-OZ-Jugend
Grevesmühlen

Seit Oktober vergangenen Jahres arbeitet Annalena Wiek im DRK Krankenhaus in Grevesmühlen. Dort absolviert die 20-Jährige ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf der Intensivstation. Ein FSJ dient zum einen der Berufsfindung und Berufsvorbereitung. Zum anderen kann man sich ausprobieren und gewinnt dadurch Lebenserfahrung. Da die Freiwilligen meist direkt von der Schule kommen, sind die Aufgaben meistens Hilfs- und Unterstützungstätigkeiten.

Die junge Frau ist froh über die Chance in einem der sensibelsten Bereiche des Krankenhauses arbeiten zu können. Ihre Arbeitsinhalte sind vielschichtig: Patienten waschen, Geräte desinfizieren, Material ausgeben, Wäsche sortieren und diverse Botengänge im Haus erledigen. Sie selbst sieht ihre Aufgabe vor allem in der Unterstützung von Schwestern und Patienten. Während ihrer täglichen Arbeit nimmt sich die Grevesmühlerin gerne auch Zeit für kurze Gespräche mit Patienten und holt auch mal eine Zeitung vom Kiosk.

Natürlich ist nicht alles immer einfach in einem Freiwilligendienst: „Man muss sich auch selbst motivieren können.“ Plötzlich 40 Stunden arbeiten, Kritik aushalten und seinen Platz im Team finden sei eine echte Herausforderung. „Es war für mich total neu, eine Hierarchie kennenzulernen. Das hat man so in der Schule nicht und man muss herausfinden wie es läuft und sich auch Zeit dafür geben“ stellt Annalena rückblickend fest. Für sie ist das FSJ wie eine Achterbahn, Höhepunkte, wenn man gelobt wird oder nette Patienten hat. Oder es „reißt einen runter“, wenn man kritisiert wird und mit schwierigen Patienten konfrontiert wird.

Durch ihr freiwilliges soziales Engagement weißt die Abiturientin jetzt was sie machen will. Sie hat sich im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege bereits beworben. Durchs Team wird sie auf ihre Ausbildung bereits vorbereitet: „Wie viel mir erklärt wurde, obwohl ich doch nur ein FSJ mache. Das war anders als ich erwartet hatte.“ Annalena ist sehr zufrieden mit ihrem Einsatzort und kann „ihr Krankenhaus“ nur wärmstens empfehlen.

Es ist fast Halbzeit für die junge, dynamische Frau und sie sagt selbst, dass die Zeit wie im Flug vergangen sei. Sie blickt optimistisch auf die zweite FSJ-Jahreshälfte und freut sich besonders auf den Kontakt mit immer wieder neuen Patienten.

So funktioniert ein FSJ

• Die DRK Soziale Freiwilligendienste M-V gGmbH (SFWD, 12 Mitarbeiter/-innen) hat in ganz M-V mehr als 150 Einsatzstellen.

• Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) werden jährlich ca. 230 Teilnehmer/innen betreut.

• Neben 440€ Taschengeld werden alle SV-Beiträge gezahlt und es gibt den gesetzlichen Urlaubsanspruch.

• Der neue FSJ-Durchgang 2018/2019 begann am 01.09., ein späterer Einstieg ist aber möglich, denn es gibt noch viele freie Stellen in ganz M-V.

• Für den FSJ-Durchgang 2019/2020 werden bereits Bewerbungen angenommen.

• Ein Freiwilligendienst ist neben dem Krankenhaus auch möglich in der Pflege, Kindergarten, Fahrdienst, Blutspende sowie in der Sachbearbeitung sozialer Einrichtungen.

• www.drk-freiwillig-mv.de / 0385-59 37 82-0 / Wismarsche Straße 298, 19055 Schwerin

Michael Prochnow

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