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Nordwestmecklenburg An Strandparkplätzen kann Gebühr per App gezahlt werden
Lokales Nordwestmecklenburg An Strandparkplätzen kann Gebühr per App gezahlt werden
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17:56 02.07.2019
Die Gemeinde Hohenkirchen hat am Parkplatz in Niendorf ein modernes Kontrollsystem mit Kameras und digitaler Bezahlmöglichkeit eingerichtet. Bürgermeister Jan van Leeuwen hofft so auf Mehreinnahmen. Quelle: Malte Behnk
Niendorf/Insel Poel

Moderne Technik hat am Strandparkplatz in Niendorf an der Wohlenberger Wiek und auch an weiteren gebührenpflichtigen Parkplätzen, vor allem in Ostseenähe, Einzug gehalten. In Niendorf hat die Gemeinde Hohenkirchen in Geräte investiert, die eine lückenlose Kontrolle der parkenden Fahrzeuge ermöglichen soll. Gästen wird außerdem die Möglichkeit geboten, ihren Parkschein bargeldlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Das System der Handy-App mobiLET sei bereits in großen Städten wie Hamburg und Lübeck verbreitet, wie Arne Longerich vom Amt Klützer Winkel erklärt.

Seit dem 1. Juli ist das neue Parksystem in Niendorf in Betrieb. An der Einfahrt zum Parkplatz weist ein Schild darauf hin, dass die Kennzeichen der einfahrenden Autos fotografiert werden. „Wer dann einen Parkschein am Automaten kauft, muss dort sein Kennzeichen eingeben. Eine Kamera an der Ausfahrt registriert dann, ob die bezahlte Parkzeit eingehalten wurde“, sagt Arne Longerich. Wurde die Parkdauer überzogen, bekommt der Fahrzeughalter ein Knöllchen zugesandt. Ansonsten werden die Aufnahmen wieder gelöscht. Allerdings kann, wer seine Parkzeit überzogen hat, auch ein zusätzliches Ticket kaufen, bevor er den Parkplatz verlässt.

Die Gemeinde Hohenkirchen hat am Parkplatz in Niendorf ein modernes Kontrollsystem mit Kameras und digitaler Bezahlmöglichkeit eingerichtet. Quelle: Malte Behnk

Nutzer der Handy-App können sogar direkt vom Strand die Parkzeit verlängern und online bezahlen. Es gelten allerdings die am Parkscheinautomaten angegebenen Zeiten und Preise. In der Regel sind die meisten Plätze von 8 bis 18 Uhr gebührenpflichtig. Das bargeldlose Bezahlverfahren funktioniert im Klützer Winkel außer in Niendorf auch an den gemeindeeigenen Parkplätzen in Boltenhagen entlang der Ostseeallee, in Zierow, in Klütz und seinen Ortsteilen sowie in Hohenkirchens weiteren Ortsteilen.

„Mich hat gestört, dass die Verkehrsüberwacher keine Zeit haben, sich um wirkliche Falschparker zu kümmern, weil sie an den gebührenpflichtigen Parkplätzen kontrollieren, ob Parkscheine gekauft wurden“, begründet Hohenkirchens Bürgermeister Jan van Leeuwen die Anschaffung, in die die Gemeinde etwa 24 000 Euro investiert hat. Es sollte aber eine Lösung ohne eine Schranke an der Parkplatzeinfahrt sein. „Die sind oft störungsanfällig und der Parkplatz könnte dann gar nicht genutzt werden“, so van Leeuwen.

Daher fiel die Wahl auf das System mit der Aufnahme der Kennzeichen. „Das habe ich an Wohnmobilstellplätzen kennengelernt“, sagt van Leeuwen. Er erhofft sich zusätzliche Einnahmen am Parkplatz in Niendorf, weil so eigentlich jeder Nutzer zahlen muss. „Wenn das funktioniert, wollen wir weitere Kameras nachrüsten.“

Das Ostseebad Insel Poel hat das sogenannte mobile Parken Mitte Mai eingeführt. „Es kann auf den gemeindeeigenen Parkplätzen an den Stränden Am Schwarzen Busch, in Hinter Wangern, Neuhof und in Timmendorf genutzt werden“, berichtet Bürgermeisterin Gabriele Richter. „In diesen anderthalb Monaten haben sich schon 175 Autofahrer die Handy-App mobiLET heruntergeladen und darüber ein Parkticket gelöst.“ Ein gutes Ergebnis, wie sie findet. Die Bürgermeisterin sieht vor allem für die Strandbesucher Vorteile: Sie müssen nicht mehr Anstehen an den Parkscheinautomaten und Kleingeld dabei haben und sie bezahlen bequem per App.

Zeit oder Personal spare die Verwaltung nicht ein, sagt die Bürgermeisterin. „Eine Erleichterung für unsere Politesse ist es auch nicht. Zur Kontrolle, ob die Parkgebühr entrichtet wurde, muss sie sehr konzentriert die Angaben in ein Handerfassungsgerät eingeben.“ Gabi Richter berichtet zudem von anfänglichen Schwierigkeiten, die allerdings auf die Software zurückzuführen sind.

Das mobile Parken über mobiLET wird laut Poels Bürgermeisterin bereits in den Orten Prerow, Ahrenshoop, Born auf dem Darß, in Lübeck und Rostock angeboten.

In Bad Doberan und Heiligendamm können Einheimische und Gäste seit diesem Jahr mit der App „Easy Park“ bezahlen. Und das wird auch am Strand gut genutzt. „Es hat sich gelohnt, dass zum Saisonstart zum Laufen zu bringen“, sagt Sandra Harder vom Ordnungsamt der Stadt. Immer mehr Menschen nutzten die bargeldlose Bezahlvariante. In Kühlungsborn kann seit Juli 2018 so bezahlt werden.

Haike Werfel und Malte Behnk

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