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Nordwestmecklenburg Geld für neues Feuerwehrgerätehaus
Lokales Nordwestmecklenburg Geld für neues Feuerwehrgerätehaus
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20:10 17.07.2018
An dieser Stelle neben der Sporthalle soll das neue Gerätehaus stehen. Erhard Huzel (M.) nimmt den Fördermittelbescheid von Innenminister Caffier (5.v.r.) im Beisein der Kameraden und Kameradinnen der Lüdersdorfer Feuerwehr und Kerstin Weiß (r.), Landrätin NWM, entgegen. Quelle: Foto: Annett Meinke
Wahrsow

Kurzärmelig, aber mit Krawatte, entstieg Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister, Lorenz Caffier (CDU), seiner dunklen Limousine in Wahrsow (Gemeinde Lüdersdorf) – in der Hand einen Förderbescheid über 290 000 Euro. Über dieses Geld freuen sich vor allen Dingen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lüdersdorf (insgesamt gehören dazu fünf Ortswehren). Das Geld soll dazu dienen, dass in Wahrsow endlich ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen kann.

Das alte Gebäude ist zu klein und in schlechtem Zustand. Nicht einmal mehr die Einsatzkleidung der Lebensretter kann dort guten Gewissens gelagert werden, weil sie aufgrund der Feuchtigkeit im Gebäude Schimmel ansetzt. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, sich dort zu duschen, bevor man nach einem oft nicht ungefährlichen, schweißtreibenden, ehrenamtlichen Einsatz nach Hause fährt. Die Kosten für das neue Gerätehaus – das direkt an der Hauptstraße in Wahrsow, neben der Sporthalle entstehen soll – belaufen sich laut bisheriger Kalkulation auf insgesamt um die eine Million Euro. Es ist jedoch schon jetzt sicher, dass der Bau mehr kosten wird. „Baukosten steigen jährlich, um fünf bis sechs Prozent“, erklärte Erhard Huzel, Bürgermeister von Lüdersdorf in seiner kleinen Ansprache vor Ort. Und Zeit geht immer ins Land, wenn es um öffentliche Bauvorhaben geht. Immer mehr Auflagen, die mit der Planung zusammenhängen einerseits, andererseits braucht es Zeit, Fördergelder vom Landkreis und Land zusammenzusammeln.

Verwaltungen, wie das Amt Schönberg, haben immer größere Mühe, den verwaltungstechnischen Aufwand, der mit Bauvorhaben in Gemeinden und Kommunen zusammenhängt, zeitnah zu bewältigen. Das sind Fakten, die dem Innenminister hinlänglich bekannt sind, wie er signalisierte. Dennoch wollte sich Caffier, mit ihm die Gemeindevertreter von Lüdersdorf, Vertreter des Amtes Schönberg, ebenso die Landrätin Nordwestmecklenburgs Kerstin Weiss (SPD), mit den Feuerwehrleuten aus Lüdersdorf an diesem Tag natürlich vor allen Dingen darüber freuen, dass der Neubau des Gerätehauses nun in greifbarere Nähe rückt. Auch wenn – aus verwaltungstechnischen Gründen – noch nicht ganz klar ist, wann denn wirklich Baubeginn sein wird. Caffier drückte seine Hoffnung aus, „dass der Rohbau noch bis Ende dieses Jahres steht.“ Der Minister nutzte die Gelegenheit dieses Ortstermines, um einmal mehr die Wichtigkeit der Feuerwehren im Land zu betonen. „Wir haben 900 Wehren in MV, circa 26 000 Feuerwehrleute, die Tag und Nacht ehrenamtlich zur Verfügung stehen und ihren Dienst an der Gemeinschaft leisten.“ Dass in die Wehren im Land investiert werden muss – und dass Gemeinden diese Aufgabe nicht alleine bewältigen können – sei klar, so Caffier. Dass es teuer wird, Geräte und Einsatzwagen zu erneuern, Gebäude zu finanzieren, machte dem Innenminister ein wenig Sorge. Allerdings, so Cafffier: „Unser Land steht mit seinen Einnahmen derzeit so gut da. Das bleibt nicht ewig so. Also müssen wir jetzt handeln.“

Annett Meinke

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