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Nordwestmecklenburg Lehrer im Ostseebad sollen Verstärkung bekommen
Lokales Nordwestmecklenburg Lehrer im Ostseebad sollen Verstärkung bekommen
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16:54 10.10.2019
Der Schulhof der Grundschule in Boltenhagen wurde grundlegend saniert. Quelle: Malte Behnk
Boltenhagen

Die Grundschule im Ostseebad Boltenhagen soll zum nächsten Schuljahr, das im Sommer 2020 beginnt, einen Schulsozialarbeiter mit 30 Arbeitsstunden pro Woche bekommen. Das haben die Gemeindevertreter beschlossen. Fördermittel für die Personalkosten werden beantragt.

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit soll durch sozialpädagogische Begleitung mit dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst gute Schulabschlüsse erwerben und die Schule ausbildungsreif verlassen.

Besonderes Augenmerk legt das Land darauf, durch Berufsorientierung die individuelle Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und so Übergänge von der Schule in die Berufsausbildung zu verbessern. Hierzu wird die Zusammenarbeit der Schulsozialarbeiter/innen mit den Unternehmen und den Organisationen der Wirtschaft intensiviert. (Sozialministerium MV)

Bisher stundenweise Angebote

Bisher hat der Sozialarbeiter des Jugendclubs schulbezogene Sozialarbeit mit sieben Wochenstunden angeboten. Doch der Jugendclub, der bisher im Hortgebäude neben der Schule untergebracht war, bekommt einen neuen Standort. Daher ist die Nähe nicht mehr gegeben. Außerdem reicht der Grundschule mit aktuell 207 Mädchen und Jungen die stundenweise Sozialarbeit nicht aus, wie Schulleiterin Dörthe Zimmermann der Gemeinde in einer Stellungnahme mitgeteilt hat.

Die Grundschule im Ostseebad Boltenhagen soll einen Schulsozialarbeiter bekommen. Quelle: Malte Behnk

Erhöhter Betreuungsbedarf

Hintergrund des Beschlusses ist der Betreuungsbedarf der Kinder in der Grundschule, den die Lehrer und auch der stundenweise eingesetzte Sozialarbeiter nicht leisten können. „Es gab im vergangenen Jahr zeitweise Personalmangel und zugleich Schüler mit erhöhtem Betreuungsbedarf“, sagte Gemeindevertreter Ekkehard Giewald (SPD), der den Sozialausschuss leitet. Dort war über die Einstellung eines Schulsozialarbeiters bereits beraten worden.

Herausforderungen werden größer

Aus Sicht der Schulleiterin stehen die Lehrer täglich vor größer werdenden Herausforderungen, den unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Kinder zu entsprechen und die Freude am Lernen wachzuhalten. „Gezielt arbeiten wir an einem verständnisvollen und wertschätzenden Umgang der Schüler miteinander“, äußert sich Dörthe Zimmermann.

„Leider können wir nicht immer allen sozialen und individuellen Problemen der Kinder gerecht werden und sowohl ihnen als auch den Eltern hilfreich zur Seite stehen. Deshalb sollte auch an unserer Grundschule die Schulsozialarbeit ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit werden“, schreibt die Schulleiterin an die Gemeinde.

Neutrale Vertrauensperson

Ihr ist wichtig, dass der Schulsozialarbeiter unabhängig von Lehrern, der Schulleitung oder der Schulbehörde arbeitet. Er oder sie sei eine neutrale Vertrauensperson für Schüler und Eltern und ein weiterer Ansprechpartner bei sozialen und individuellen Problemen. „Ein Schulsozialarbeiter kann sich Zeit nehmen, die uns im schulischen Ablauf der Unterrichtsstunden manchmal fehlt“, so Zimmermann.

Eine sozialpädagogische Ausbildung sowie entsprechende Methodenkenntnisse würden dem Sozialarbeiter eine andere Herangehensweise an Gefühle und Bedürfnisse der Kinder ermöglichen. So können Sozialtraining in Kleingruppen oder auch die themenbezogene Durchführung von Projekttagen gezielt die sozialen Kompetenzen der Kinder fördern und erweitern. „Mit der gestärkten sozialen Kompetenz steigen die Chancen auf die problemlose Bewältigung von Übergängen zwischen Kita, Grundschule und weiterführender Schule bis zu einem guten Schulabschluss“, plädierte Dörthe Zimmermann für die personelle Verstärkung in der Grundschule.

Für die Finanzierung der Stelle eines Schulsozialarbeiters hat die Gemeinde Boltenhagen Fördermittel beantragt. Bei Zustimmung durch den Landkreis kann die Gemeinde mehr als die Hälfte der Personalkosten als Förderung bekommen und müsste noch einen Eigenanteil sowie Kosten für Material tragen.

Von Malte Behnk

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