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Nordwestmecklenburg Gemeinde baut Radweg nach Groß Schwansee
Lokales Nordwestmecklenburg Gemeinde baut Radweg nach Groß Schwansee
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17:30 26.06.2019
Im Juni 2017 hatten Charlotte Marckardt, Paula Elke Rath-Arguedas und Jette Spielvogel (im Bild v.l., alle 10) bei Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick den Wunsch nach einem Radweg zwischen Groß Schwansee und Kalkhorst geäußert. Quelle: Malte Behnk
Kalkhorst

In der Gemeinde Kalkhorst können auch Kinder etwas bewegen, wenn sie sich engagieren und ihre Anliegen mutig vortragen. Das haben drei 10-jährige Mädchen aus Groß Schwansee jetzt erlebt. Sie haben mit ihrem Einsatz dafür gesorgt, dass voraussichtlich im nächsten Jahr ein Radweg zwischen Kalkhorst und Groß Schwansee gebaut wird.

Grundschüler bitten um einen Radweg

Im Juni 2017 kamen Charlotte Marckardt, Paula Elke Rath-Arguedas und Jette Spielvogel ins Büro des Bürgermeisters Dietrich Neick und äußerten einen sehnlichen Wunsch: einen Radweg von ihrem Wohnort Groß Schwansee bis zur Grundschule in Kalkhorst. Sie begründeten ihre Bitte an die Gemeinde damit, dass sie „mit dem Fahrrad auf sicherem Weg zur Schule fahren“ möchten.

Kinder, Urlauber und Autos teilen sich kleine Straße

Etwa 2,5 Kilometer liegen zwischen Kalkhorst und Groß Schwansee. Die Kreisstraße 11 verbindet beide Orte. Doch wo außer den Einwohnern auch viele Urlauber mit Autos und landwirtschaftliche Maschinen unterwegs sind, ist es für Radfahrer – speziell für Kinder – nicht ungefährlich.

  Quelle: OZ

„Ich freue mich, dass die Kinder zu mir gekommen sind“, sagte Dietrich Neick schon vor zwei Jahren und auch die Gemeindevertretung fasste noch 2017 den Beschluss, sich für den Radwegbau an der Kreisstraße einzusetzen. Erste Planungen und Kostenschätzungen mussten in Auftrag gegeben und Anträge auf Fördergelder gestellt werden. „Ich hatte auch schon länger daran gedacht, dort einen Radweg zu bauen“, sagt Neick. „Aber zwischen den Orten ist eine Kreisstraße und damit ist eigentlich der Landkreis für einen Radweg zuständig.“

Gemeinde kann Fördermittel bekommen

Nach dem Wunsch der Kinder habe die Gemeinde das Thema nun aber doch selber in die Hand genommen. Eine Vorplanung wurde gemacht. Es gab Gespräche mit den Grundstückseigentümern entlang der etwa 2,5 Kilometer langen Trasse. „Alle haben einem Kauf oder einem Tausch der Flächen zugestimmt“, freut sich Dietrich Neick. Schließlich wurde 2018 eine Anfrage an das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung geschickt, ob die Gemeinde Fördergeld für den etwa 700 000 Euro teuren Radwegbau bekommen kann.

„Wir haben die Mitteilung bekommen, dass das Projekt förderfähig ist und dass die Gemeinde 75 Prozent der Kosten als Fördermittel bekommen kann“, sagt Dietrich Neick, der die gute Nachricht auch schon den drei Schülerinnen aus Groß Schwansee mitgeteilt hat.

Kinder freuen sich über Erfolg

Die Mädchen sind voller Freude, obwohl sie nach den Sommerferien nicht mehr in die Kalkhorster Grundschule gehen werden. Sie wechseln an die Regionale Schule Klütz. „Ich finde es richtig toll, dass es geklappt hat und der Radweg gebaut wird“, sagt Charlotte Marckardt. „Es hat etwas länger gedauert, weil viele Leute gefragt werden mussten“, sieht Paula Elke Rath-Arguedas ein, dass Entscheidungen in der Politik manchmal Zeit benötigen.

Die Mädchen haben sich den Radweg auch nicht für sich alleine gewünscht. Jette Spielvogel bringt es auf den Punkt: „In Groß Schwansee gibt es viele Kinder, die jetzt erst in die Schule kommen. Mit unserer Bitte nach einem Radweg haben wir auch etwas für die anderen Kinder getan.“ Die Schülerinnen hoffen wie Bürgermeister Dietrich Neick, dass es keine Probleme bei der weiteren Planung gibt und die Fördermittel fließen. „Der Eigenanteil der Gemeinde ist sicher“, betont Neick.

Noch ein Radweg fehlt

Theoretisch könnten sich die drei Mädchen gleich auf das nächste Projekt stürzen. Für eine sichere Fahrt mit dem Rad zur künftigen Schule in Klütz fehlt ein weiteres Stück Radweg. Das Land baut ihn seit Jahren an der Landesstraße zwischen Klütz und Dassow. Allerdings fehlt noch ein Teilstück zwischen Kalkhorst und Hohen Schönberg. Es kann bislang nicht gebaut werden, weil eine Einigung mit einem Grundstückseigner nicht zustande kommt.

Malte Behnk

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