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Nordwestmecklenburg Gemeinden fürchten hohe Amtsumlage
Lokales Nordwestmecklenburg Gemeinden fürchten hohe Amtsumlage
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20:10 28.06.2018
Neues Personal für die Verwaltung – aufgrund dieser Aufstockung könnten auf die Gemeinden im Amtsbereich erhebliche Mehrkosten zukommen. Quelle: Fotos: Dpa, Anne Kubik
Klütz

Auf die sechs Gemeinden im Amtsbereich Klützer Winkel könnten in den nächsten Jahren erhebliche Kosten aufgrund einer steigenden Amtsumlage zukommen. Das zeigte sich, als im Amtsausschuss über zusätzliches Personal für die Verwaltung diskutiert wurde. Neue Mitarbeiter sollen helfen, die Jahresabschlüsse der Gemeinden fertigzustellen. „Wenn ich das richtig sehe, kommen wir von bisher 31 auf 41 Mitarbeiter“, sagte Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick, der von 2005 bis 2014 mit einer kleinen Unterbrechung Amtsvorsteher war. „Wir hätten dann eine Amtsumlage von 25 Prozent. Das wären in Kalkhorst 220 Euro pro Einwohner“, so Neick, der nicht davon überzeugt ist, dass die Amtsverwaltung mehr Personal benötigt.

Zusätzliches Personal in Verwaltung könnte teuer für Kommunen im Klützer Winkel werden.

Für die Kommunen werde eine Erhöhung der Amtsumlage von 17 auf 25 Prozent ein deutlicher Sprung sein, sagte er voraus: „Im Grunde ist die Umlage jetzt nur so gering, weil für eine Absenkung 400

000 Euro aus den Rücklagen genommen wurden“. Im Dezember beschloss der Amtsausschuss eine Absenkung der Umlage von 20,6 auf 17 Prozent. Hintergrund für den zusätzlichen Personalbedarf ist noch immer die Umstellung der Haushaltsführung in den Kommunen. Durch die Neufassung ist die Bearbeitung der Jahresabschlüsse der einzelnen Gemeinden in Verzug geraten. Derzeit werden die Abschlüsse für die Jahre 2014 und 2015 bearbeitet. Aus Sicht der Verwaltung sollten 5,5 Stellen mit zusätzlichen Mitarbeitern besetzt werden. Erst Anfang Mai hatte der Amtsausschuss beschlossen, drei Mitarbeiter befristet für sechs Monate einzustellen. Der zusätzliche Mehrbedarf soll sich aber in den nächsten Jahren wieder regulieren, weil von 2019 bis 2022 insgesamt sieben Mitarbeiter der Verwaltung altersbedingt ausscheiden.

„Wie wird denn sichergestellt, dass wir jetzt Leute einstellen, die es auch in den paar Jahren schaffen, den Rückstau abzubauen“, fragte der Klützer Jens Nevermann im Amtsausschuss. „Ich kann nicht garantieren, dass wir zum Beispiel zum 1. September solche Fachleute bekommen“, so Amtsvorsteher Gerhard Rappen. Aber die Aufstockung des Personals sei der schnellste Weg, den Beschluss des Amtsausschusses zur Abarbeitung der Jahresabschlüsse umzusetzen. Dietrich Neick hatte weitere Kritikpunkte. „Wo sollen die zusätzlichen Mitarbeiter sitzen? Es ist jetzt schon voll in der Verwaltung“, sagte er: „Ich denke, das zieht Kosten nach sich, denen die Gemeinde Kalkhorst nicht zustimmen kann.“ Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg sagte: „Ich kann die Kalkhorster Bedenken verstehen. Ich würde auch nur zustimmen, weil sich das Personal aus Altersgründen wieder verringert.“ Der Klützer Bürgermeister Guntram Jung gab zu bedenken: „Das größte Problem für Klütz ist, dass wir den Haushalt nicht rund haben. Wir laufen den Jahresabschlüssen hinterher, wissen eigentlich nicht, was wir mit dem wenigen Geld machen können.“ Hohenkirchens Bürgermeister Jan van Leeuwen hatte eine klare Forderung an die Verwaltung: „Wenn wir jetzt Personal einstellen, müssen wir feste Termine setzen, wann was fertig sein muss.“ Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Amtsausschuss, dass zusätzliches Personal fürs Amt eingestellt werden soll.

Malte Behnk

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