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Nordwestmecklenburg Gemeinden zahlen mehr für Verwaltungsarbeit
Lokales Nordwestmecklenburg Gemeinden zahlen mehr für Verwaltungsarbeit
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15:14 11.12.2018
Die Arbeit in der Amtsverwaltung in Klütz wird hauptsächlich über die Amtsumlage – Zahlungen der Gemeinden – finanziert. Diese Umlage wird 2019 erhöht. Quelle: MALTE BEHNK
Klütz

Die Amtsumlage für die Gemeinden im Klützer Winkel wird wieder steigen. Im Amtsausschuss wurde eine Erhöhung von 17 auf 19 Prozent der Umlage beschlossen. Das bedeutet, dass die Gemeinden 2019 mehr Geld für die Arbeit in der Amtsverwaltung zahlen müssen.

Es wäre möglich gewesen, die Amtsumlage bei 17 Prozent zu belassen, da es noch Rücklagen im Amtshaushalt gibt, die auch bei einer Erhöhung auf 19 Prozent genutzt werden. Diese Rücklagen werden im nächsten Jahr aber aufgebraucht, wodurch die Amtsumlage wieder bei 23 oder auch 24 Prozent landen wird, prognostizierte Katrin Vullert, Fachbereichsleiterin Finanzen. „Daher wurde sich in der Bürgermeisterberatung vor dem Amtsausschuss auf eine Anhebung auf 19 Prozent geeinigt, damit der Sprung bei der nächsten Erhöhung nicht zu drastisch wird“, erklärte Katrin Vullert. So würden noch knapp 500 000 Euro zur Verfügung stehen.

Hans-Otto Schmiedeberg (CDU) aus Boltenhagen hatte den Antrag gestellt, die Umlage nur auf 18 Prozent zu erhöhen. Die Mehrheit der Amtsausschussmitglieder stimmte aber dagegen.

Die Gemeinde Boltenhagen zahlt im nächsten Jahr 550 949,45 Euro Amtsumlage. Das sind 127 478,64 Euro mehr als 2018. Pro Einwohner zahlt das Ostseebad 222,34 Euro. Die zweithöchste Summe zahlt die Stadt Klütz mit 545 684,36 Euro im nächsten Jahr – eine Steigerung von 52 620,94 Euro. Pro Einwohner zahlt die Stadt 174,17 Euro. Die Amtsumlage für die Gemeinde Kalkhorst wird im nächsten Jahr 288 023,05 Euro betragen, 164,96 Euro pro Einwohner. Kalkhorst zahlt 37 406 Euro mehr als 2018. Damshagen wird im nächsten Jahr 224 502,81 Euro zahlen, 30 924,63 Euro mehr als 2018. Pro Einwohner zahlt Damshagen dann 172,56 Euro. Für Hohenkirchen steigt die Amtsumlage um 22 645,83 Euro auf 221 330,75 Euro. Das sind dann 170,39 Euro pro Einwohner. Mit 138 530,83 Euro zahlt die Gemeinde Zierow 2019 die geringste Amtsumlage. Sie steigt um 18 150,41 Euro und liegt 2019 bei 175,58 Euro pro Einwohner.

Das zahlen die Gemeinden pro Einwohner

Amtsumlage 2019 pro Einwohner:

Boltenhagen (2478 Einwohner): 222,34 Euro

Klütz (3133 Einwohner): 174,17 Euro

Kalkhorst (1746 Einwohner): 164,96 Euro

Damshagen (1301 Einwohner): 172,56 Euro

Hohenkirchen (1299 Einwohner): 170, 39 Euro

Zierow (789 Einwohner): 175,58 Euro

Katrin Vullert erklärte, dass die Gemeinden nicht nur aufgrund des höheren Prozentsatzes Prozentsatzes mehr Amtsumlage zahlen. „Es liegt auch an Tarif- und Gehaltsklassenanpassungen“, sagte sie. Die Verwaltung muss also höhere Löhne zahlen.

Um Gehälter ging es auch in einem Hinweis von Amtsvorsteher Gerhard Rappen. Er erklärte, dass die Verwaltung eine Beamtenstelle weiter führen wolle, obwohl der Beamte jetzt ausscheidet. „Diese Stelle könnte auch mit einem Angestellten besetzt werden“, sagte Rappen. Dafür müsse das Amt aber zehn Jahre Strafzahlungen leisten. „Es gebe bei Bedarf aber die Möglichkeit, jemanden mit Beamtenstatus einzustellen“, sagte der Amtsvorsteher.

Hohenkirchen Bürgermeister Jan van Leeuwen (CDU) stellte den Antrag, diese Beamtenstelle zu streichen. „Wir haben derzeit fünf Beamte und wollen eigentlich zu drei Stellen“, argumentierte er, dass der Amtsausschuss entschieden hatte, die Stellen von Beamten so weit wie möglich zu reduzieren. Mit acht Ja- und fünf Nein-Stimmen wurde dem Antrag zugestimmt.

Allerdings entschieden sich die Ausschussmitglieder dafür, zum 1. August einen zweiten Auszubildenden in der Verwaltung einzustellen. Die zusätzlichen Personalkosten wollen die Gemeinden leisten, um Fachpersonal auszubilden.

Malte Behnk

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