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Nordwestmecklenburg Freude über Gerichtsentscheidung für Party
Lokales Nordwestmecklenburg Freude über Gerichtsentscheidung für Party
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16:46 01.08.2019
Feuerwerk beim Seebrückenfest in Boltenhagen Quelle: Maik Freitag
Boltenhagen

Das Seebrückenfest im Ostseebad Boltenhagen darf stattfinden, obwohl Anwohner es verhindern oder zumindest einschränken lassen wollten. Das Verwaltungsgericht in Schwerin hat einen Antrag von Anwohnern abgewiesen.

Das traditionelle Seebrückenfest in Boltenhagen ist jedes Jahr die größte Veranstaltung der Kurverwaltung. Bis zum 4. August wird in diesem Jahr gefeiert. Stars wie Michael Schulte, der die Konzertreihe am Donnerstag eröffnete und die Band „Hot Chocolate“ treten an den Festtagen auf.

Anwohner hatten jetzt einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Schwerin eingereicht, den die Richter am 31. Juli, einen Tag vor Beginn des Festes, abgewiesen haben.

„Wir freuen uns, dass das Verwaltungsgericht so entschieden hat und unsere Anmeldung der Veranstaltung bestätigt wurde“, sagt Boltenhagens Kurdirektorin Claudia Hörl. Trotzdem gebe es nach wie vor Auflagen zur Lautstärke. „Wir haben dafür technische Vorkehrungen getroffen. Ein Sachverständiger wird die Technik auf die Vorgaben zur Lautstärke einrichten und auch verplomben, so dass nichts verändert werden kann. Außerdem machen wir die vorgegebenen Lärmmessungen“, sagt Hörl.

Bereits 2016 hatte es ein Verfahren beim Verwaltungsgericht in Schwerin gegen die Veranstaltungen im Kurpark gegeben. Darauf hatte die Kurverwaltung reagiert und das Veranstaltungsangebot auf der Bühne im Kurpark so verändert, dass es den vorgegebenen Lautstärkewerten entspricht. Dennoch dürfen zehn Großveranstaltungen stattfinden, die über die Werte hinausgehen.

Die Richter im Verwaltungsgericht begründeten ihre aktuelle Entscheidung damit, dass sich der Eilantrag gegen eine Auflage des Amtes Klützer Winkel richtete, in der die Veranstalter des Seebrückenfestes verpflichtet wurden, bis 23 Uhr an drei Messstellen die Lautstärke von Musik und Partygeräuschen zu messen.

Betroffene Anwohner könnten sich „nicht gegen die Festsetzung von Auflagen wehren, die letztlich zu ihrem Schutz vor Lärmimmissionen ergangen sind“, begründen die Richter weiter.

Die Richter bestätigen außerdem, dass als Ausnahme zur Regel an zehn Tagen Veranstaltungen im Kurpark stattfinden dürfen, die auch nach 22 Uhr einen vorgegebenen Lautstärkepegel für eine Stunde überschreiten.

Mit den beim Seebrückenfest stattfindenden vier Ereignissen habe die Kurverwaltung für den Kurpark die Möglichkeiten für das Jahr 2019 noch nicht ausgeschöpft, beurteilen die Richter. Ihre Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Antragsteller können noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Bewohner des Ostseebads, Urlauber und Besucher aus der Umgebung, die zum Seebrückenfest kommen wollen, zeigen sich auf der Facebook-Seite der Ostseezeitung-Grevesmühlen erleichtert über die Entscheidung der Richter, aber auch verärgert über den Antrag von Anwohnern.

Birgit Borchardt schreibt dort, „scheinbar drehen die alle schon am Rad“.

Maren Leßmann schreibt: „Ich denke, dass ist nur einer in Boltenhagen, der Theater macht.“

„... ohne Worte ... armselig ... top, dass es stattfindet ... viel Spaß allen, die daran teilnehmen..“, äußert sich Irena Wichert.

Martina Tine Warncke erklärt mit Bezug aufs Seebrückenfest: „Das gehört einfach dazu zu Boltenhagen.“

Doreen Hofmann-Betker schreibt: „Also wenn manche keine Langeweile haben. Da kann man doch nur mit dem Kopf schütteln. Sollen die doch auf ein Dorf ziehen, wo nur ein bis zwei Häuser stehen. Da ist kein Lärm. Oder viell. stört die dann ein Vogel, der zwitschert oder’n Hahn kräht“

Dana Becker kommentiert: „Es ist nicht nachvollziehbar ... Ich freu’ mich aufs Fest, endlich mal wieder Leben im Ort!“

Malte Behnk

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