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Nordwestmecklenburg Geschafft: Julian und Cooper bleiben zusammen
Lokales Nordwestmecklenburg Geschafft: Julian und Cooper bleiben zusammen
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21:59 25.08.2018
Julian und „Cooper“ bei den ersten Begegnungen vor einigen Monaten. Inzwischen ist das Geld für die Ausbildung des Therapiehundes, immerhin bis zu 30 000 Euro, zusammengekommen. Quelle: Fotos: Privat (2), M. Prochnow
Wölschendorf

 Julian kann sich kaum bewegen, eine Muskelschwäche fesselt ihn an den Rollstuhl. Die Familie stammt ursprünglich aus Schwerin, seit einigen Jahren leben die Drei in einem sanierten Bauernhaus in Wölschendorf.

Dank Spenden: Der 13-jährige Junge bekommt seinen Therapiehund.

Ein wunderschönes Grundstück umgibt das Gebäude, Julians Zuhause strahlt Gemütlichkeit aus. „Cooper“ bringt ein weiteres Stück Lebensqualität in den Alltag des Jungen, der tagsüber in einer besonderen Schule in Schwerin betreut wird. Der erste Kontakt mit dem Labrador der vom Verein Rehahunde Deutschland aus Cammin ausgebildet wird, hatte gezeigt, welche positive Wirkung das Tier auf den Jungen hat. „Er wurde merklich ruhiger, es war schön zu sehen, wie gut er Julian tut“, sagte die Mutter nach der ersten Begegnung. Doch die Ausbildung eines Therapiehundes ist teuer, bis zu 30. 000 Euro kostet sie. Einen Teil davon haben Taraskes aus eigener Tasche bezahlt, doch den Großteil der Summe haben Spender zur Verfügung gestellt.

Der Aufruf in der Zeitung Anfang Juli brachte schließlich den fehlenden Betrag zusammen. Inzwischen hat „Cooper“ mit dem Training begonnen, er hat in den vergangenen Tagen Grundbefehle erlernt. Dabei müssen die Tiere lernen, auch in einer lauten Umgebung zu funktionieren. Hinzu kommt Training in Sachen Apportieren, und er muss in der Lage sein, Julian bei einfachen Handlungen zu helfen. So sollen die Therapiehunde zum Beispiel auch helfen, durch Ziehen Socken oder Hose auszuziehen und gefallene Gegenstände zurück zu bringen.

Ebenfalls auf dem Plan für „Cooper“ steht eine umfassende medizinische Untersuchung, da für Therapiehunde sehr hohe Anforderungen gelten. Unklar ist derzeit noch, wann „Cooper“ endgültig bei Julian und seiner Familie in Wölschendorf einziehen kann. Denn der Trainingsplan hängt unter anderem von den Fortschritten ab, die der Hund während der Ausbildung macht. Wie Katrin Taraske berichtet, könnte „Cooper“ Ende September beziehungsweise im Oktober soweit sein.

Vorbereitet ist jedenfalls alles für die Ankunft des neuen Familienmitgliedes in Wölschendorf. Körbchen, Fressnapf und Spielzeug liegen seit Monaten bereit. Es fehlt nur noch „Cooper“, der Julian die nächsten Jahre rund um die Uhr begleiten wird.

Michael Prochnow

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