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Nordwestmecklenburg Kita-Beiträge: Neue Regelung ab 1. Januar
Lokales Nordwestmecklenburg Kita-Beiträge: Neue Regelung ab 1. Januar
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09:38 19.12.2018
Kinderbetreuung in der einer öffentliche Einrichtung, ab 2019 übernimmt das Land die Kosten für ein Geschwisterkind. Quelle: dpa
Grevesmühlen

Vor wenigen Tagen hat der Landtag einen wegweisenden Beschluss gefasst, der für Eltern, deren Kinder in einer Kita oder einem Hort betreut werden, eine erhebliche Entlastung bedeutet. Demnach müssen Eltern, die mehr als ein Kind in der Tagesbetreuung haben, von Januar an nur noch für das älteste Kind Beiträge zahlen. Rund 30 Millionen Euro wird das Land so übernehmen. Soweit die gute Nachricht. Kompliziert wird es vor allem für die Träger der Einrichtungen. „In Vorbereitung auf die Einführung der Beitragsfreiheit ab dem zweiten Kind in der Kindertagesbetreuung wurden den Trägern und Tagespflegepersonen bereits Erhebungsbögen zur Verfügung gestellt, um die Geschwisterkinder im Landkreis Nordwestmecklenburg zu erfassen“, teilt Kreissprecherin Petra Rappen aus Anfrage mit. Inzwischen sei der Rücklauf der Umfrage durchaus beachtlich, doch längst nicht alle Eltern beziehungsweise Träger haben die entsprechenden Bögen ausgefüllt. Die gibt es übrigens auf der Internetseite des Landkreises im Bereich Fachdienst Jugend.

Und einige Fragen sind auch noch unbeantwortet. Wie beispielsweise: Was ist mit den sogenannten Patchwork-Familien? Ab wann ist ein Geschwisterkind ein Geschwisterkind? Und bei allem guten Willen, den die Landesregierung bei der Übernahme der Kosten gezeigt hat: Wie entwickeln sich die Kosten für die einzelnen Plätze in den nächsten Monaten? Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen den Trägern, dem Landkreis und dem Land.

Lars Prahler, 46, Bürgermeister von Grevesmühlen Quelle: Michael Prochnow

Wie Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (parteilos) betont, habe die Stadt Grevesmühlen als Träger einer Kita und eines Horts die Informationen an den Landkreis gegeben, welche Eltern betroffen sein könnten von dem neuen Gesetz. Zur Kostenentwicklung erklärt Grevesmühlens Bürgermeister, dass derzeit keine neuen Entgelte verhandelt würden. „Das wird wohl erst 2019 ein Thema.“ Doch andere Träger schauen nicht so optimistisch in die Zukunft. Öffentlich mag niemand über das Thema sprechen. Doch nach OZ-Informationen dürften die Platzkosten vor allem im Krippen- und Kitabereich teilweise deutlich steigen. Was die Eltern allerdings weiter für alle Kinder bezahlen müssen, ist die Verpflegung in den Einrichtungen. „Diese Beitragsfreiheit bezieht sich ausschließlich auf den Elternbeitrag ohne Verpflegungskosten“, teilt der Landkreis mit. „Das bedeutet, dass nach Abzug aller vorrangigen Leistungen der bereinigte Elternbeitrag vom Land Mecklenburg-Vorpommern übernommen wird. Diese Landesmittel werden über den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe an die Träger der Einrichtungen und Tagespflegepersonen weitergeleitet.“

Ob das zum 1. Januar kommenden Jahres alles glatt über die Bühne gehen wird, darüber gibt es noch keine konkrete Aussage. Der Landkreis, so heißt es weiter, sei bemüht, sofort nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung die Umsetzung zu gewährleisten. Auch in Sachen Platzkosten gibt man sich im Fachdienst Jugen zurückhaltend. „Die Entwicklung der Entgelte bleibt abzuwarten.“

Michael Prochnow

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