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Nordwestmecklenburg Gewerbesteuerrekord macht’s möglich: Dassow schont Bürger
Lokales Nordwestmecklenburg Gewerbesteuerrekord macht’s möglich: Dassow schont Bürger
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22:48 21.03.2018
Dassow

Die Wirtschaft in Deutschland brummt. Davon profitiert auch die Stadt Dassow, die Anfang der 90er Jahre eines der ersten Gewerbegebiete in Nordwestmecklenburg erschloss. Sie kann 2018 mit über 3,3 Millionen Euro Gewerbesteuer rechnen – so viel wie nie zuvor. Davon wiederum profitieren diejenigen, die in Dassow und den Ortsteilen der Stadt ein Grundstück besitzen, das entweder bebaut ist oder landwirtschaftlich genutzt wird. Sie bleiben von der Grundsteuererhöhung, die das Amt Schönberger Land für 2018 vorschlug, verschont. So haben es die Stadtvertreter am Dienstagabend entschieden.

Gegen eine Erhöhung der prozentualen Sätze für die Grund- und Gewerbesteuern plädierten Stefan Westphal für die Wählergemeinschaft Ostseestrand (WGO), Gerd Matzke für die SPD-Fraktion und Dirk Tiemann für die CDU-Fraktion. Stefan Westphal erklärte, für eine Erhöhung gebe es keine Notwendigkeit. Ein weiteres Argument, das der Stadtvertreter aus den Reihen der WGO und Gerd Matzke an dem Abend vorbrachten: Dassow soll nicht dazu beitragen, dass die durchschnittlichen Gewerbesteuersätze in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter steigern. Zudem hätten die Steuerzahler in der Stadt und ihren Ortsteilen, so Gerd Matzke, einen erheblichen Anteil an der guten finanziellen Situation von Dassow.

Die Finanzlage ist in der 4100 Einwohner zählenden Stadt so gut wie in wenigen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Grund: Auf Rekordniveau ist in Dassow nicht nur die Gewerbesteuereinnahme, sondern auch die Summe, die die Stadt 2018 aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer bekommen wird. Das Amt konnte in den einstimmig beschlossenen Haushalt 225600 Euro einstellen. 2017 war es mit 98300 Euro nicht einmal die Hälfte. Noch mehr Geld wird der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in die Kasse spülen. Hier rechnet die Verwaltung in diesem Jahr mit 1227600 Euro. Der Haushalt 2017 sah fast 100000 Euro weniger vor.

Ein Haushaltssicherungskonzept mussten die Dassower Stadtvertreter nun nicht mehr beschließen. Der Grund: Die Bilanz ist ausgeglichen. Und das wird sich, wenn die Steuern weiter so fließen, in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Somit ist in der Erläuterung des Dassower Haushaltes ein Satz zu lesen, der im Mecklenburg-Vorpommern selten ist: „Die Gemeinde weist eine gesicherte dauernde Leistungsfähigkeit auf.“

Freiwillige Leistungen zu streichen, war am Dienstagabend in Dassow kein Thema. Sie sind für die Stadt derzeit ebenso wenig ein Problem wie die Investitionen, die sie in diesem Jahr in Angriff nimmt oder abschließt – den Bau einer Kita beispielsweise, die voraussichtlich Anfang April eröffnen wird.

Jürgen Lenz

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