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Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Nur jeder zweite Händler in der Innenstadt hat eine Internetseite
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Nur jeder zweite Händler in der Innenstadt hat eine Internetseite
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09:33 11.07.2019
Seit dem Frühjahr 2019 gibt es das kostenlose W-LAN in Grevesmühlens Innenstadt. Quelle: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Die Zahl lässt aufhorchen: 104 Händler und Unternehmer gibt es in der Innenstadt von Grevesmühlen, gerade einmal 57 davon sind im Internet zu finden. Und nur ein Bruchteil davon gibt den Kunden die Möglichkeit, online etwas zu bestellen. Wieso haben in Grevesmühlen, einer Stadt die vom Kleingewerbe lebt, nur knapp die Hälfte der Firmen einen Internetauftritt?

Gabriele Wulff (50), Geschäftsinhaberin von „Jolis Cadeaux - Schöne Geschenke“ in der Wismarschen Straße nennt ganz pragmatische Gründe. „Das ist einfach zu umfangreich“, sagt die Unternehmerin. Für sie wäre die Reklamationsrate zu hoch, denn wenn die Kunden alles bestellen können und es nach kurzer Zeit wieder zurückschicken würden, dann wäre dies einfach vom logistischen Aufwand her nicht wirklich tragbar. Auch die Größe ihres Ladens war für die Entscheidung ausschlaggebend. „Alle Produkte aufzulisten ist einfach nicht möglich.“

Händlerin Gabriele Wulf aus der Wismarschen Straße Quelle: Moritz Kötzing

Ähnlich argumentiert auch Udo Meier (57), der ein Fotogeschäft in der

Grevesmühlener Innenstadt betreibt. Er besitzt zwar eine Website, jedoch wird diese vor allem zu Ausstellungs- und Werbezwecken genutzt. In den sozialen Netzwerken betreibt Udo Meier die Onlineseite „Mein Grevesmühlen“. Für ihn, so betont er, seien diese Aktivitäten wichtig für die Kundenpflege. Allerdings, so merkt er an, seien seine Dienstleistungen nicht mit den Dimensionen von anderen, weitaus größeren Anbietern vergleichbar. Der Verkauf finde bei ihm genauso wie bei Gabriele Wulff im Laden statt. Das “Persönliche und nicht das Digitale” seien hier von Bedeutung.

Udo Meier, Fotograf und Betreiber von Internetseiten Quelle: moritz

Das gilt auch in der Stadtapotheke, die sich unmittelbar gegenüber von Udo Meiers Fotogeschäft befindet. Apothekerin Rosemarie Franke (61), Inhaber ist ihr Sohn Stephan Holm-Bertelsen, erklärt, dass es zwar möglich sei, Produkte auch auf der Internetseite zu bestellen, abholen müssten die Kunden sie allerdings selbst in der Apotheke. Ideen, um den Service per Internet, zu erweitern, gebe es viele. „Diese Onlinesparte der Apotheke befindet sich noch in ihren Anfängen“, so Rosemarie Franke. Denn um den Service zu erweitern, müssten auch die Ärzte und Mediziner ihre Arbeit anpassen, um beispielsweise Rezepte online zu verschicken.

Rosemarie Franke, Stadtapotheke Quelle: moritz

Moritz Kötzing

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