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Nordwestmecklenburg Grevesmühlen ist Kommune des Jahres
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen ist Kommune des Jahres
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22:25 24.11.2017
Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (M.) und Manuel Krastel (l.), Vorstandschef der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, haben den Preis vom Geschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes Michael Ermrich entgegengenommen. Quelle: Photothek
Grevesmühlen/Potsdam

Ausgelobt war der Preis vom Ostdeutschen Sparkassenverband. Nominiert wurde Grevesmühlen von der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest. In der brandenburgischem Landeshauptstadt setzte sich Grevesmühlen letztlich gegen das Ostseebad Binz auf Rügen durch. Sehr zur Freude von Prahler: „Dieser Preis ist eine Anerkennung für die langfristige Zusammenarbeit vieler Akteure in der Stadt und präsentiert uns auch überregional“, betont der Bürgermeister.

Noch ein Geschenk

Die Stadt Grevesmühlen hat für Aufgaben in der Jugendarbeit eine Spende in Höhe von 270 Euro erhalten. Das Geld stammt von den Einnahmen der Nachtschicht. Der Tanzabend war Bestandteil der Kulturnacht Ende Oktober.

Eine Jury, bestehend aus Geschäftsführern der Städte- und Gemeindetage, hatte über die Auszeichnung entschieden. Grevesmühlen konnte dabei allen voran mit dem Thema Nachhaltigkeit punkten. In der nordwestmecklenburgischen Stadt „findet die Energiewende konkret statt“, wie Lars Prahler in seiner Kurzpräsentation betonte. Dazu trägt seit Jahren auch der Verein „Stadt ohne Watt“ bei, für den Jürgen Ditz – von 2001 bis 2016 selbst Bürgermeister – als Vorsitzender mit nach Potsdam reiste. In den zurückliegenden Jahren konnte in Grevesmühlen mit Hilfe des Vereins unter anderem das erste Klärwerk Deutschlands in Betrieb genommen werden, das mehr Strom erzeugt, als es verbraucht. Hinzu kommen eine Biogasanlage, die mehr als 5000 Haushalte mit Strom oder Wärme versorgt sowie Photovoltaikflächen, die Energie für zwei Schulen und die Mehrzweckhalle im Ploggenseering erzeugt. Mit den vielen Projekten, die der Verein mitinitiiert, würden nicht nur fossile Brennstoffe eingespart, sondern auch Arbeitsplätze generiert, betont Jürgen Ditz.

„Wir investieren in Nachhaltigkeit. Das prägt unsere Stadt und die nachfolgenden Generationen“, erklärt Lars Prahler. Vor zwei Jahren war Grevesmühlen für diese Arbeit bereits als Energie-Kommune ausgezeichnet worden. Und die nächsten Großprojekte stehen an. So soll das geplante Wohngebiet West I ausschließlich mit regenerativen Energien beheizt werden. Die Stadt nimmt in der Energiewende eine Art Pionierrolle ein.

Die Entwicklung dorthin hat Grevesmühlen bereits vor Jahren auf den Weg gebracht. Deshalb betont der Bürgermeister: „Ich habe den Preis entgegengenommen. Doch mein herzlicher Dank gilt allen Mitstreitern der vergangenen Jahre, die das möglich gemacht haben.“ Dazu würden die Mitglieder von „Stadt ohne Watt“ und die Stadtvertreter gehören. Und selbstverständlich auch Jürgen Ditz.

Grevesmühlen ist derweil nicht die erste Gemeinde aus Nordwestmecklenburg, die vom Ostdeutschen Sparkassenverband als „Kommune des Jahres“ ausgezeichnet worden ist. „Poel, Wismar oder Dechow. Aber auch Unternehmen aus dem Kreis wurden schon ausgezeichnet“, erklärte Manuel Krastel, Vorstandschef der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, der ebenfalls in Potsdam dabei war. Er ist hocherfreut, dass der Preis nun wieder in der Region ist. „Er bezieht eine ganze Stadt mit ein. Daher ist es super, dass Grevesmühlen berücksichtigt wurde. Ein verdienter Gewinner“, so Krastel.

Imagefilm Grevesmühlen als Kommune des Jahres: www.youtube.com/watch?v=fDHo19ihwMA

 Daniel Heidmann