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17:59 25.10.2019
Prof. Dr. Matthias Wißotzki von der Hochschule Wismar hielt einen Vortrag zum Thema Digitalisierung. Quelle: Dirk Hoffmann
Grevesmühlen

„Schon seit 25 Jahren sind wir auf dem digitalen Weg“, erklärte Thomas Köhler, einer von zwei Geschäftsführern des Firmenverbundes Objekteinrichtung Hengelhaupt & Greve Innenausbau, beim in diesem Unternehmen am Freitag stattgefundenen Unternehmerfrühstück. Begonnen hatte damals alles mit der ersten CNC-Maschine, wie er den Anwesenden dieser von der Stadt Grevesmühlen und dem Unternehmerverband Mecklenburg-Schwerin/Nordwestmecklenburg organisierten Veranstaltung erklärte.

An der Digitalisierung kommt heute kaum noch jemand vorbei. Das wurde im Verlaufe des Unternehmerfrühstücks, wo dieses Thema im Mittelpunkt stand, schnell deutlich. Mit der notwendigen Technologie könne man vorhandene Ressourcen besser bündeln, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Lebensqualität verbessern, wie Prof. Dr. Matthias Wißotzki von der Hochschule Wismar in seinem Vortrag herausstellte. Zuerst müsse man aber die Bedarfe sammeln und könne dann nach Lösungen suchen. Dabei stellt sich bald die Frage, ob die notwendige Infrastruktur vorhanden ist, um das jeweilige Problem zu lösen, so Wißotzki weiter. Dazu gehört natürlich auch die Hardware, was alles mit Kosten verbunden ist. Zur Entwicklung eines Geschäftsmodells müsse laut Wißotzki auch die Finanzierung berücksichtigt werden, um am Ende zum Ziel zu gelangen.

Digitalisierung ist mehr als Breitband“, sagte Bürgermeister Lars Prahler. Auch wollte er diesen Begriff nicht auf die Verwaltung begrenzt wissen. Denn es geht um die digitale Stadt Grevesmühlen, was nach Darstellung des Stadtoberhauptes kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit sei. Grevesmühlen steht dabei nicht am Anfang, hat einen Masterplan entwickelt und schon seit Mai 2017 trifft sich regelmäßig eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema digitale Stadt befasst. Außerdem habe man mit Steffen Weihe einen Digitalisierungsbeauftragten, und es gebe seit April diesen Jahres dank der Stadtwerke in der Innenstadt kostenloses WLAN.

All das soll aber erst der Anfang sein, wie Prahler betonte. So ist Grevesmühlen dabei, ein Stadtportal aufzubauen, das mit umfassenden Angeboten gefüllt werden könne. Denkbar seien zum Beispiel Onlineportale im Handwerksbereich, für Stellenanzeigen und Dienstleistungen ebenso wie für den Bereich Gesundheit. Würden Ärzte hier digital ihre Sprechzeiten anbieten, dann ließen sich auch Wartezeiten reduzieren, so Prahler. Ebenso wäre die Parkplatzsuche mit einem Onlineportal einfacher. Und warum sollte Grevesmühlen nicht auch ein Vorreiter beim autonomen Fahren werden, führte Prahler weiter aus.

Mit Leben erfüllt werden können diese Ideen und weitere Zukunftsvisionen sicher dadurch, dass Grevesmühlen in diesem Jahr als eine von 13 Städten bundesweit den Zuschlag bei der Projektvergabe „Smart Cities“ bekommen hat. Damit verbunden ist eine Förderung in Höhe von 750 000 Euro, die eine Art Anschubfinanzierung darstellt. Noch aber wartet Grevesmühlen auf die Fördermittel, so das Stadtoberhaupt.

„Das Thema ist brandaktuell. Täglich laufen viele Prozesse digital“, so Thomas Köhler. Veranstaltungen dazu hält er auch deshalb für wichtig, wie er am Rande gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG erklärte. In seiner Rede vor den anderen Firmenvertretern hatte der Geschäftsführer des Firmenverbundes Objekteinrichtung Hengelhaupt & Greve Innenausbaus etwas zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens gesagt. 67 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, die Aufträge auf nationalem ebenso wie auf internationalem Gebiet abzuarbeiten. So sind sie nach Aussage von Köhler mittlerweile auf vier Kontinenten und in 18 Ländern unterwegs, um zum Beispiel Büros, Zahnarztpraxen, Shops in Kantinen von Firmen oder Museenauszustatten. Und zu den größten Aufträgen gehörte 2019 die Ausstattung von 240 Zimmern für ein Hotel im dänischen Legoland Billund.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher des Unternehmerfrühstücks die Möglichkeit, an einem Rundgang durch den Firmenverbund Objekteinrichtung Hengelhaupt & Greve Innenausbau teilzunehmen. Geleitet wurden diese Führungen durch die Geschäftsführer Thomas Köhler und Ingo Slomski.

Von Dirk Hoffmann

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