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Nordwestmecklenburg Grevesmühlen wird zu „Monster-City“
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen wird zu „Monster-City“
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16:56 31.10.2019
Der Marktplatz in Grevesmühlen war gut gefüllt. Die Knirpse der Kita „Am Lustgarten“ eröffneten das Bühnenprogramm. Quelle: Maik Freitag
Grevesmühlen

So viel Treue muss belohnt werden: Seit Jahren schlüpft Grundschullehrerin Annegret Runge zur Kulturnacht in ein Kostüm. Hexe, Zauberin, Königin – sie scheint einen ganzen Schrank voller Kostüme zu haben. In diesem Jahr beteiligte sie sich mit ihrer Klasse 2b der Grundschule „Fritz Reuter“ am Wettbewerb, zu dem der Gewerbeverein traditionell aufruft. Sie erreichten nicht nur den zweiten Platz und erhielten damit 75 Euro für die Klassenkasse, Annegret Runge ist zudem von den Stadtwerken für ihr bürgerliches Engagement ausgezeichnet worden.

Lehrerin Annegret Runge beteiligt sich seit vielen Jahren an dem Kostümwettbewerb zur Kulturnacht. Für ihr Engagement erhielt sie in diesem Jahr eine Aufmerksamkeit von den Stadtwerken. Mit ihr freut sich Moderator Sven Schiffner. Quelle: Jana Franke

Drei Klassen und eine Kinderschar aus der Kita „Am Lustgarten“ nahmen am Wettbewerb teil und verkleideten sich entsprechend dem Motto „Monsterjagd in Grevesmühlen“. Die Kita-Kinder und Erzieher ernteten für ihre schaurigen Ideen einen Bastelgutschein in Höhe von 75 Euro, die Klassen 2b der Reuterschule und 3a der Ploggenseeschule landeten auf dem zweiten Platz und erhielten jeweils 75 Euro. Am gruseligsten, so befand die Jury, kamen die Schüler der Klasse 2c der Reuterschule herüber. 100 Euro für die Klassenkasse – herzlichen Glückwunsch!

Nach der Prämierung und einem bunten Fackelumzug vom Krähenbrunnen Richtung Marktplatz startete das tolle und bunte Programm in der Stadtmitte. Das Bühnenprogramm mit herbstlichen Liedern eröffneten die Kinder der Kita „Am Lustgarten“. Stimmung kam auch auf, als Laiensänger und -darsteller zahlreiche ABBA-Lieder sangen und zum Mitmachen animierten. Hunderte Grevesmühlener nahmen das gern an.

Mit einem dünnen Märchenbuch saß Astrid Hollmann auf einer kleinen Holzbank in der Buchhandlung Peplau. Drum herum hatten sich kleine Gespenster bis sechs Jahre mit bunten Hüten und ebenso farbenprächtigen Umhängen niedergelassen. Einige von ihnen waren geschminkt, hatten kleine Spinnen im Haar oder eine aufgesetzte krumme Nase. Der Fantasie waren auch hier keine Grenzen gesetzt.

Höhepunkt des Abends war wieder das Comedy-Märchen. In diesem Jahr rankte sich alles um „Hänsel und Gretel“. Das Märchen ist von Laienschauspielern unter anderem aus der Stadtverwaltung ganz eigen interpretiert worden. So war es nicht verwunderlich, dass Pilze durch das Bild liefen, Darth Vader sein Lichtschwert zückte oder die Grevesmühlener Krähe menschengroß vorbeihüpfte.

Die Rede war von Laktose-Intoleranz Gretels bis hin zum unverzichtbaren Lebkuchenverzehr der Geschwister, die trotz Rückführungsansprüche des Hexenhäuschens 30 Jahre nach der Wende doch noch darin gefangen wurden. Doch wie es so in einem Märchen ist: Ende gut, alles gut. Und so feierten die Grevesmühlener und ihre Gäste in der dunklen Nacht nicht nur die einzigartige Aufführung vor dem Museum, das anschließende Konzert der vierköpfigen Band „Gleis4“ und die „KulturNachtschicht“ im Vereinshaus, sondern auch die 13. Kulturnacht mit viel Applaus, Glühwein und schrillen Kostümen.

Die Stadt Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) und der Gewerbeverein luden am Mittwochabend – traditionell einen Abend vor Halloween – zur 13. Kulturnacht in die Innenstadt.

Von Maik Freitag und Jana Franke

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