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Nordwestmecklenburg Februar war geburtenfreudigster Monat
Lokales Nordwestmecklenburg Februar war geburtenfreudigster Monat
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10:31 03.02.2019
Einen doch eher seltenen Namen suchten Steffi (34) und Thomas Zander (41) aus Grevesmühlen für ihre Tochter aus: Elina. Der Erstgeborene heißt Domenik (7). Quelle: JANA FRANKE
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Grevesmühlen

Seit dem Urlaub in Österreich im Jahr 2017 war klar: Elina soll der geplante Nachwuchs heißen, wenn es denn ein Mädchen wird. Zu diesem Zeitpunkt war Steffi Zander (34) aus Grevesmühlen noch nicht einmal schwanger, aber der damals fünfjährige Domenik, darin waren sich Mutti und ihr Ehemann Thomas Zander (41) einig, sollte noch ein Geschwisterchen bekommen. „Wir sind an einem Haus vorbeigefahren, in dem ein Neugeborenes gefeiert wurde“, erinnert sich die Verwaltungsfachangestellte. „Herzlich willkommen, kleine Elina“ stand auf einem Schild geschrieben. „Der Name hat uns auf Anhieb gefallen“, sagt Thomas Zander. Etwa ein Jahr später, am 1. November 2018 um 8.08 Uhr, war sie dann auf der Welt – Elina Zander. Zwar wollte Domenik zunächst einen Bruder haben, aber als Klassenkameraden des Zweitklässlers erzählten, dass Schwestern auch okay seien, freute er sich darauf. Immerhin muss er dann später keine Autos abgeben. Und auch bei seinen Plüschtieren hört der Spaß auf, scherzt der Papa. Aber ansonsten, versichert Domenik, sei er ein stolzer großer Bruder.

Februar geburtenfreudigster Monat

Neben Elina, ein doch eher seltener Name in der Gegend, konnte die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr 75 weitere neue Erdenbürger in Grevesmühlen und seinen Ortsteilen Wotenitz, Questin und Neu Degtow zählen – 39 Jungs und 37 Mädchen –, darunter ein Zwillingspärchen. Der geburtenfreudigste Monat war der Februar mit insgesamt elf Babys – die Mädchen übrigens mit sieben zu vier deutlich in der Überzahl. Im Grevesmühlener Geburten-Ranking stand auch der Dezember mit zehn Neugeburten ziemlich gut da – hier die Jungs in der leichten Überzahl: sechs zu vier. Neun kleine Grevesmühlener kamen jeweils im August (acht Mädchen und ein Junge) und im September (fünf Jungs und vier Mädchen) zur Welt. Im April erblickten sechs kleine Neu-Grevesmühlener die Welt (hier die Mädchen, nur eins, deutlich in der Unterzahl). Der November, Elinas Geburtsmonat, belegt in der Statistik der Stadt Grevesmühlen für das Jahr 2018 eher die hinteren Plätze. Fünf Babys wurden geboren – zwei Mädchen und drei Jungs. Noch weniger Neu-Grevesmühlener kamen im März und Juni (jeweils vier Babys) und im Mai (drei Babys) zur Welt. Ebenfalls fünf Neugeburten für die Stadt brachten die Monate Januar, Juli und Oktober.

Namensvielfalt statt Modenamen

Was die Namen angeht, die von den Eltern im Jahr 2018 für die kleinen Neu-Grevesmühlener gewählt wurden, lassen sich kaum Doppelbelegungen erkennen. Alte Namen kommen ganz klar immer mehr in Mode: Anna, Charlotte, Lotte, Ida, Greta, Erika, Oskar, Richard, Sophia, Ingrid, Theo, Theodor oder Karl Theodor, Hanna, Leonard, Anni, Paula, Babette, Ansgar, Marten, Fiete, Victor, Elly, Miriam. Ebenso sind Ben, Levi Nick, Luna, Finja Pearl und Jolie Manuela zu finden. Grevesmühlener Babys wurden auch Thore Paul, Gabriel Robert, Levio, Lennox, Lucio, Ragnar, Kimberly, Miriam und Phil genannt. Es gab ungewöhnliche Namen wie Bosse oder Tamino – beides Namen für Jungs. Mancher Nachwuchs erhielt sogar einen Dreifach-Namen – Charlotte Johanna Ingrid oder Amelia Malia Jasmin zum Beispiel. Insgesamt 18-mal gaben Eltern ihren Kindern Doppelnamen, darunter Sophia Marie, Charlotte Johanna, Alicya Emilia und Phil Conrad). Der ungewöhnlichste Doppelname 2018 vielleicht: Summer (von dem englischen Wort Sommer) in Verbindung mit Enaira. Insgesamt lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass Namensvielfalt und –individualität herrscht. Modenamen sind unter Grevesmühlens Neugeborenen im Jahr 2018 kaum zu finden.

Zur Begrüßung übrigens bekommen alle Neugeborenen in Grevesmühlen eine Krähe – das heimliche Wappentier der Stadt – aus Plüsch.

Kreislauf des Lebens

Auf der einen Seite stehen 76 Geburten, auf der anderen Seite insgesamt 338 Sterbefälle, die im Grevesmühlener Standesamt für die Stadt und das Amt Grevesmühlen Land im Jahr 2018 beurkundet wurden. „Die Zahl der Sterbefälle im Amtsbereich“, so der Standesbeamte Heinz Erich Karallus, „ist um zirka ein Drittel angestiegen, seitdem es das Hospiz in Bernstorf gibt.“ Es wurden 132 Sterbefälle von Menschen aus dem Amtsbereich beurkundet, 206 stammten von außerhalb.

Getraut haben sich in Grevesmühlen im Jahr 2018 insgesamt 66 Paare, davon waren fünf Paare gleichgeschlechtlich (vier Frauen- und ein Männerpaar). Zwölf Paare, die im Standesamt Grevesmühlen heirateten, kamen von außerhalb. „In diesen Fälle ist es oft so, dass einer der Brautleute ursprünglich aus Grevesmühlen stammt, nicht mehr hier lebt, aber hier heiraten möchte“, erläutert Heinz Erich Karallus.

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