Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Grevesmühlen diskutiert über gravierende Änderung des Parkraumkonzepts
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen diskutiert über gravierende Änderung des Parkraumkonzepts
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:24 01.11.2019
Die Freiwillige Feuerwehr Grevesmühlen im September bei ihrer Testfahrt durch die Innenstadt - hier im Ziegenhorn. Eng wurde es dort, deshalb wird hier über ein Halteverbot diskutiert. Quelle: Malte Behnk
Grevesmühlen

Die Grevesmühlener und Gäste der Stadt müssen sich wahrscheinlich auf gravierende Parkänderungen einstellen. Die Stadtverwaltung plant, zusätzliche Halteverbote in der Innenstadt einzurichten. Die Stadtvertretung entscheidet am Montagabend darüber. Die einzelnen Ausschüsse hatten für das Vorhaben bereits grünes Licht gegeben, deshalb ist davon auszugehen, dass es am Montag beschlossene Sache ist.

Diese Straßen sind betroffen

Betroffen sein werden, wenn es zu einer mehrheitlichen Abstimmung kommt, folgende Bereiche: Kleine und Große Voßstraße, Mönchhof, Ziegenhorn, Schulstraße sowie Teilabschnitte vom Behrensgang und Schäfergang, vom Kleinen Vogelsang, von der Kleinen Alleestraße, von der Kirchstraße und Neustadt.

Die Situation zeigt sich täglich deutlich. Fahrzeuge sind – teilweise auch unberechtigt – in den engen Nebenstraßen abgestellt. Rettungsfahrzeuge kommen kaum durch. Erst im September führten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr mit zwei ihrer größten Fahrzeug eine Probefahrt in der Innenstadt durch. Das Ergebnis: Nur mit viel Konzentration, gutem Augenmaß und vor allem langsam bahnten sie sich den Weg. „Im schlimmsten Fall würden wir den Brand am Ende der Straße sehen und müssten in Schrittgeschwindigkeit dorthin schleichen“, resümierte Wehrführer Steve Klemkow damals.

Bewohnerparken in Planung

Diese Testfahrt war für die Stadtverwaltung Anhaltspunkt, ein neues Parkkonzept auszuarbeiten und über Bewohnerparkausweise nachzudenken. Das führt natürlich dazu, dass das ohnehin schon begrenzte Stellplatzangebot in der Innenstadt noch einmal reduziert wird.

Bewohner der betroffenen Straßen, so der Plan, können einen Bewohnerparkausweis und mit diesem einen angemessen zur Wohnung entfernten Stellplatz bekommen – aber eben nicht mehr direkt vor der Haustür. Insgesamt 173 Stellflächen für das Bewohnerparken am Tag sind in der Hinterstraße, in der Großen Seestraße, in der Großen Alleestraße, Im Vogelsang sowie in Teilbereichen des Behrens- und Schäfergangs, des Kleinen und des Großen Vogelsangs, der Kleinen Alleestraße, Neustadt und der Kirchstraße vorgesehen. Das Bewohnerparken ab 17 Uhr wäre Am Markt, in der Wismarschen und der August-Bebel-Straße möglich. Beziffert werden diese von der Stadtverwaltung mit 182 Stellflächen.

Weiterhin kostenfreie Flächen vorhanden

Beschäftigten, die in der Innenstadt arbeiten und derzeit gern die Nebenstraßen als Parkmöglichkeit sehen, solle eine kostengünstige Alternative in der Umgebung geboten werden. Kunden, so die Argumente, seien in der Regel Kurzparker. Für die ändert sich in der Wismarschen und August-Bebel-Straße nichts. Zusätzlich sollen Dauerparkplätze in der Umgebung geschaffen werden.

Kostenfreie Parkplätze soll es weiterhin am Gerberhof (50 plus zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderungen), in der Goethestraße (30 plus eins), im Großen Vogelsang (8) und am Ploggensee (etwa 50) geben.

Wer bekommt einen Bewohnerparkausweis?

Einen entsprechenden Ausweis beantragen können Personen, die im Bewohnerparkbereich wohnen, amtlich gemeldet sind und ein Kraftfahrzeug besitzen, über das sie ständig verfügen. 30 Euro im Kalenderjahr sind für den Parkausweis zu bezahlen.

Sitzung am Montag

Die Stadtvertreter tagen am Montag um 18.30 Uhr im Rathaussaal. Auf der Tagesordnung steht auch die Änderung der Gebührensatzung für die Obdachlosenunterkünfte und die Berufung des Seniorenbeirats.

Vor der Sitzung wird um 18 Uhr im Foyer eine Ausstellung eröffnet. An der von der Kriegsgräberfürsorge initiierten Präsentation wirkten Gymnasiasten mit. Sie zeigen Ergebnisse zu „100 Jahre Ende Erster WeltkriegGrevesmühlen“.

Von Jana Franke

Musikbegeisterte Klassen oder Chöre haben die Möglichkeit, sich für einen großen Auftritt in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) zu bewerben. Im Februar ist „The World of Musicals“ in der Mehrzweckhalle zu Gast. Gesucht ist dafür ein Kinderchor.

01.11.2019

Der Hospizdienst Schwerin-Nordwestmecklenburg richtet in Grevesmühlen ein Trauercafé ein. Eröffnet wird es im Januar 2020. Einen Einblick in das Angebot gibt es bereits am 23. November beim Tag der offenen Tür.

01.11.2019

Stadtvertreter in Schönberg haben teils deutliche Erhöhungen der Aufwandsentschädigungen beschlossen, die Kommunalpolitiker bekommen. Sie entsprechen künftig den Maximalbeträgen, die das Land zulässt.

01.11.2019