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Nordwestmecklenburg Grünschnitt muss jeder selbst entsorgen
Lokales Nordwestmecklenburg Grünschnitt muss jeder selbst entsorgen
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20:10 08.11.2014
Wer selbst kompostiert, erzeugt Humus für den Garten.
Klütz

Wohin mit abgeschnittenen Ästen und alten Pflanzen aus dem Garten? Im Amtsbereich Klützer Winkel gibt es inzwischen keine Möglichkeit mehr, solche Gartenabfälle abzugeben. Im Moment bleiben Gartenbesitzern nur die Möglichkeiten, selber einen Komposthaufen anzulegen oder das pflanzliche Material im März oder Oktober zu verbrennen.

In der Stadt Klütz und im Ostseebad Boltenhagen beschäftigen sich die Kommunalpolitiker aktuell mit diesem Thema. So wurde in Boltenhagen bislang Grünschnitt und anderes Material der Bürger auf dem Gelände der ehemaligen Gemeindeverwaltung angenommen. Doch dieses Depot ist voll und der bislang vom Bauhof genutzte Lagerplatz für Gartenabfälle im Ortsteil Tarnewitz wurde vom Landkreis geschlossen und sogar versiegelt, wie Bürgermeister Christian Schmiedeberg auf eine Frage in der Gemeindevertretersitzung erklärte. „Das Problem verfolgen wir schon länger. Es hieß, in Tarnewitz könnten wir eine Baugenehmigung für einen Lagerplatz bekommen“, schilderte er. Doch, wo bislang der Grünabfall lagerte, wurde die streng geschützte Kreuzkröte festgestellt. „Sie kam vorher am früheren Schießstand vor. Jetzt ist sie zum Grünschnittlager und auch zum Regenrückhaltebecken an der Weißen Wiek gehopst und wir müssen eine Alternative finden.“ Aufgrund des Artenschutzes könne es keine Baugenehmigung geben. Eine Alternativmöglichkeit wäre aus Sicht der Gemeinde, die Sammelstelle für Seegras an der Straße in Richtung Eulenkrug als Grünschnittlager oder Kompostierungsstelle mitzunutzen. „Wir warten seit eineinhalb Jahren auf eine neue Genehmigung an dieser Stelle“, so Schmiedeberg. Seit etwa zwei Wochen gibt es vom Landkreis eine positive Antwort auf eine Bauvoranfrage, berichtet Maria Schultz, Leiterin des Bauamts im Amt Klützer Winkel. „Allerdings ist sie mit einigen Auflagen unter anderem zur Umweltverträglichkeit verbunden und wir recherchieren jetzt, was Gutachten dazu kosten würden“, erklärt sie. Bis zum Frühjahr könne es in jedem Fall dauern, bis Bürger in Boltenhagen wieder Grünabfall abgeben können. Derzeit wird auch darüber nachgedacht, ob Boltenhagens pflanzliche Abfälle eventuell ins Kompostwerk der GER nach Grevesmühlen gebracht werden könnten. „Auch da müssen die Kosten kalkuliert werden“, sagt Maria Schultz. Immerhin fallen in Boltenhagen rund 1000 Kubikmeter verwertbarer Abfälle aus Gärten an.

In Klütz müssen sich die Bewohner schon immer selbst um die Entsorgung ihres Grünschnitts kümmern. Der Bauhof hatte bislang eine Art Zwischenlager für das Material, das bei den Arbeiten des Bauhofs anfiel. Es befand sich aber am Seegraszwischenlager in Wohlenberg, das die Stadt jetzt auflösen musste. Für die Stadtvertreter wurde das Thema jetzt aktuell, weil offenbar Gartenabfälle am alten Bahnhof in Arpshagen abgelegt werden. Stadtvertreter Nico Maerz war das aufgefallen. Jens Nevermann fügte hinzu, dass offenbar auch Bauschutt dort abgeladen wurde. „Wir sollten ein Verbotsschild aufstellen“, schlug Antje Zimmer vor. Bürgermeister Guntram Jung (CDU) schlug vor: „Vielleicht sollten wir eine Abgabestelle für solchen Grünschnitt anbieten.“

mab

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