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Nordwestmecklenburg Hängepartie um mobile Jugendarbeit
Lokales Nordwestmecklenburg Hängepartie um mobile Jugendarbeit
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20:30 15.11.2017
Lüdersdorf

Die Lüdersdorfer Gemeindevertreter machen die Entscheidung über ein gemeinsames Modellvorhaben „mobile Jugendarbeit“ in drei Kommunen zur Hängepartie. Sie haben ihren Beschluss am Dienstagabend zurückgestellt – wie bereits am 1. August. In Schönberg und Selmsdorf hingegen stimmte die Mehrheit der Kommunalpolitiker für ein Konzept und einen Finanzierungsplan des Internationalen Bundes (IB), das davon ausgeht, dass sich Lüdersdorf beteiligt. Ungewiss ist nun auch, ob sich der Starttermin 1. Januar halten lässt.

Die Beratungsarbeit finde ich auch wichtig. Das kann eine Gemeinde nicht leisten.Marcus Kreft (SPD), Bürgermeister in Selmsdorf

Die Lüdersdorfer Gemeindevertreter votierten am Dienstagabend einstimmig dafür, den Beschluss zu vertagen und das Thema in den Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur und Sport zu überweisen.

Mitglieder mehrerer Fraktionen argumentierten damit, sie seien nicht ausreichend informiert, ein Vertreter des IB solle ihnen das Modellprojekt erläutern, und es stehe noch nicht fest, ob die eingeplanten Zuschüsse des Landkreises tatsächlich fließen werden. Außerdem sollten zunächst die Sozialarbeiterinnen angehört werden, die die Gemeinde Lüdersdorf beschäftigt.

Am 1. August beschloss eine Mehrheit der Lüdersdorfer Gemeindevertretung, die weitere Beratung bis zur Vorlage eines abstimmten Konzeptes zurückzustellen. Ausgegangen ist die Initiative für ein „Modellvorhaben mobile Jugendarbeit als interkommunales Projekt“ von der Gemeinde Selmsdorf, wo der IB von März 2016 bis Juni 2017 eine mobile Jugendarbeit anbot. Sie endete, nachdem der Landkreis nicht die Zusage gegeben hatte, einen Zuschuss für 2018 zu zahlen. Bei seinem neuen, interkommunalen Projekt geht der IB von einem Zuschuss des Kreises aus. Jede Kommune hätte dann, so der IB, jährlich 7000 Euro zu zahlen. Vorgesehen ist, zwei Mitarbeiter mit je 35 Wochenstunden zu beschäftigen.

Marcus Kreft nennt ein Argument für die mobile Jugendarbeit: „Die Beratungsarbeit finde ich auch wichtig. Das kann eine Gemeinde nicht leisten.“ Ein Beispiel: Konfliktberatung. Zudem sei der Zuschussanteil sehr hoch.

Jürgen Lenz

Anträge auf Fördermittel für Kunst und Kultur für das Jahr 2018 können noch bis zum 31. Januar beim Landkreis Nordwestmecklenburg, Fachdienst Bildung und Kultur, eingereicht werden.

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