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Nordwestmecklenburg Herrnburg: Vorleseabend mit Autor und Bürgermeister
Lokales Nordwestmecklenburg Herrnburg: Vorleseabend mit Autor und Bürgermeister
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15:49 16.11.2019
Kinder lauschen im Gemeindezentrum in Herrnburg dem Autor Olaf Kohnke. Er liest aus seinem Buch "Das Geheimnis der goldenen Hufeisen". Quelle: Jürgen Lenz
Herrnburg

Woher kommt der Name Herrnburg? Gab es einen Geheimgang zwischen der Kirche im Ort und dem alten Zollhaus? Diese und viele weitere Fragen beantwortete am Freitagabend der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) im Gemeindehaus neben der Kirche, als er aus dem Buch „Herrnburg – Geschichte und Geschichten“ vorlas. Der Anlass: Der Kirchenförderverein Herrnburg hatte Kinder und Erwachsene anlässlich des bundesweiten Vorlesetags zu einem Leseabend eingeladen.

Die Vorsitzende Viola Swidersky begrüßte Kinder und Erwachsene. Sie sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir drei Vorleser gewonnen haben.“ Als Erster las der Autor Olaf Kohnke. Er trug Auszüge aus seinem Buch „Das Geheimnis der goldenen Hufeisen“ vor. Olaf Kohnke verlautete: „Es ist mittlerweile auch auf Englisch verfügbar.“

Spannendes Buch für Kinder und Erwachsene

„Das Geheimnis der goldenen Hufeisen“ ist ein spannendes und heiteres Buch für Kinder, die Freude am Lesen haben, aber auch für jung gebliebene Erwachsene, die sich gerne verzaubern lassen von einer Welt voller Kobolde, Zwerge und Elfen. Der Autor aus Bad Schwartau las in Herrnburg aus mehreren Kapiteln des 400 Seiten starken Buches, das er mit eigenen, ebenso fantasievollen Illustrationen versehen hat. Im Hauptberuf ist Olaf Kohnke Lebensmitteltechnologe.

Den Beginn der Geschichte um das Geheimnis der goldenen Hufeisen fasst der Autor so zusammen: „Die kleine Prinzessin Finngora macht die rätselhafte Bekanntschaft mit dem Kauz Kusu und erfährt von der Entführung seines Freundes, einem magischen Pegasus, und dass das Reich Arinion von einer dunklen Macht bedroht wird.“ Gemeinsam mit ihrem treuen Pferd Fallfalla machen sich Finngora und Kusu auf den Weg, um das Unheil abzuwenden, das sie nur durch das Wiederfinden eines verloren gegangenen goldenen Hufeisens aufhalten können. Allerdings ist auch das Böse auf der Suche nach dem magischen Hufeisen. Finngora muss mit Schrecken feststellen, dass ein Wettlauf um dessen Besitz bereits begonnen hat.

In Herrnburg las Olaf Kohnke sehr lebendig und anschaulich aus seinem Erstlingswerk. Er geht auch gerne in Schulen, um aus seinen Büchern vorzutragen.

Der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) liest aus dem Buch "Herrnburg – Geschichte und Geschichten". Quelle: Jürgen Lenz

Erhard Huzel hatte den Vorleseabend schon lange in seinem Terminkalender. Er erklärt: „Ich mache mit, weil ich das Lesen wichtig finde – gerade für Kinder.“ Er habe dem Kirchenförderverein sofort zugesagt. Am Freitagabend las er zahlreiche Kapitel aus dem Buch „Herrnburg – Geschichte und Geschichten“, das der Verein für das Volkskundemuseum in Schönberg herausgegeben hat.

Auf den Bürgermeister folgte am Freitagabend Gudrun Riemann. Sie las aus dem Buch „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“ vor. Die musikalische Begleitung übernahm Jost von Zedlitz.

Restaurierung der Kirchturmuhr startet 2020

"Klockenschauster" Hans-Joachim Dirkow, Monteur Frank Blumrich und Reinhart Grimm vom Förderverein (v. l.) besprachen die Restaurierung der Kirchturmuhr in Herrnburg. Quelle: Jürgen Lenz

Der Erlös des Vorleseabends kommt einem Projekt des Kirchenfördervereins zugute: Restaurierung der historischen Kirchturmuhr in Herrnburg. Vorstandsmitglied Stefanie Lange erläutert: „Wir sind fast bei der Summe, die wir brauchen.“ Ein Handwerker hat die Uhr bereits vom Turm heruntergeholt. Sie steht jetzt mit Erläuterungstafeln versehen im Vorraum der Kirche. Stefanie Lange kündigt an: „Es wird eine ganze Weile dauern, bis sie restauriert ist.“ Der Verein rechnet mit rund sechs Monaten. Geplanter Beginn der Arbeiten: Anfang 2020. Spender und die Stiftung „Kirchliches Bauen“ unterstützen die Restaurierung.

Der Kirchenförderverein hat 36 Mitglieder. Viola Swidersky berichtet: „Wir haben 2017 mit acht Mitgliedern angefangen.“ Weitere Unterstützer sind herzlich willkommen. Beim Verein kann sich auch melden, wer eine Kirchenführung möchte. Kontakt per E-Mail: fv@kirche-herrnburg.de

Über den Autor

Von Jürgen Lenz

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