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Nordwestmecklenburg Hobbytaucher finden Wasserleiche
Lokales Nordwestmecklenburg Hobbytaucher finden Wasserleiche
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14:00 14.12.2018
Die Freiwillige Feuerwehr Klütz hat am Donnerstag die Polizei und Taucher der DLRG Zarrentin unterstützt, ein Leiche am Anleger in Wohlenberg zu bergen. Quelle: Freiwillige Feuerwehr Klütz
Wohlenberg

Am Donnerstag haben Hobbytaucher eine leblose Person im Wasser der Ostsee an der Wohlenberger Wiek entdeckt. Der Leichnam wurde durch die Feuerwehr Klütz und Mitglieder der DLRG Zarrentin geborgen. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um einen 28-jährigen Mann aus Wismar. Die Untersuchung der Todesumstände übernahm die Kriminalpolizei in Wismar. „Hinweise, die auf eine Straftat oder Fremdverschulden schließen lassen, liegen derzeit nicht vor“, teilt die Polizei mit. Zur Bestimmung der genauen Todesursache habe die Staatsanwaltschaft Schwerin eine Obduktion angeordnet.

Dass die Identität so schnell ermittelt werden konnte, basiert auf dem Umstand, dass das Opfer seine Ausweispapiere bei sich getragen habe. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage, der Mann sei vollständig bekleidet gewesen. Ob es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat, oder ob andere Gründe eine Rolle spielen, das müssten nun die Ermittler klären, hieß es.

Anleger stark baufällig

Gegen 16.30 Uhr war die Feuerwehr in Klütz alarmiert worden, um Polizei und Taucher auf dem maroden Anleger an der Wohlenberger Wiek technisch zu unterstützen. „Die Kameraden haben die Einsatzstelle ausgeleuchtet, damit die Taucher sicher arbeiten können“, sagt der Klützer Wehrführer Daniel Jenner. Die auch „Kartoffelanleger“ genannte Mole gilt als baufällig und soll an vielen Stellen unterspült sein. Metallplatten sind von Rost durchlöchert und es können Stahlteile aus dem Beton herausragen. Daher war die gute Beleuchtung durch die Feuerwehr notwendig.

Etwa eineinhalb Stunden war die Feuerwehr im Einsatz, um die Technik aufzubauen, auf die Taucher zu warten und schließlich beim Tragen des Toten zu helfen. Der Einsatz der Taucher aus Zarrentin lief dagegen sehr zügig ab. Nachdem sie angekommen und mit einem Schlauchboot an die Seite des Anlegers herangefahren waren, hatten sie den leblosen Körper innerhalb von zwei Minuten entdeckt.

Beliebte Tauchstelle

Unklar war am Freitag noch, welche Taucher die Leiche am Nachmittag entdeckt hatten. Der Bereich um den Anleger in Wohlenberg ist bei Tauchern ein beliebter Spot. Auch die Hobbytaucher des Tauchklubs Walfisch aus Wismar nutzen die Wohlenberger Wiek regelmäßig für ihre Tauchgänge. Zuletzt waren sie in der vergangenen Woche zum Weihnachtstauchen dort. Wer allerdings den toten Mann aus dem Wasser gezogen hat, können sie nicht sagen. „Von uns war es niemand“, betätigt ein Mitglied gegenüber der OZ. Es kämen jedoch viele Hobbytaucher von außerhalb, um in der Wohlenberger Wiek ins Wasser zu gehen, heißt es von dort. Auch beim Hanse-Tauch-Club Wismar hörte bislang noch niemand von dem Unglück.

Dass Hobbysportler Leichen entdecken, kommt immer wieder vor. Zudem greift die Polizei auch auf die Hilfe der zivilen Taucher zurück. So ereignete sich vor einigen Jahren ein tödlicher Badeunfall am Anleger in Hohen Wieschendorf, Mitglieder des Tauchsportclubs aus Grevesmühlen beteiligten sich an der Suche – und entdeckten schließlich die Leiche.

Manuela Krohn, Malte Behnk und Michael Prochnow

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