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Nordwestmecklenburg Jan van Leeuwen ohne Gegenstimme gewählt
Lokales Nordwestmecklenburg Jan van Leeuwen ohne Gegenstimme gewählt
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16:20 06.08.2019
Jan van Leeuwen (CDU, r.) wurde im Amtsausschuss des Amtes Klützer Winkel zum neuen Amtsvorsteher gewählt. Sein Vorgänger Gerhard Rappen (l.) gratuliert. Quelle: Malte Behnk
Klütz

Der Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen, Jan van Leeuwen (CDU), ist der neue Amtsvorsteher im Amt Klützer Winkel. Er wurde ohne Gegenstimme von den 14 Mitgliedern des Amtsausschusses gewählt. Nach seiner Ernennung dankte er seinem Vorgänger Gerhard Rappen, der drei Jahre die Verwaltung im Amt geleitet hatte. „Sie haben die Position in schwierigen Zeiten übernommen“, sagte Jan van Leeuwen. „Ich werde mich bemühen, in diese Fußstapfen zu treten.“

Wahlen im Amtsausschuss

Jan van Leeuwen (CDU) aus Hohenkirchen wurde mit 14 von 14 Stimmen zum Amtsvorsteher gewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Erste Stellvertreterin ist Mandy Krüger (WfA) aus Damshagen. Sie erhielt acht Stimmen, Gegenkandidatin Petra Rappen (CDU) aus Klütz bekam sechs Stimmen.

Zweiter Stellvertreter ist Raphael Wardecki (Grüne) aus Boltenhagen. Er erhielt acht Stimmen, Gegenkandidat Mirko Klein (CDU) aus Boltenhagen bekam sechs Stimmen.

Der Parkplatz am Verwaltungsgebäude des Amtes Klützer Winkel in Klütz wird erweitert. Quelle: Malte Behnk

Amtsgebäude in Klütz muss saniert werden

Ein wichtiges Thema, das Gerhard Rappen 2016 mit angeschoben hatte, das aber seitdem immer wieder diskutiert und damit teilweise gebremst wurde, ist die energetische Sanierung und der barrierefreie Umbau der Amtsverwaltung in Klütz. Etwa 1,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten.

Bauarbeiten sollen im November beginnen

„Inzwischen nimmt das Projekt konkrete Formen an“, sagte Bauamtsleiterin Maria Schultz im Amtsausschuss. Dort gab es eine Sachstandsmeldung zur Planung und der weiteren Vorgehensweise. „Wir bekommen etwa 645 000 Euro Städtebauförderung, die bis Ende 2020 ausgegeben und abgerechnet sein müssen“, berichtete Schultz. „Wir müssen jetzt beginnen oder es gar nicht mehr machen“, mahnte sie mit Blick auf die Fördermittel. Derzeit wird von einem Baubeginn im November ausgegangen.

Hoffnung auf zusätzliche Fördermittel

Allerdings tagt der Vergaberat des Landes für Kofinanzierungsmittel erst wieder im Oktober. „Und wir haben noch keine Zusage für eine Kofinanzierung“, sagte Maria Schultz. Dabei handelt es sich um Fördermittel, die das Innenministerium finanzschwachen Kommunen bewilligt, damit sie ihren Eigenanteil für Investitionen leisten können. Beim Umbau des Amtsgebäudes wird gehofft, dass bis zu 75 Prozent dieses Eigenanteils vom Innenministerium gezahlt werden.

Kommunen haben kaum Geld für Investitionen

„Unser nächster Schritt muss sein, die Finanzlage beim Fördermittelgeber zu erklären“, sagte der neue Amtsvorsteher Jan van Leeuwen. Das Amt Klützer Winkel sei zwar immer solvent. Der Haushalt speist sich aber aus den Umlagezahlungen der Gemeinden. Die Stadt Klütz und Damshagen haben ein großes Minus in ihren Kassen.

Daher hatte auch Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger (WfA) erneut erklärt: „Für Damshagen habe ich mehr als Bauchschmerzen bei diesen Zahlen.“ In der Diskussion zuvor war es um mögliche Eigenanteile von etwa 220 000 Euro bis zu einer Million Euro gegangen. „Wir können es uns in der Gemeinde nicht leisten, ein Schlagloch zu flicken, aber wenn es mit der Förderung nicht klappt, muss ich erklären, dass wir viel Geld in den Amtsumbau stecken?“, fragte sie.

Unterstützung bekam sie vom Klützer Bürgermeister Jürgen Mevius (UWG). „Für Klütz und Damshagen wäre es dramatisch, auf Kosten von einer Million Euro sitzenzubleiben“, sagte er.

Fachberatung zur Barrierefreiheit im Amt

Jan van Leeuwen erklärte, dass parallel zu den Bemühungen um eine Kofinanzierung versucht werden soll, gesonderte Fördermittel für Digitalisierung, Mobilität und Barrierefreiheit zu bekommen. Dazu soll auch ein zeitweiliger Bauausschuss aus dem Amtsausschuss gebildet werden. Zudem soll Antje Bernier, Behindertenbeauftragte der Hochschule Wismar, zur Beratung für den barrierefreien Umbau des Amtes zurate gezogen werden.

Containerbüros auf neuem Parkplatz

Ein Teil der Bauarbeiten am Amt, der einzeln finanzierte Ausbau eines zusätzlichen Parkplatzes hinter dem Verwaltungsgebäude, ist immerhin schon fast erledigt. Auf der Fläche, die trotzdem noch sieben zusätzliche Stellplätze und einen weiteren Behindertenparkplatz bekommen soll, werden Container aufgestellt. Auf drei Etagen werden in den Containern die Büros der Verwaltung untergebracht, während die Sanierungsarbeiten am Amtsgebäude laufen.

Mehr zur Sanierung des Amtsgebäudes in Klütz:

Amtsverwaltung braucht mehr Platz

Sanierung des Amtsgebäudes wird aufwendiger

Hoffen auf Fördergeld für Amtsgebäude

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Von Malte Behnk

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