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Nordwestmecklenburg Jugendgruppe in Grevesmühlen sorgt für Probleme rund um die Bürgerwiese
Lokales Nordwestmecklenburg Jugendgruppe in Grevesmühlen sorgt für Probleme rund um die Bürgerwiese
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12:35 27.11.2019
Die Bushaltestelle an der Bürgerwiese in Grevesmühlen ist ein Treffpunkt der Jugendlichen. Quelle: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Grevesmühlens Pastorin Maria Harder hat eine Menge Geduld und deshalb hofft sie, dass die Jugendlichen, die sich seit geraumer Zeit an der Kirche treffen, das Gebäude und die Spaziergänger in Ruhe lassen. „Ich grüße sie, wenn ich sie sehe. Und ich hoffe, dass nichts mehr passiert.“

Im April hatten Unbekannte tagsüber in der Nikolai-Kirche randaliert und erhebliche Schäden angerichtet. Bis heute ist unklar, wer die Taten begangen hat. Zeugen gibt es trotz der Tatzeit um die Mittagszeit nicht. Vor wenigen Tagen ritzten Unbekannte Hakenkreuze in den frisch aufgetragenen Boden auf dem Kirchplatz, die Polizei hat eine Anzeige aufgenommen. Die Ermittlungen laufen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen und den Jugendlichen gibt, ist unklar.

Hakenkreuze auf dem Kirchplatz

„Fest steht, dass wir Hinweise erhalten haben, dass im Bereich der Bürgerwiese Drogengeschäfte abgewickelt werden sollen“, sagt Heiko Petermann, Leiter des Grevesmühlener Polizeireviers. Die Bushaltestelle nahe der Arbeitsagentur ist einer der Treffpunkte der Jugendlichen, die Eichen ein weiterer. „Daraufhin haben wir verstärkt Streifen dort fahren lassen. Das hat dazu geführt, dass einige Gruppen ihren Treffpunkt verlagert haben, unter anderem an die Kirche“, so Petermann.

Ob die Hakenkreuzschmierereien etwas mit den Gruppen zu tun haben, kann der Polizist nicht bestätigen. „Ich denke, das muss man wirklich trennen. Ich kann nur dazu aufrufen, dass, wenn Leute etwas beobachten, sie auch Anzeige erstatten.“ Denn nur dann könne die Polizei eingreifen. „Entscheidend ist, dass wir rechtzeitig eingreifen.“

Sozialpädagogen sind die Hände gebunden

In Sachen Prävention bei der Jugendarbeit gibt es allerdings ein Problem. Zwar gibt es in Grevesmühlen wieder einen funktionierenden Jugendtreff, den die Diakonie im Bürgerbahnhof betreibt, doch die beiden Sozialpädagogen, die sich dort um die Jugendlichen kümmern, dürfen keine offene Straßenarbeit betreiben.

Der Grund dafür ist die Förderung der Stellen durch den Europäischen Sozialfonds, der strikte Regeln vorgibt. Eine davon lautet, dass die geförderten Personen nicht als Streetworker arbeiten dürften, denn dafür gebe es andere Fördertöpfe.

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Von Michael Prochnow

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