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Nordwestmecklenburg Jugendprojekt: Schönberg wartet ab
Lokales Nordwestmecklenburg Jugendprojekt: Schönberg wartet ab
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20:10 19.07.2017
Schönberg

In den Kommunen Schönberg, Selmsdorf und Lüdersdorf könnten künftig zwei Stellen für mobile Jugendarbeit geschaffen werden. Die jeweiligen Bürgermeister haben einen zusätzlichen Bedarf festgestellt. Der Landkreis hat eine konzeptionelle Erarbeitung eines Modellvorhabens zugesichert. Im Gespräch ist ein interkommunales Projekt, bei dem die Pädagogen wie sogenannte Streetworker in allen drei Orten im Einsatz sein werden. Die Schönberger Stadtvertretung hat sich am Dienstagabend auf ihrer Sitzung grundsätzlich für eine Beteiligung ausgesprochen.

Allerdings wollen die Abgeordneten vom Landkreis erst die Vorlage der Konzeption abwarten, ehe weitere Entscheidungen gefällt werden. „Wir sollten das Konzept sehen, bevor wir uns zu weiteren Handlungen hinreißen lassen“, plädierte Stadtvertreter Michael Heinze (Die Linke). Dieser Ansicht folgten auch alle anderen Mitglieder des Gremiums. Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) betonte zudem, dass mindestens eine 50-prozentige Förderung des Landkreises für das Projekt vorausgesetzt wird. „Sonst geht hier gar nichts los“, so das Stadtoberhaupt. Darauf habe er sich mit seinem Selmsdorfer Amtskollegen Markus Kreft nach einem Gespräch beim Jugendamt abgestimmt, wie Götze berichtete. In Selmsdorf endete erst Ende Juni die Jugendarbeit des Internationalen Bunds (IB).

Der auslaufende Vertrag war nicht verlängert worden.

Konkret sind für das Modellvorhaben zwei Personalstellen zu je 35 Wochenstunden angedacht. Für jede der drei teilnehmenden Kommunen würden so ab dem Haushaltsjahr 2018 Personalkosten von etwa 12000 Euro entstehen. Über das Land soll in diesem Zuge geprüft werden, ob das Vorhaben als „Leuchtturm-Projekt“ durchgeführt werden kann. Damit wäre ein höherer Zuschuss möglich. Die Personalkosten könnten sich so bis auf 8000 Euro pro Kommune reduzieren.

Die Projektidee stößt grundsätzlich auf ein positives Echo. Doch Schönbergs Stadtjugendpflegerin Rabea Kielblock äußerte vor den Stadtvertretern auch ihre Sorgen. „Es muss in Kooperation geschehen und nicht gegeneinander oder isoliert voneinander“, sagte sie. Sie befürchtet, dass ihre Arbeit durch das Projekt ins Hintertreffen geraten könnte und eine Konkurrenzsituation entsteht. „Jetzt wird über Ausgaben für dieses Projekt gesprochen. Aber ich sitze seit über zwei Jahren in meiner Baracke und es passiert nichts“, merkte sie an. Sie sprach sich dafür aus, neue Räumlichkeiten in der Stadt zu schaffen und diese als Basis einer guten Zusammenarbeit zu nutzen.

Daniel Heidmann

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